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24/01/2017

Merkel und Hollande werben für Stärkung der Euro-Zone

EU-Innenpolitik

Merkel und Hollande werben für Stärkung der Euro-Zone

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[EC]

Während der britische Premierminister David Cameron die EU-Verträge teilweise neu verhandeln will, werben Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Präsident François Hollande für eine Stärkung der Euro-Zone innerhalb der bestehenden Verträge.

Deutschland und Frankreich wollen die Zusammenarbeit in der Euro-Zone massiv ausbauen. In einem gemeinsamen Papier schlagen beide Regierungen dazu etwa regelmäßigere Gipfeltreffen der 19 Euro-Länder vor. Zudem solle innerhalb des Europäischen Parlaments eine gesonderte Einheit für Belange der Euro-Zone eingerichtet werden, heißt es in dem Reuters vorliegenden dreiseitigen Papier.

Die Bundesregierung hatte die Existenz eines solches Konzepts bestätigt, ohne Einzelheiten zu nennen. Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Francois Hollande sähen das gemeinsame Papier als Beitrag zu der auf dem EU-Gipfel im Juni erwarteten Debatte über die Weiterentwicklung der Euro-Zone, hieß es.

Nach den deutsch-französischen Vorstellungen soll auch geprüft werden, ob der Präsident der Euro-Zone nicht eigene Ressourcen erhalten soll. Damit dürfte ein Sekretariat oder eine feste Arbeitseinheit gemeint sein. Zudem sollen die Euro-Länder in internationalen Finanzorganisationen verstärkt gemeinsam auftreten. Alle Ideen zielten auf eine engere Zusammenarbeit unter den 19 Euro-Staaten, ohne dass die EU-Verträge geändert werden müssen, heißt es.

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