Kritische Rohstoffe gelten bei vielen als das Öl des 21. Jahrhunderts, denn die klimaneutralen Industrien brauchen große Mengen an Rohstoffen wie Lithium, Seltenen Erden oder Kobalt. Die USA und die EU machen nun einen Vorstoß, um den Zugang zu diesen Rohstoffen in Entwicklungsländern besser abzusichern.
24 Staaten des globalen Südens wurden eingeladen, am Freitag an der Eröffnungsveranstaltung der neuen Partnerschaft für Mineralen teilzunehmen. Die Initiative wurde von den USA und der EU ins Leben gerufen, um die Lieferketten bei kritischen Rohstoffen zu stärken.
Bislang fehlten aber bei der Partnerschaft insbesondere die ressourcenreichen Entwicklungsländer. Mit dem Treffen am Freitag soll hier das erste Fundament gelegt werden, um auch diese Länder mit ins Boot zu holen.
Von Seiten der EU soll mit der Initiative die Abhängigkeit von einzelnen Staaten vermindert werden. Denn gerade China hat bei dem Abbau und der Verarbeitung von vielen kritischen Rohstoffen bislang eine quasi Monopolstellung inne.
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Energie & Umwelt
EU leitet Subventionsuntersuchung gegen chinesische Solarunternehmen ein. Chinesische Solarunternehmen stehen im Verdacht, durch Dumping Preise die europäische Konkurrenz zu unterbieten. Die EU-Kommission hat nun diesbezüglich eine Untersuchung eingeleitet. Weiterlesen.
Wirtschaft & Verkehr
BusinessEurope-Chef kritisiert jahrelange Wachstumsschwäche. Die Wachstumsschwäche Europas beunruhige Unternehmen und Gewerkschaften gleichermaßen, so Markus Beyrer, Chef von Europas größter Unternehmenslobby in einem Interview mit Euractiv am Mittwoch (3. März). Ein Rückgang von Arbeitsplätzen im verarbeitenden Gewerbe sei europaweit zu beobachten. Mehr dazu hier.
Nach Inflationsrückgang: Hoffnungen auf Zinssenkungen durch EZB mehren sich. Die Inflation in der Eurozone hat die Erwartungen der Analysten übertroffen. Die Gesamtinflation fiel im März auf den niedrigsten Stand seit drei Jahren und die Kerninflation auf den niedrigsten Stand seit zwei Jahren. Dies nährt Hoffnungen auf Zinssenkungen. Lesen Sie mehr.
Verkehrssektor als „Sorgenkind“ der Klimawende. Der Verkehrssektor dürfte auch weiterhin das Sorgenkind der europäischen Klimawende bleiben. Jüngsten Prognosen zufolge könnte er bis 2030 für 44 Prozent der gesamten Treibhausgasemissionen verantwortlich sein. Den Artikel zum Thema finden Sie hier.
Landwirtschaft & Gesundheit
Bauernproteste: EU-Staaten stellen Milliarden Euro an Subventionen bereit. Um die Auswirkungen des russischen Angriffskrieges auf die europäischen Landwirte abzufedern, haben die EU-Staaten in den letzten Jahren Milliardenbeträge ausgegeben. Insbesondere im Zuge der Bauernproteste haben sich diese Subventionen nochmal erhöht. Weiterlesen.
EU zu Vogelgrippe: Verbreitung bei Menschen unwahrscheinlich. In den USA hat sich ein Milchbauer bei seinen Rindern mit der hochgefährlichen Vogelgrippe angesteckt. Zwar schätzt die EU-Kommission das Gefahrenpotenzial auch weiterhin gering ein, rät aber trotzdem zur Wachsamkeit. Alle Einzelheiten finden Sie hier.
Rundblick Europa
NATO will Plan zur Unterstützung der Ukraine bis Juli fertigstellen. Die NATO-Bündnismitglieder prüfen derzeit, ob sie eine größere Rolle bei der Koordinierung von militärischen Hilfslieferungen an die Ukraine übernehmen können. Zudem sollen dem Land neue Finanzierungsmöglichkeiten angeboten werden. Mehr Infos finden Sie hier.
Französische Linkspartei deutet bei NATO Richtungswechsel an. Die französische Linkspartei La France Insoumise (LFI) gilt als einer der härtesten Kritiker der NATO. Im Bündnisfall sollte man aber trotzdem militärischen Beistand leisten, sagte die Spitzenkandidatin Manon Aubry am Mittwoch (3. April). Mehr Infos finden Sie hier.
Wirtschaftsminister warnt: Italien wird EU-Defizitverfahren auslösen. Italien werde mit Sicherheit das EU-Verfahren bei einem übermäßigen Defizit auslösen, sagte der italienische Wirtschaftsminister Giancarlo Giorgetti am Mittwoch (3. April). Gleichzeitig schloss er aus, nach den Europawahlen im Juni das Amt eines EU-Kommissars zu übernehmen. Mehr dazu hier.
Paraguays Handelsminister: Unterzeichnung von Mercosur liegt in europäischer Hand. In den komplexen und langwierigen Verhandlungen über das Handelsabkommen zwischen der EU und dem Mercosur liege es nun an der EU, sich zu einigen. Als Haupthindernis für eine rasche Einigung sieht der paraguayische Industrie- und Handelsminister die strengen europäischen Umweltvorschriften. Weiterlesen.
Polnische Landwirte besetzen Landwirtschaftsministeriums vergebens. Die protestierenden Bauern verließen das Gebäude des polnischen Landwirtschaftsministeriums, das sie seit Dienstag (2. April) besetzt hielten, ohne Ergebnis. Die Landwirtschaft ist weiterhin frustriert, dass die Regierung nicht angemessen auf ihre Forderungen eingeht. Weiterlesen.
Frankreich: Lebensmittelsouveränität und Umweltschutz wird auf eine Stufe gestellt. Nach einem Versprechen an die protestierenden Landwirte hat Paris einen neuen Entwurf des Landwirtschaftsgesetzes vorgelegt. Dieser konzentriert sich auf die Lebensmittelsouveränität und macht sie zu einer Priorität der EU und der nationalen Politik. Mehr dazu.
Bulgarien nutzt Transitsteuer auf russisches Gas um Österreich zu bestrafen. Sofia hat eine spezielle Gassteuer auf den Transport von russischem Gas durch die Gasleitung Turkish Stream eingeführt. Damit soll Österreich für seinen Widerstand gegen den bulgarischen Schengen-Beitritt bestraft werden. Weiterlesen.
Rumänien plant militärische Auslandseinsätze für im Ausland lebende Bürger. Rumänien könnte bald Truppen jenseits seiner Grenzen einsetzen, um rumänische Bürger im Ausland zu schützen. Dies geht aus einem Entwurf hervor, der, falls er angenommen wird, das nationale Verteidigungsgesetz ändern würde. Mehr Infos finden Sie hier.

