Terrorismusbekämpfung: Polizei in Europa rückt zusammen

Die europäische Polizeibehörde Europol soll ein sogenanntes Operational Steering Board einrichten. [Foto: (c) dpa]

Die Polizei in Europa will Informationen schneller austauschen und Informationssysteme besser vernetzen – koordiniert von der europäischen Polizeibehörde Europol.

Die Polizei in Europa will bei der Terrorismusbekämpfung stärker zusammenarbeiten. Auf einer Konferenz in Berlin sprachen sich die Polizeichefs der EU-Mitgliedstaaten, Norwegens sowie der Schweiz dafür aus, die Terrorismusbekämpfung bei der europäischen Polizeibehörde Europol stärker zu koordinieren, wie das Bundeskriminalamt (BKA) am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Dazu solle das European Counter Terrorism Centre (ECTC) von Europol „zu einem zentralen Servicedienstleister für die Mitgliedstaaten“ ausgebaut werden.

BKA-Chef Holger Münch verwies zur Begründung auf die anhaltende Bedrohungslage: „Die jüngsten Anschläge in Europa haben gezeigt, dass insbesondere der Informationsaustausch weiter beschleunigt und die europäischen Informationssysteme besser vernetzt werden müssen.“ Die Terrorismusbekämpfung könne „nur erfolgreich sein, wenn alle europäischen Sicherheitsbehörden eng und noch stärker als bisher von zentraler Stelle koordiniert zusammenarbeiten“, fügte Münch hinzu.

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Die EU will potenziellen Terroristen künftig schneller und effizienter auf die Spur kommen.

Bei Europol solle Münch zufolge deshalb ein sogenanntes Operational Steering Board eingerichtet werden. Die Leiter der Terrorismusabwehrabteilungen der nationalen Zentralstellen soll darin dann die Arbeit des ECTC strategisch gestalten und koordinieren.

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