Deutsche Unternehmen in Rumänien erwarten Konjunkturflaute

Deutsche Unternehmen mit Investitionen in Rumänien sind pessimistischer geworden, was die Zukunft des Landes angeht, da sich die wirtschaftlichen Bedingungen in diesem Herbst verschlechtert haben, so das Ergebnis der Umfrage. [Shutterstock/motioncenter]

Deutsche Unternehmen, die in Rumänien tätig sind, erwarten eine Verlangsamung der Wirtschaft im Land. Dies geht aus einer am Montag veröffentlichten Umfrage der Deutsch-Rumänischen Industrie- und Handelskammer hervor.

Deutsche Unternehmen mit Investitionen in Rumänien sind der Befragung zufolge pessimistischer geworden, was die Zukunft des Landes angeht, vor allem angesichts verschlechterter wirtschaftlichen Bedingungen in diesem Herbst.

Zu den wichtigsten Faktoren, die zu dem negativen Ausblick beitragen, gehören der Umfrage zufolge die durch geopolitische Risiken verursachte Unsicherheit, ein Nachfragerückgang bei hoher Inflation und hohen Zinsen sowie die Besorgnis über den Mangel an qualifizierten Arbeitskräften und die Erhöhung der Lohnkosten.

Nur 17,1 Prozent der befragten Unternehmen gehen davon aus, dass sich die wirtschaftliche Lage in Rumänien in den nächsten 12 Monaten verbessern wird. Im Frühjahr waren es noch 22 Prozent.

Im Gegensatz dazu glauben 44,7 Prozent, dass sich die wirtschaftliche Lage verschlechtern wird. Das ist ein deutlicher Anstieg gegenüber 26 Prozent im Frühjahr 2023. Weitere 38 Prozent erwarten, dass die Situation unverändert bleibt.

Von denjenigen, die Investitionen in Erwägung ziehen, planen 47,7 Prozent, in Produktion und Fertigung sowie in Vertrieb und Marketing zu investieren.

Während die Zahl der Beschäftigten in den meisten Unternehmen stabil bleibt, ist der Anteil der Unternehmen, die neue Mitarbeiter einstellen wollen, deutlich gesunken (26,7 Prozent im Vergleich zu 41,7 Prozent im Frühjahr).

Die deutschen Unternehmen in Rumänien betrachten die geringe Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen (63 Prozent), den Mangel an qualifiziertem Personal (61 Prozent) und die Arbeitskosten (51 Prozent) als die größten Risiken.

Darüber hinaus sind 43 Prozent der Befragten besorgt über das politisch-wirtschaftliche Umfeld, einschließlich der mangelnden Vorhersehbarkeit aufgrund der häufigen Gesetzesänderungen, sowohl in der Steuergesetzgebung als auch in der internationalen wirtschaftlichen und geopolitischen Landschaft. Ein plötzlicher Rückgang der Kundennachfrage wird ebenfalls als Herausforderung genannt.

„Trotz der Herausforderungen und Risiken sind die Aussichten für deutsche Unternehmen in Rumänien und für die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen gut. Ich glaube, dass Rumänien weiterhin neue Investitionen anziehen wird“, sagte Sebastian Metz, Generaldirektor der AHK Rumänien.

Es brauche ein „unternehmensfreundliches, wettbewerbsfähiges und vor allem vorhersehbares wirtschaftliches Umfeld“, fügte er hinzu.

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