Neue Gigafabrik für Batterien in Tschechien: Investor bleibt noch geheim

Art des Inhalts:

Nachrichten Auf der Grundlage von Fakten, die entweder vom Journalisten aus erster Hand beobachtet und überprüft wurden oder von sachkundigen Quellen berichtet und überprüft wurden.

Das Projekt werde voraussichtlich neue Arbeitsplätze schaffen, zur Energiesicherheit beitragen und die Wettbewerbsfähigkeit der Tschechischen Republik erhöhen, meinte Ministerpräsident Petr Fiala (ODS/EKR) nach der Kabinettssitzung vom Mittwoch. [Shutterstock/IM Imagery]

Die tschechische Regierung hat am Donnerstag (8. März) Pläne für den Bau einer Gigafabrik zur Herstellung von Batterien für Elektroautos in der Region Karviná bekannt gegeben. Ein ausländischer Investor, dessen Name nicht genannt wurde, soll 7,9 Milliarden Euro in das Projekt investieren.

Das Projekt werde voraussichtlich neue Arbeitsplätze schaffen, zur Energiesicherheit beitragen und die Wettbewerbsfähigkeit der Tschechischen Republik erhöhen, meinte Ministerpräsident Petr Fiala (ODS/EKR) nach der Kabinettssitzung vom Mittwoch.

Er lehnte es ab, weitere Einzelheiten über die Investition zu nennen. Die Vereinbarung mit dem Investor erlaube es ihm nicht, den Namen des Unternehmens bekannt zu geben.

Industrie- und Handelsminister Jozef Síkela (STAN/EVP) betonte jedoch, dass es sich um ein großes Unternehmen aus einem demokratischen Staat handele, mit dem die Tschechische Republik seit langem gute Beziehungen pflege.

Laut der Website iRozhlas.cz stehen die Bürgermeister der umliegenden Gemeinden dem Projekt skeptisch gegenüber. Der Bürgermeister von Dolní Lutyně, Pavel Buzek (STAN/EVP), erklärte, er wisse zwar, dass seine Gemeinde als Standort für eine strategische Fabrik in Betracht gezogen werde, habe aber keine weiteren Informationen zu diesem Thema.

„Das wird das Dorf sicherlich spalten, einige werden dafür sein, andere dagegen. […] Wir wissen, dass etwas in der Pipeline ist, aber wir wissen nicht, was. Wenn die Regierung es genehmigt, wissen wir wenigstens, woran wir sind“, sagte Buzek. Gleichzeitig räumt er ein, dass die Region strategische Investitionen braucht, ohne die sie in große Schwierigkeiten geraten könnte.

Die tschechische Regierung verhandelte lange Zeit mit Volkswagen über den Bau einer Gigafabrik in einem anderen Teil der Tschechischen Republik. Es kam jedoch letztendlich zu keiner Einigung.

Volkswagen hat bereits beschlossen, drei Gigafabriken in Deutschland, Spanien und Kanada zu bauen. Ende letzten Jahres erklärte das Unternehmen, dass es angesichts der Marktsituation, einschließlich der langsameren Verbreitung von Elektroautos in Europa, vorerst keine wirtschaftlichen Gründe für die Entscheidung über weitere Standorte gebe.

[Bearbeitet von Kjeld Neubert]

Abonnieren Sie unsere Newsletter

Abonnieren