Der russische Botschafter Valeri Kuzmin wurde am Donnerstag (14. Dezember) vom rumänischen Außenministerium einbestellt. Anlass war der jüngste Absturz einer russischen Drohne auf rumänischem Staatsgebiet in der Nacht.
Nach einer nächtlichen Untersuchung vor Ort meldeten Teams des Verteidigungsministeriums und des Innenministeriums einen 1,5 Meter tiefen Krater, der auf den unkontrollierten Absturz einer Drohne zurückzuführen ist. Die Drohne wurde vermutlich für einen Angriff auf die ukrainische Hafeninfrastruktur eingesetzt.
Die rumänischen Behörden haben die NATO umgehend über die Situation informiert.
Als Reaktion auf die anhaltenden russischen Drohnenangriffe auf die ukrainische Hafeninfrastruktur nahe der ukrainisch-rumänischen Grenze führten F-16-Flugzeuge der rumänischen Luftwaffe und Eurofighter Typhoon-Flugzeuge der deutschen Luftwaffe Kontrollflüge durch.
Das rumänische Außenministerium richtete daraufhin scharfe Kritik an Botschafter Kusmin und bestellte diesen ein.
„Dies ist eine erneute Verletzung des rumänischen Luftraums, die gegen das Völkerrecht verstößt“, erklärte das Ministerium und forderte ein Ende der wiederholten Angriffe auf die ukrainische Bevölkerung und zivile Infrastruktur.
Dieser Vorfall gehört zu einer Reihe ähnlicher Vorfälle in der Nähe der rumänischen Grenze zur Ukraine in den letzten Monaten.
[Bearbeitet von Kjeld Neubert]

