Rumänische Armee vertraut auf chinesische Überwachungssysteme

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Zahlreiche Institutionen in Rumänien, darunter der Geheimdienst SRI, die Polizei, die Gendarmerie, der Zoll, die Präfekturen und sogar der Senat, der im Parlamentspalast untergebracht ist, verwenden chinesische Geräte. [Shutterstock/fanjianhua]

Von der rumänischen Armee werden an strategisch wichtigen Orten chinesische Überwachungsgeräte verwendet. In den USA und im Vereinigten Königreich stehen diese unter Spionageverdacht.

Zahlreiche Institutionen in Rumänien, darunter der Geheimdienst SRI, die Polizei, die Gendarmerie, der Zoll, die Präfekturen und sogar der Senat, der im Parlamentspalast untergebracht ist, verwenden chinesische Sicherheitssysteme. Diese stammen von Hikvision, einem chinesischen Unternehmen, das direkt vom kommunistischen Regime in Peking kontrolliert wird, und von Dahua, einem weiteren chinesischen Hersteller von Überwachungsgeräten, wie eine Untersuchung von Radio Free Europe ergab.

Diese beiden Unternehmen verkaufen seit mehreren Jahren Videoüberwachungsanlagen in Rumänien.

In den USA sind diese verboten und in Ländern wie dem Vereinigten Königreich und Australien aus Sicherheitsgründen selbst für die Offline-Nutzung gesperrt. In Rumänien haben die Behörden jedoch keinerlei Beschränkungen für ihre Verwendung erlassen.

Hikvision reagierte auf die Untersuchung mit der Aussage, dass seine Produkte zu keinem Zeitpunkt ein Sicherheitsrisiko dargestellt hätten.

Das rumänische Verteidigungsministerium rechtfertigte seine Beschaffung bei chinesischen Unternehmen mit der Legalität und verweist auf das Fehlen von Beschränkungen auf dem rumänischen Markt. „Es gibt keine Beschränkungen für den Kauf der entsprechenden Produkte auf dem rumänischen Markt.“

Anders als in den USA oder im Vereinigten Königreich gibt es in Rumänien kein Verbot für den Einsatz solcher Kameras, auch nicht in staatlichen Einrichtungen. Das Verteidigungsministerium bestand darauf, dass die chinesische Ausrüstung in den Militäreinheiten nicht mit dem Internet, sondern mit internen sicheren Netzwerken verbunden sei, was die Geheimhaltung der Daten garantiere.

Experten warnen jedoch, dass Offline-Überwachungsgeräte nicht völlig sicher seien. Marian Ghenescu, Spezialist für Videosysteme, wies darauf hin, dass diese Kameras, die wie Minicomputer funktionieren würden, „sowohl unbeabsichtigte als auch beabsichtigte Schwachstellen aufweisen können.“

[Bearbeitet von Kjeld Neubert]

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