Die Erwartungen vieler Portugiesen für das Jahr 2024 sind gering. Ihr Pessimismus wird in zwei aktuellen Studien hervorgehoben, von denen eine die Situation in Portugal mit der in 40 anderen Ländern vergleicht.
Die Hälfte der Personen, die an einer Umfrage des Observatoriums der portugiesischen Gesellschaft an der Katholischen Universität Lissabon über ihre Erwartungen und Absichten für das Jahr 2024 teilgenommen haben, gaben zu, pessimistisch oder sehr pessimistisch zu sein. Die Mehrheit glaubt dabei, dass es für sie schwierig sein wird, ihren Lebensstandard zu halten.
In der Studie zum Jahresende der Gallup International Association (GIA), die in Portugal von Intercampus durchgeführt wurde, gaben 63 Prozent der portugiesischen Befragten an, dass es 2024 schwierig sein wird, wirtschaftlichen Wohlstand zu erlangen.
„Portugal ist das fünftpessimistischste Land der Welt in Bezug auf 2024“, so Intercampus in einer Erklärung.
Was die Zuversicht in Bezug auf das Jahr 2024 betrifft, so gaben laut der Studie der Katholischen Universität nur 15,9 Prozent der Befragten an, optimistisch oder sehr optimistisch zu sein. Währenddessen bezeichneten sich 18,2 Prozent als sehr pessimistisch und 32,5 Prozent als pessimistisch, was insgesamt 50,7 Prozent der Befragten ausmacht.
Auf die Frage, wie leicht es wäre, ihren Lebensstandard beizubehalten, antwortete die Mehrheit (53 Prozent) der Befragten, dass sie es schwierig fänden. 13 Prozent glauben, dass sie ihren bisherigen Lebensstandard beibehalten können.
Andererseits ist es auch die Mehrheit, die zugibt, dass sie über den Preisanstieg in allen Produktkategorien beunruhigt oder sehr beunruhigt ist, mit Ausnahme von Non-Food-Gütern wie Kleidung, Schuhe oder Technologie.
„Die große Mehrheit der Befragten ist besorgt oder sehr besorgt über den Anstieg der Ausgaben im Jahr 2024, wobei die Kategorien Lebensmittel [84,4 Prozent], Energiekosten [80 Prozent], Treibstoff [75,6 Prozent] und Miete/Wohnungskredit [64,5 Prozent] besonders hervorstechen“, heißt es in der Studie des Observatoriums der Katholischen Universität.
Auf die Frage, inwieweit sie glauben, „dass sie ihren Verbrauch im nächsten Jahr einschränken beziehungsweise reduzieren müssen“, gaben 39,5 Prozent an, dass sie dies mäßig tun müssten, während 30,8 Prozent sagten, sie müssten ihn stark reduzieren.
Um Ausgaben einzusparen, sagten 73,5 Prozent, zukünftig weniger auswärts essen zu gehen, gefolgt von 65,3 Prozent, die vermehrt auf Kauf von Kleidung verzichten würden. 56,8 Prozent erwägen, weniger zu reisen, 52,9 Prozent werden weniger persönliche Güter kaufen und 10,6 Prozent beabsichtigen, ihre Ausgaben für Bildung zu reduzieren.
[Bearbeitet von Kjeld Neubert]

