Italien senkt Wachstumsprognosen

Der anhaltende Konflikt in der Ukraine, die Energiekrise und die Inflation haben die Wachstumsaussichten des Landes verschlechtert. [Shutterstock/Vitaly Raduntsev]

Der Krieg in der Ukraine hat die Wachstumsprognosen gesenkt, aber die italienische Regierung werde alles Notwendige zur Unterstützung der Haushalte und der Industrie tun, sagte Premierminister Mario Draghi gegenüber Reporter:innen, nachdem der Ministerrat am Mittwoch (6. April) das Wirtschafts- und Finanzdokument verabschiedet hatte.

Der anhaltende Konflikt in der Ukraine, die Energiekrise und die Inflation haben die Wachstumsaussichten des Landes verschlechtert.

Infolgedessen wird das BIP-Wachstum im Jahr 2022 wahrscheinlich von 4,7 Prozent auf 3,1 Prozent fallen, erklärte Wirtschafts- und Finanzminister Daniele Franco bei der Vorstellung des jährlichen Finanzdokuments Italiens. Das Defizitziel wird mit 5,6 Prozent bestätigt, während die italienische Staatsverschuldung, die zweithöchste in der Eurozone, im Jahr 2022 147 Prozent des BIP erreichen und im Jahr 2023 sinken wird.

Die Regierung kündigte an, sie werde eingreifen, um die durch die Auswirkungen der Inflation auf die Einkommen verursachten sozialen Härten abzumildern. „In den nächsten Wochen werden wir die Intervention genauer definieren und entscheiden, wie sie finanziert werden soll“, fügte Draghi hinzu.

Italien will weitere 9 Milliarden Euro ausgeben, von denen 5 Milliarden an private Haushalte und die Industrie gehen sollen. Die Mittel werden zur Eindämmung der Kraftstoffpreise und der Energiekosten eingesetzt, aber auch zur Unterstützung ukrainischer Flüchtlinge und zur Förderung italienischer Unternehmen, die von dem Konflikt betroffen sind.

Der Premierminister betonte auch die Notwendigkeit für ein koordiniertes Vorgehen.

„Es ist wichtig, dass wir unsere Maßnahmen auch im europäischen Rahmen koordinieren. Wir arbeiten alle daran, eine gemeinsame Antwort auf einen gemeinsamen Schock zu finden, um zu versuchen, die Einigkeit zu wiederholen, die uns während der Pandemie inspiriert hat“, sagte Draghi.

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