Auf einen Kaffee mit EU-Ombudsfrau Emily O’Reilly

Noch einmal fünf Jahre: Die Europäische Bürgerbeauftragte bzw. Ombudsfrau Emily O’Reilly bewirbt sich für eine weitere Amtszeit.

Die Kandidatinnen und Kandidaten werden am 3. Dezember vom Petitionsausschuss des EU-Parlaments öffentlich befragt. Darauf folgt dann eine Abstimmung im Plenum, wahrscheinlich während der Straßburger Sitzungswoche im Dezember.

O’Reilly gilt als renommierte Journalistin mit dem Ruf, auch angesichts mächtiger Interessengruppen faktenbasiert zu berichten.

Während sie für eine britische Zeitschrift arbeitete, traf sich die Irin mit dem berühmt-berüchtigten IRA-Führer Gerry Adams und dokumentierte die Veränderungen in den nordirischen „Troubles“, als der Friedensprozess sich immer weiter entwickelte.

Heute ist das Vokabular über die Gewalt auf der irischen Insel für O’Reilly einer nuancierteren Art von Verhandlungen in Europa gewichen. Als Ombudsfrau nimmt sie Beschwerden entgegen und setzt sich vor allem für mehr Transparenz der EU-Institutionen ein.

Im Interview betont sie, dass dies erneut das Herzstück ihrer Aufgaben sein würde, wenn sie vom EU-Parlament für eine weitere Amtszeit eingesetzt werden sollte.

Im Gespräch mit Brian Maguire von EURACTIV.com geht die Ombudsfrau auch der Frage nach, ob ihre aktuelle Position von einem Anwalt besetzt werden sollte, wie viele Beobachter fordern – oder ob die 84 Richterinnen und Richter im EU-Gerichtshof nicht ausreichend seien, wie O’Reilly befindet, und der Job von einer (Ex-) Journalistin mit Blick für die Fakten gemacht werden sollte.

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