Serbien und Kosovo setzen auf Deeskalation

Der frühere Untergrundkämpfer Haschim Thai wurde im April 2017erneut als Präsident des Kosovo vereidigt [Foto: dpa]

Serbien und Kosovo wollen ihre Spannungen abbauen. Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini zeigte sich ermutigt von den Gesprächen.

Angesichts der jüngsten Spannungen wollen Serbien und das Kosovo die Bemühungen um eine Normalisierung ihrer Beziehungen verstärken. Darauf verständigten sich am Dienstagabend in Brüssel Kosovos Staatschef Hashim Thaci und Regierungschef Isa Mustafa mit ihren serbischen Kollegen Tomislav Nikolic und Aleksandar Vucic. Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini zeigte sich ermutigt von den Gesprächen: Beide Seiten hätten „vereinbart, ihre Spannungen hinter sich zu lassen und sich auf die vor ihnen liegende Arbeit zu konzentrieren“, sagte sie.

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Die Normalisierung der Beziehungen zwischen Pristina und Belgrad ist Voraussetzung für den von Serbien angestrebten Beitritt zur Europäischen Union. Auch das Kosovo strebt die Aufnahme in die EU an. Die Gespräche über eine Normalisierung des Verhältnisses beider Seiten begannen 2011. Zuletzt hatten die Beziehungen jedoch einen neuen Tiefpunkt erreicht.

Die zu mehr als 90 Prozent von ethnischen Albanern bewohnte ehemalige serbische Provinz war nach dem Kosovo-Krieg der Jahre 1998 und 1999, bei dem 13.000 Menschen starben, unter internationale Verwaltung gestellt worden. Im Jahr 2008 erklärte sich das Kosovo einseitig für unabhängig von Serbien.

Die serbische Regierung und die Kosovo-Serben erkennen die Unabhängigkeit jedoch nach wie vor nicht an. Das 1,8-Millionen-Einwohner-Land wird jedoch von meh als hundert Staaten anerkannt, darunter die meisten EU-Länder und die USA.

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