Schottlands Regierungschefin rechnet mit Unabhängigkeit bis 2025

Die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon will in der EU bleiben. [Foto: EU Kommission]

Die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon rechnet mit der Unabhängigkeit Schottlands bis 2025.

Auf eine entsprechende Frage in einem gestern ausgestrahlten Interview mit dem Sender ITV sagte sie: „Schottland wird unabhängig, ja, aber das entscheiden die Schotten.“ Ihre Schottische Nationalpartei (SNP) wird Umfragen zufolge bei der Unterhauswahl am Donnerstag die stärkste politische Kraft in Schottland bleiben, aber einige Mandate abgeben müssen.

Sturgeon strebt nach dem Votum der Briten für einen EU-Austritt ein neues Unabhängigkeitsreferendum an. Die Schotten hätten sich im vergangenen Jahr mehrheitlich für einen Verbleib des Vereinigten Königreichs in der EU ausgesprochen, argumentiert sie.

May: "Nicht der richtige Augenblick" für Schottland-Referendum

Einen Tag vor dem Votum des schottischen Parlaments über ein neues Referendum zur Unabhängigkeit Schottlands von Großbritannien hat die britische Premierministerin Theresa May ihre Ablehnung bekräftigt.

Die Debatte um eine Loslösung Schottlands vom Vereinigten Königreich war nach dem Brexit-Referendum vom vergangenen Juni erneut aufgekommen. Während die Gesamtheit der britischen Wähler mehrheitlich für den Austritt Großbritanniens aus der EU stimmte, votierten in Schottland 62 Prozent der Wähler für den Verbleib. Unabhängigkeitsbefürworter argumentieren nun, ein unabhängiges Schottland könne Mitglied der EU werden.

Brief europäischer Politiker: Schottland in der EU "höchst willkommen"

50 europäische Politiker setzen sich in einem offenen Brief dafür ein, Schottland in einem „raschen, reibungslosen und geordneten“ Übergangsverfahren zur vollwertigen EU-Mitgliedschaft zu verhelfen.

Im April setzten sich 50 europäische Politiker in einem offenen Brief dafür ein, Schottland in einem „raschen, reibungslosen und geordneten“ Übergangsverfahren zur vollwertigen EU-Mitgliedschaft zu verhelfen. Europaabgeordnete und nationale Vertreter verschiedenster Fraktionen und Länder schrieben, Schottland sei „höchst willkommen“, der EU nach dem Brexit als vollwertiges Mitglied beizutreten.

 

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