Österreich hat 2023 den zweitgrünsten Stromsektor in Europa

Wie das österreichische Umweltministerium am Freitag (5. Januar) mitteilte, wurden im Jahr 2023 gut 87 Prozent des österreichischen Stroms aus erneuerbaren Energien erzeugt, gegenüber 78 Prozent im Jahr 2022. [Shutterstock/Dancing_Man]

Nach einem rekordverdächtigen Ausbau der Solarzellen hat Österreich im Jahr 2023 rund 87 Prozent seines Stroms aus erneuerbaren Energiequellen erzeugt. Damit folgt es in der EU-Rangliste knapp dem Spitzenreiter Luxemburg.

Ein Großteil des österreichischen Stroms stammt traditionell aus Wasserkraft, dank Dutzender großer Kraftwerke entlang der Flüsse des Landes. In den letzten Jahren hat jedoch der zusätzliche Strom aus „neuen“ erneuerbaren Energien wie Wind und Sonne dazu beigetragen, die konventionellen Strukturen zu erweitern.

Wie das österreichische Umweltministerium am Freitag (5. Januar) mitteilte, wurden im Jahr 2023 gut 87 Prozent des österreichischen Stroms aus erneuerbaren Energien erzeugt, gegenüber 78 Prozent im Jahr 2022.

Nur Luxemburg war mit 89 Prozent noch besser, während Litauen mit 81 Prozent an dritter Stelle liegt.

Die Regierung führte die große Veränderung auf den starken Anstieg der Solarenergie zurück, die sich mehr als verdoppelt hat und nun 4,4 Prozent des Stroms im Land liefert. Windkraftanlagen erzeugen inzwischen mehr als 15 Prozent des Stroms.

Bis 2030 will Österreich 100 Prozent seines Stroms aus erneuerbaren Energiequellen gewinnen. Das Land ist auch in Brüssel zu einem Vorbild für den Sektor geworden. Es gründete die informelle Gruppe „Freunde der erneuerbaren Energien“ für EU-Staaten, der fast ein Dutzend Mitgliedstaaten angehören.

Paris, das eine ähnliche Gruppe für die Atomkraft ins Leben gerufen hat, liegt seit langem mit Wien im Streit über die Rolle der Atomkraft bei den Bemühungen der EU, ihre Klimaziele zu erreichen.

[Bearbeitet von Kjeld Neubert]

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