Touristen meiden Frankreich wegen „Gelbwesten“-Protesten

Die Übernachtungen ausländischer Touristen in Hotels gingen landesweit um 3,4 Prozent zurück. Besonders stark war der Effekt im Großraum Paris, wo es 4,6 Prozent weniger Hotelübernachtungen gab. [EPA-EFE]

Wegen der „Gelbwesten“-Proteste meiden offenbar viele Touristen Frankreich: Zwischen Januar und März sank die Zahl der Übernachtungen ausländischer Besucher um 4,8 Prozent, wie das Statistikamt Insee am Donnerstag in Paris mitteilte. Im vergangenen Jahr hatten die Statistiker noch einen Rekord verzeichnet.

Macron legt Maßnahmenpaket für sozialen Frieden vor

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat ein Maßnahmenpaket angekündigt, um die Proteste der Gelbwesten zu beruhigen.

Die Übernachtungen ausländischer Touristen in Hotels gingen demnach landesweit um 3,4 Prozent zurück. Besonders stark war der Effekt im Großraum Paris, wo es 4,6 Prozent weniger Hotelübernachtungen gab. Es gebe „wahrscheinlich eine Verbindung mit der Sozialbewegung der Gelbwesten“, erklärten die Statistiker.

Dafür spricht auch, dass die französischen Skigebiete entgegen dem Trend zulegten. Sie verzeichneten 4,2 Prozent mehr Hotelübernachtungen von Ausländern.

Die „Gelbwesten“ demonstrieren seit fast sechs Monaten gegen die Politik von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron. Dabei kommt es häufig zu Zusammenstößen mit der Polizei. Für den kommenden Samstag sind neue Proteste angekündigt.

Frankreichs Gelbwesten verbünden sich mit Rechtsextremen

Eine der aus der „Gelbwesten“-Bewegung hervorgegangenen EU-Wahllisten ist offiziell ein Bündnis mit den rechtsextremen „Les Patriotes“ eingegangen.

 

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