Mitsotakis: Viele EU-Staaten an digitalem Impfpass interessiert

Mitsotakis zeigte sich zuversichtlich, dass die EU-Staaten zu einer Einigung über den Vorschlag Griechenlands kommen werden. [EPA-EFE/COSTAS BALTAS]

Mehrere EU-Mitgliedsstaaten seien daran interessiert, den Vorschlag Griechenlands für ein digitales Zertifikat zu prüfen, das es geimpften Personen erlauben würde, zu reisen, „ohne einen negativen COVID-Test vorweisen zu müssen oder sich in Quarantäne zu begeben“, teilte der griechische Premierminister Kyriakos Mitsotakis am Montag (15. Februar) in einem Interview mit Bloomberg mit.

„Der Grund dafür ist einfach: die Bürgerinnen und Bürger wollen wieder reisen. Sie wollen das Reisen so einfach wie möglich machen, vor allem während der Sommerferien“, fügte Griechenlands Premierminister hinzu. 

Mitsotakis zeigte sich zuversichtlich, dass die EU-Staaten zu einer Einigung über den Vorschlag Griechenlands kommen werden.

Im Hinblick auf den nationalen Impfplan des Landes betonte der griechische Premierminister, dass die erste Priorität darin bestehe, vor dem Sommer so viele Menschen wie möglich zu impfen.

Ferner wies der Premierminister in dem Interview darauf hin, dass Griechenland trotz der verheerenden wirtschaftlichen Folgen der Pandemie seine Glaubwürdigkeit wiederhergestellt habe und für ausländische Investoren attraktiv werde.

In diesem Zusammenhang erwähnte Mitsotakis, dass Griechenland mittlerweile Kredite zu niedrigen Zinssätzen aufnimmt.

Auch habe das Land von den EU-Institutionen die Genehmigung erhalten, einen Großteil seiner Schulden aus der letzten Wirtschaftskrise vorzeitig an den Internationalen Währungsfonds zurückzuzahlen.

Erdogan fühlt sich von Griechenland in der Zypern-Frage "herausgefordert"

Der einzige Weg, das Zypern-Problem zu lösen, bestehe darin, zwei Staaten auf der Mittelmeer-Insel zu gründen, sagte der türkische Präsident Tayyip Erdogan am Mittwoch (10. Februar) gegenüber der türkisch-zypriotischen Gemeinschaft.
Während Athen eine UN-gestützte Lösung für eine Föderation bevorzugt, hofft Nikosia, …

Was die Beziehungen zwischen Griechenland und der Türkei anbelangt, so erklärte Premierminister Mitsotakis, dass 2020 ein schwieriges Jahr war, die Androhung von EU-Sanktionen gegen Ankara jedoch eine bemerkenswerte Verbesserung in Bezug auf die Politik der Türkei im östlichen Mittelmeer brachte.

Mit Blick auf das multilaterale „Philia Forum“, das letzte Woche in Athen unter Beteiligung Griechenlands, Zyperns, Ägyptens, Frankreichs, Saudi-Arabiens, Bahrains und der Vereinigten Arabischen Emirate organisiert wurde, versicherte Mitsotakis, dass Griechenland seine bilateralen und multilateralen Beziehungen zu Ländern, die das Völkerrecht respektieren, weiter verbessern werde.

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