EU will Plan zur Bekämpfung von Dürre und Wassermangel vorlegen

Am Dienstag wird die portugiesische Landwirtschaftsministerin Maria do Céu Antunes (Bild) beim Rat der EU-Agrarminister den Plan "ReWaterEU" vorstellen, um auf das Problem der Dürre und Wasserknappheit in der EU zu reagieren, wie aus einem Dokument hervorgeht, das Lusa vorliegt. [EPA-EFE/STEPHANIE LECOCQ/ POOL]

Die portugiesische Landwirtschaftsministerin Maria do Céu Antunes erklärte am Montag, dass man auf die drohende Wasserknappheit reagieren müsse. Deshalb will die EU-Kommission einen eigenen Plan vorlegen, um die Wasserverfügbarkeit zu fördern. 

Am Dienstag wird die portugiesische Landwirtschaftsministerin beim Rat der EU-Agrarminister den Plan „ReWaterEU“ vorstellen, um auf das Problem der Dürre und Wasserknappheit in der EU zu reagieren, wie aus einem Dokument hervorgeht, das Lusa vorliegt.

„ReWaterEU“ soll dazu beitragen, die Anfälligkeit der EU für die Auswirkungen des Klimawandels auf die Wasserressourcen zu verringern. Dazu soll der Zugang zu Wasser für die öffentliche Versorgung in Bezug auf Menge und Qualität zu fairen Preisen sowie die Verfügbarkeit von Wasser für die Landwirtschaft, den Tourismus und die Industrie sowie der Schutz der verschiedenen Ökosysteme gewährleistet werden.

Im Hinblick auf die Bewirtschaftung der Wasserressourcen schlägt die Regierung Maßnahmen wie die Verringerung der Wasserverluste in den Verteilungssystemen, die Optimierung der Speicher- und Transportinfrastrukturen, die Wiederverwendung von Wasser für nicht trinkbare Zwecke im städtischen, touristischen, industriellen und landwirtschaftlichen Bereich sowie Investitionen in Entsalzungsanlagen vor.

Der Plan soll durch EU-Mittel und private Investitionen finanziert werden.

Im März wird die Europäische Kommission eine Water Resilience Initiative starten, die eine Reihe von Sofortmaßnahmen umfasst und eine öffentliche Debatte darüber anstoßen wird, wie die Widerstandsfähigkeit der Wasserwirtschaft erreicht werden kann.

Nach Angaben der Europäischen Dürrebeobachtungsstelle, auf die sich der portugiesische Vorschlag bezieht, befinden sich etwa 42 Prozent des europäischen Kontinents im Warnzustand und etwa acht Prozent im Alarmzustand. Besonders besorgniserregend ist das Szenario im Süden der EU, der von schweren und langanhaltenden Dürren geplagt wird.

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