Kommissionspräsidentin nimmt an Weltwirtschaftsforum in Davos teil

Ursula von der Leyen spricht als deutsche Verteidigungsministerin auf einer Podiumssitzung während der 49. Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums, WEF, am 24. Januar 2019 in Davos, Schweiz. [EPA-EFE/LAURENT GILLIERON]

Die Europäische Kommission wird auf dem diesjährigen Weltwirtschaftsforum in Davos (Schweiz) durch ihre Präsidentin vertreten sein, was die engere Verbundenheit zwischen Ursula von der Leyen und dem exklusiven Treffen im Vergleich zu ihrem Vorgänger Jean-Claude Juncker signalisiert.

Ein Kommissionssprecher bestätigte gegenüber EURACTIV, dass von der Leyen an dem Weltwirtschaftsforum in Davos teilnehmen wird, das am 21. und 24. Januar unter dem Thema „Stakeholder für eine kohäsive und nachhaltige Welt“ stattfinden wird.

Von der Leyen und Juncker hatten unterschiedliche Ansichten, wenn es um das Elitetreffen in den Schweizer Alpen geht.

Die deutsche Politikerin war nicht nur eine regelmäßige Teilnehmerin während ihrer Zeit als Verteidigungsministerin, sondern auch Vorstandsmitglied des WEF, eine Position, die sie nicht mehr innehat.

Juncker sei jedoch „kein großer Fan“ des Forums gewesen, teilte ein Kommissionssprecher damals mit. Er kritisierte seine ehemaligen Kommissare, weil eine große Zahl von ihnen zu Podiumsdiskussionen und Sitzungen ins Skigebiet reiste.

Rückblick auf Davos: Die selbstverschuldete Krise vermeiden

Teilnehmer des Weltwirtschaftsforums warnten vor der Gefahr, eine „selbstverschuldete Rezession“ auszulösen, sollte der aktuelle Pessimismus zunehmen.

Juncker hat das Forum während seiner fünfjährigen Amtszeit (2014-2019) nie besucht. Er sollte 2018 nach Davos reisen, musste aber in letzter Minute wegen einer Magengrippe absagen.

Der Präsident des Europäischen Rates, Charles Michel, ein weiterer Stammgast des Forums, wird im Laufe dieses Monats ebenfalls nach Davos reisen.

In diesem Jahr werden Europas neuer Green Deal, seine Wachstumsstrategie nach Brexit, seine Prioritäten und sein Einfluss in einer instabilen Welt Teil der offiziellen Agenda sein.

Es wird erwartet, dass von der Leyen die Prioritäten ihrer ‚geopolitischen‘ Kommission den Entscheidungsträgern und Wirtschaftsführern präsentiert, zu einem Zeitpunkt, an dem die Europäer darum kämpfen, eine Rolle in der anhaltenden Libyenkrise und bei der Deeskalation der Spannungen zwischen den USA und dem Iran zu spielen.

Davos: Merkel verteidigt den Multilateralismus

Bundeskanzlerin Merkel hat sich bei ihrer Rede in Davos für den Multilateralismus stark gemacht. Die Regierungschefs Spaniens und Italiens präsentierten ihre jeweiligen Ansätze.

Letztes Jahr schrieb von der Leyen in einem Artikel für das Forum, dass „wenn wir das Profil der EU in der Diplomatie und Verteidigung stärken, werden wir in der Lage sein, die Herausforderungen um uns herum besser zu bewältigen“.

Europas Lektion für eine polarisierte Welt sei die Bereitschaft, durch Kompromisse gegenseitigen Nutzen zu erzielen, fügte sie hinzu.

[Bearbeitet von Samuel Stolton und Britta Weppner] 

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