Trotz EU-Einigung: Rumänien rechnet mit steigendem Gasverbrauch

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Rumänien rechnet nicht mit einer Verringerung seines Gasverbrauchs und verlässt sich auf seine einheimischen Produktionsquellen, insbesondere mit Blick auf das Jahr 2027. Dann soll das Projekt Neptun Deep die Produktion aufnehmen und Rumänien zum wichtigsten Gasproduzenten in der EU machen. [Shutterstock/AlexLMX]

Nach dem Ausbruch des Krieges in der Ukraine einigte sich die EU darauf, den Bedarf an Gas deutlich zu senken. In Rumänien dürfte der Gasverbrauch in Zukunft jedoch trotzdem ansteigen. Zudem will das Land zu einem der wichtigsten Gasproduzenten in Europa werden.

Rumänien rechnet nicht mit einer Verringerung seines Gasverbrauchs und verlässt sich auf seine einheimischen Produktionsquellen, insbesondere mit Blick auf das Jahr 2027. Dann soll das Projekt Neptun Deep die Produktion aufnehmen und Rumänien zum wichtigsten Gasproduzenten in der EU machen.

Am Montag erzielte der Rat eine politische Einigung über eine Empfehlung zur Fortsetzung der koordinierten Nachfragereduzierung.

Die Einigung des Rates sei eher eine Empfehlung als eine Verpflichtung, da einige europäische Staaten ihre Abhängigkeit von russischem Gas verringern müssten, sagte der rumänische Energieminister Sebastian Burduja.

Burduja rechnet mit einem Anstieg des Gasverbrauchs in Rumänien, sowohl durch die „Reaktivierung der chemischen Düngemittelindustrie als auch durch den Ausbau der Gasverteilungsnetze zur Bevölkerung durch das Anghel-Saligny-Programm.“

Obwohl sich die Versorgungssicherheit in der EU verbessert hat, muss die Nachfrage noch weiter gesenkt werden, um ausreichende Gasvorräte für den kommenden Winter zu gewährleisten.

Die Mitgliedstaaten sind aufgefordert, ihren Gasverbrauch bis zum 31. März 2025 um mindestens 15 Prozent im Vergleich zu ihrem durchschnittlichen Gasverbrauch zwischen dem 1. April 2017 und dem 31. März 2022 weiter zu senken.

Diese Empfehlung wird den Mitgliedstaaten dabei helfen, bis zur Umsetzung der Richtlinien über Energieeffizienz und erneuerbare Energien im Jahr 2025 angemessene Maßnahmen zur Versorgungssicherheit zu ergreifen. Diese Richtlinien werden in naher Zukunft zu einer strukturellen Verringerung der Nachfrage führen und gleichzeitig zur Erreichung der Dekarbonisierungsziele der EU beitragen.

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