Tsipras: Griechenland kann im August 2018 aus dem Rettungsprogramm aussteigen

Griechenlands Premier Alexis Tsipras will die Sparpolitik mittelfristig beenden. [GUE/NGL/Flickr]

Der griechische Premierminister Alexis Tsipras hat am Montag erklärt, der Plan seiner Regierung für die Sanierung des öffentlichen Haushalts funktioniere und das Land könne im August 2018 aus dem bestehenden Rettungsprogramm aussteigen.

Laut griechischen Presseberichten zeigte sich Tsipras zuversichtlich, über das dritte Rettungsprogramm. Es werde bald abgeschlossen und die Forderungen der Geldgeber, die derzeit verhandelt werden, würden „keine Überraschungen“ bieten.

„Unsere Pläne tragen jetzt Früchte […] Das Land wird im August aus den Programmen aussteigen. Auch diejenigen, die in der Vergangenheit zurückhaltend darauf reagiert haben, werden das so sehen,“ wird der Premierminister zitiert.

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Derweil hat das Direktorium des Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) eine Teilzahlung von 800 Millionen Euro als Teil des zweiten Hilfspakets für Griechenland angekündigt. Mit diesem Geld sollen die ausstehenden Schulden der griechischen Regierung bei privatwirtschaftlichen Gläubigern beglichen werden.

„Ich freue mich, zu sehen, dass die griechische Regierung weiterhin ihre Zahlungsrückstände begleichen will. Diese Rückstände haben sich in den vergangenen Monaten verringert, und Griechenland hat die im Hilfsprogramm gesetzten Ziele übertroffen. Das sollte einen positiven Einfluss auf die Wirtschaft des Landes haben,“ erklärte Klaus Regling, der geschäftsführende Direktor des ESM. Weiter sagte Regling, er hoffe, dass die laufende Überprüfung des aktuellen Rettungsprogrammes „zeitnah“ abgeschlossen werden könne.