Russische Rakete drang in polnischen Luftraum ein

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Der Flugkörper sei um 4:23 Uhr (MEZ) mit einer Geschwindigkeit von 800 Kilometern pro Stunde in den polnischen Luftraum eingedrungen, berichtete die polnische Armee. Nach eigenen Angaben hatte sie bereits um zwei Uhr morgens Signale über den Start von mindestens 13 russischen Bombern mit Raketen erhalten. [Shutterstock/Viacheslav Lopatin]

Ein russischer Marschflugkörper ist während eines nächtlichen Luftangriffs auf die westlichen Regionen der Ukraine kurzzeitig in den polnischen Luftraum eingedrungen. Dies polnische Außenministerium forderte am Sonntag (24. März) eine Erklärung von Russland.

Der Flugkörper sei um 4:23 Uhr (MEZ) mit einer Geschwindigkeit von 800 Kilometern pro Stunde in den polnischen Luftraum eingedrungen, berichtete die polnische Armee. Nach eigenen Angaben hatte sie bereits um zwei Uhr morgens Signale über den Start von mindestens 13 russischen Bombern mit Raketen erhalten.

„Das Objekt trat in der Nähe der Stadt Oserdow (Woiwodschaft Lublin) in den polnischen Luftraum ein und blieb dort für 39 Sekunden“, schrieb die Armee auf der Plattform X. „Während des gesamten Fluges wurde es von militärischen Radarsystemen beobachtet“, hieß es weiter.

Die Rakete flog etwa zwei Kilometer in den polnischen Luftraum, bevor sie in die Ukraine zurückkehrte, so Armeesprecher Jacek Goryszewski. Sie könnte auf die Nachbarregionen der Ukraine gerichtet gewesen sein, fügte der Sprecher hinzu.

Polen werde von Moskau eine Erklärung zu dem Vorfall verlangen, äußerte der Sprecher des Außenministeriums Paweł Wroński in einer Erklärung.

Das Ministerium forderte die Russische Föderation auf, „ihre terroristischen Luftangriffe gegen die Bevölkerung und das Territorium der Ukraine einzustellen, den Krieg zu beenden und die internen Probleme des Landes anzugehen.“

In Bezug auf die erwähnten internen Probleme ging die Erklärung nicht direkt auf den jüngsten Angriff auf die Crocus City Hall in Moskau ein. Am Freitag eröffneten Bewaffnete das Feuer auf die Konzerthalle, töteten mehr als 60 Menschen, verletzten mehr als 100 und entfachten ein Inferno.

Der Sprecher drückte auch sein Mitgefühl für die Opfer der russischen Bombenanschläge und ihre Familien aus. „Polen verurteilt alle Formen von Terrorismus und Versuche, Grenzen mit Gewalt zu verändern“, betonte er.

[Bearbeitet von Kjeld Neubert]

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