EU-Wahlen entscheidend für Führung der schwedischen Zentrumspartei

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Im Vorfeld der Europawahlen erlebt die oppositionelle Zentrumspartei (Renew Europe) wachsende interne Spannungen. Die Ergebnisse der Partei in Meinungsumfragen haben sich seit den letzten Parlamentswahlen im Jahr 2022 stetig verschlechtert. [EPA-EFE/Maja Suslin]

Die Europawahlen im Juni dieses Jahres werden für die Führung der oppositionellen schwedischen Zentrumspartei von entscheidender Bedeutung sein. Die Partei sieht sich mit extrem niedrigen Umfragewerten konfrontiert und hat keine bekannten Gesichter auf ihrer EU-Wahlliste. 

Im Vorfeld der Europawahlen erlebt die oppositionelle Zentrumspartei (Renew Europe) wachsende interne Spannungen. Die Ergebnisse der Partei in Meinungsumfragen haben sich seit den letzten Parlamentswahlen im Jahr 2022 stetig verschlechtert.

Innerhalb der Partei werden die Europawahlen nun als entscheidend für die zukünftige Parteispitze angesehen.

„Wenn die Dinge diesen Sommer nicht gut laufen, wird es Diskussionen über einen Rücktritt geben“, sagte eine Quelle, die von der schwedischen Zeitung Aftonbladet am Montag zitiert wurde.

Das Abrutschen der Zentrumspartei in den Umfragen hält seit den Parlamentswahlen 2022 an, bei denen die Partei nur sechs Prozent erreichte. Seit dem Rücktritt der ehemaligen Parteivorsitzenden Annie Lööf im Jahr 2023 hat sich die Lage noch verschlechtert. 

Nach etwas mehr als einem Jahr unter der Führung von Muharrem Demirok liegt die Partei laut einer Demoskop-Umfrage vom März 2024 mit 3,3 Prozent extrem niedrig – ein Trend, den schwedische politische Kommentatoren weitgehend auf Demiroks Führung zurückführen, die als nicht ausreichend angesehen wird, um die Partei wiederzubeleben.

Ein weiteres großes Problem für die Zentrumspartei im Vorfeld der Europawahlen ist, dass die Spitzenkandidatin der Partei im Wahlkampf, die Europaabgeordnete Emma Wiesner, den Wählern weitgehend unbekannt ist.

Eine Umfrage von SR/Indikator Opinion im März ergab, dass sieben von zehn schwedischen Wählern sie nicht kennen. Außerdem gaben nur sieben Prozent der Befragten an, dass sie der Europaabgeordneten der Zentrumspartei vertrauen – ein vernichtendes Urteil für die Partei, die ohnehin schon wenig Vertrauen genießt.

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