Nord Stream: Dänemark stellt Ermittlungen ohne Angabe von Gründen ein

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In einer am Montag (26. Februar) veröffentlichten Pressemitteilung erklärte die dänische Polizei, dass sie ihre Ermittlungen zu den Explosionen, die die Pipelines Nord Stream 1 und 2 zwischen Russland und Deutschland beschädigten, eingestellt habe. [EPA-EFE/HANNIBAL HANSCHKE]

Knapp einen Monat nach Schweden stellen auch die dänischen Behörden ihre Ermittlungen im Zusammenhang mit den Explosionen von Nord Stream 1 und 2 ein. Damit untersucht nur noch Deutschland den Fall weiterhin.

In einer am Montag (26. Februar) veröffentlichten Pressemitteilung erklärte die dänische Polizei, dass sie ihre Ermittlungen zu den Explosionen, die die Pipelines Nord Stream 1 und 2 zwischen Russland und Deutschland beschädigten, eingestellt habe.

„Es besteht auch die Einschätzung, dass es keine Grundlage für die Fortsetzung von strafrechtlichen Verfahren in Dänemark gibt“, teilten die Kopenhagener Polizei und der dänische Geheimdienst mit.

Anfang dieses Monats gab auch die schwedische Polizei bekannt, dass sie ihre Ermittlungen mangels Zuständigkeit eingestellt hat.

Weder die Kopenhagener Polizei noch der Geheimdienst waren zu einem Interview bereit, um die Gründe zu erläutern. Der Öffentlichkeit werden die detaillierten Überlegungen nicht zugänglich gemacht.

Im September 2022 wurde bei Nord Stream 2 in der Ostsee, etwa 20 Kilometer südlich der dänischen Insel Bornholm, eine Explosion registriert. Eine weitere Explosion wurde am selben Tag an der ersten Nord-Stream-Pipeline registriert.

Nord Stream 2 war noch nicht in Betrieb, aber beide Leitungen waren mit Gas gefüllt. Russland hatte das Gas in Nord Stream 1 abgestellt, dessen zwei Leitungen seit 2011 in Betrieb waren.

Nach den Sabotageanschlägen beschlossen Dänemark, Schweden und Deutschland, getrennte Ermittlungen einzuleiten.

Die schwedischen und dänischen Ermittlungen wurden nun eingestellt, nur die deutsche Untersuchung ist noch nicht abgeschlossen.

[Bearbeitet von Kjeld Neubert]

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