May will weiteres Vorgehen beim Brexit erläutern

Premierministerin Theresa May hadert mit den Vertretern eines harten Brexits in der eigenen Partei. [EPA-EFE/STEPHANIE LECOCQ]

Die britische Premierministerin Theresa May will in der kommenden Woche das weitere Vorgehen des Landes beim Austritt aus der EU darlegen.

Das gab ihr Büro gestern Abend nach achtstündigen Beratungen der Regierungschefin mit ihren wichtigsten Ministern bekannt. Offiziell wurden keine Ergebnisse des Treffens des sogenannten “Brexit-Kriegskabinetts” bekannt. Ein Teilnehmer berichtete jedoch, in der Diskussion hätten sich die Vertreter einer raschen Abkehr von den europäischen Partnern und den in der EU vereinbarten Regeln durchgesetzt.

Österreicher bedauern den Brexit

Der pro-europäische Kurs der österreichischen Regierung findet seine Deckung in der öffentlichen Meinung.

Die Premierministerin hofft darauf, im März eine Vereinbarung mit der EU über eine Übergangsphase zu unterzeichnen und damit Unternehmen ein Jahr vor dem Brexit Sicherheit für künftige Geschäfte zu geben. Auf ein Enddatum möchte die Regierungschefin sich nicht festnageln lassen, sondern die Dauer an inhaltlichen Fortschritten bei der Ausgestaltung der künftigen Beziehungen festmachen.

EU-Chefunterhändler Michel Barnier hatte Großbritannien unrealistische Forderungen vorgeworfen und vor einem Aus der Verhandlungen über eine Übergangsphase gewarnt. Diese würde es Großbritannien erlauben, auch nach dem für Ende März 2019 geplanten Brexit noch bis Ende 2020 Zugang zum EU-Markt haben. Daran hat allerdings auch die EU Interesse. Gerade für exportorientierte Volkswirtschaften wie Deutschland ist der britische Markt wichtig. Deswegen soll Verunsicherung für die Wirtschaft vermieden werden.

Subscribe to our newsletters

Subscribe