EU-Kommission genehmigt Staatshilfen für rumänische Häfen

Die staatliche Beihilfe soll bis zum 31. Dezember 2024 gelten und sich auf 126 Millionen Euro belaufen. Ihr Hauptziel ist es, die Handelsverbindungen zwischen Rumänien und der Ukraine zu erleichtern und zu stärken. [Shutterstock/Romano Calabrese]

Rumänische Häfen, die aufgrund des Krieges in der Ukraine mit einem Anstieg von Handelsströmen aus dem Land konfrontiert sind, dürfen nach einer Genehmigung der EU-Kommission zusätzliche Staatshilfen erhalten, wie am Donnerstag bekannt wurde.

Die staatlichen Beihilfen soll bis zum 31. Dezember 2024 gelten und sich auf 126 Millionen Euro belaufen. Ihr Hauptziel ist es, die Handelsverbindungen zwischen Rumänien und der Ukraine zu erleichtern und zu stärken. Dies steht im Einklang mit den Zielen, die im EU-Aktionsplan für solidarische Verkehrswege festgelegt sind.

Der Entscheidung der Kommission zufolge wird die Beihilfe in Form von Zuschüssen ausgezahlt und zum Teil aus dem EU-Kohäsionsfonds finanziert. Die einzelnen Beträge belaufen sich auf bis zu zehn Millionen Euro. Hauptempfänger dieser finanziellen Unterstützung sind Logistikunternehmen, die in rumänischen See- und Binnenhäfen an der Ostgrenze der EU tätig sind.

Zu den besonders förderungswürdigen Empfängern gehören Constanța, Galați und Giurgiu sowie wichtige Wasserstraßen wie der Donau-Schwarzmeer-Kanal und der Sulina-Kanal. Auch die sogenannten „Satellitenhäfen“ Constanța-Midia und Mangalia sind für eine Unterstützung vorgesehen.

Die rumänischen Häfen sind für den ukrainischen Warenverkehr von entscheidender Bedeutung. Seit Ausbruch des Krieges im Februar 2022 hat der Handel zugenommen.

So hat der Schwarzmeerhafen Constanța im Jahr 2023 eine Rekordmenge von 36 Millionen Tonnen Getreide verschifft. Dies entspricht einem Anstieg von 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Anteil der ukrainischen Transporte an der Gesamtmenge beträgt rund 40 Prozent. Das erklärte die Hafenbehörde gegenüber Reuters.

Die Ukraine, für die Constanța die wichtigste alternative Exportroute ist, verschiffte 2023 rund 14 Millionen Tonnen Getreide, gegenüber 8,6 Millionen im Jahr 2022.

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