Gazprom kündigt Kürzung der Gaslieferungen an Italien an

Nach seiner Entscheidung, die Gaslieferungen an Deutschland über die Nord Stream-Pipeline am 14. Juni um 40 Prozent zu kürzen, kündigte der russische Energiekonzern eine weitere Vergeltungsmaßnahme gegen die von den EU-Mietgliedstaaten beschlossenen Sanktionen gegen Russland an: eine Verringerung der Gaslieferungen an Italien um 15 Prozent. [Mindscape studio / Shutterstock]

Der russische Energieriese Gazprom wird seine Gaslieferungen an Italien um 15 Prozent kürzen. Grund dafür sei der Streit zwischen Russland und Europa über die Lieferung von Energieträgern, teilte das Unternehmen am Mittwoch (15. Juni) mit.

Nach seiner Entscheidung, die Gaslieferungen an Deutschland über die Nord Stream-Pipeline um 40 Prozent zu kürzen, kündigte der russische Energiekonzern gestern eine weitere Vergeltungsmaßnahme für die von den EU-Mietgliedstaaten beschlossenen Sanktionen gegen Russland an: eine Verringerung der Gaslieferungen an Italien um 15 Prozent.

Um mögliche Gasengpässe auszugleichen, bemüht sich die Regierung, russisches Gas zu ersetzen, indem sie neue Verträge mit afrikanischen Ländern sowie Ländern im östlichen Mittelmeerraum abschließt. Außerdem verfügt Italien über eine Speicherkapazität von etwa 17 Milliarden Kubikmetern.

Am Dienstag sagte Stefano Besseghini, Präsident der italienischen Regulierungsbehörde für Energie, Netze und Umwelt (ARERA), Italien habe bereits 9,5 Milliarden Kubikmeter Gas gelagert, „was etwa 52 Prozent der Gesamtkapazität entspricht.“

Vor dem Industrieausschuss des Senats sagte er, das Ziel sei, bis Ende September 90 Prozent zu erreichen. Er wies jedoch auch darauf hin, dass sich das Aufstockungstempo verlangsame.

Die italienischen Behörden versicherten, dass das Land über ausreichende Vorräte verfüge, um mit den reduzierten russischen Gaslieferungen zurechtzukommen.

„Die Entwicklung des Gasflusses wird in Zusammenarbeit mit den Betreibern ständig überwacht, und es gibt im Moment keine kritischen Probleme“, sagte der Minister für den ökologischen Übergang, Roberto Cingolani, in einer kurzen offiziellen Mitteilung.

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