Am Donnerstag hat die rumänische Regierung einen Gesetzentwurf verabschiedet, der die Nutzung der reichlich vorhandenen Offshore-Windenergie im Schwarzen Meer erleichtern soll.
Diese Initiative steht im Einklang mit den rumänischen Verpflichtungen im Rahmen des Nationalen Wiederaufbau- und Resilienzplans, der für die geplante Dekarbonisierung des Energiesektors des Landes entscheidend ist. Das Windenergiepotenzial, das in einem Bericht der Weltbank auf 76 GW geschätzt wird, könnte der Schlüssel dazu sein.
„Wir haben ein riesiges Potenzial, Investitionen in Milliardenhöhe sind vorbereitet und warten auf diesen neuen Rechtsrahmen. Jetzt können wir dieses Potenzial nutzen, um grüne und billige Energie zum Nutzen der Rumänen zu erzeugen“, sagte Ministerpräsident Marcel Ciolacu.
Um die Umsetzung zu beschleunigen, hat der rumänische Energieminister Sebastian Burduja ein parlamentarisches Dringlichkeitsverfahren beantragt. Ziel dieses Verfahrens ist es, die Zustimmung des Parlaments innerhalb von 30 Tagen nach Beginn der neuen Parlamentssitzung am 1. Februar zu erhalten.
Um die Offshore-Windkraft voranzutreiben, will die Regierung bis Ende Juni 2025 bestimmte Offshore-Windkraftgebiete im Schwarzen Meer ermitteln und genehmigen, die für eine Konzession infrage kommen. Diese Entscheidung wird auf der Grundlage einer vom Energieministerium initiierten Umweltstudie getroffen.
Die Energieerzeugung aus Windkraftanlagen im Schwarzen Meer soll jedoch erst im Jahr 2032 beginnen, fügte Burduja hinzu.
Rumäniens Vorstoß im Bereich der Windenergie steht im Einklang mit den nationalen und den umfassenderen EU-Zielen, einschließlich des EU-Ziels von mindestens 60 GW Offshore-Windenergie im Jahr 2030 und dem ehrgeizigen langfristigen Ziel von 300 GW bis 2050.
[Bearbeitet von Kjeld Neubert]

