Johnson will persönlich an Post-Brexit-Gesprächen teilnehmen

Eine Nahaufnahme eines von Brexit inspirierten Wandbildes des anonymen britischen Straßenkünstlers Banksy, das die europäische Flagge in Dover, Großbritannien, zeigt. [EPA-EFE/NEIL HALL]

Der britische Premierminister Boris Johnson will sich persönlich in die stockenden Verhandlungen über die künftigen Beziehungen zwischen der EU und Großbritannien einschalten. Beide Seiten erwarteten, dass die bevorstehenden Gespräche im Juni auf höchster Ebene geführt würden, sagte Londons Chefunterhändler David Frost am Mittwoch (27 Mai). „Daher nimmt der Premierminister daran teil.“

Großbritannien war am 31. Januar aus der EU ausgetreten. In der Übergangsphase bis Jahresende bleibt das Land noch im EU-Binnenmarkt und in der Zollunion. In dieser Zeit wollen beide Seiten insbesondere ein Handelsabkommen vereinbaren. Ohne Abkommen bis zum 31. Dezember droht immer noch ein harter endgültiger Brexit.

Die bisherigen Gespräche haben jedoch kaum Fortschritte gebracht. Eine nächste Verhandlungsrunde ist für Anfang Juni vorgesehen. Am 30. Juni läuft eine Frist ab, bis zu der über eine mögliche Verlängerung der Verhandlungen über das Jahresende hinaus entschieden werden müsste. Chefunterhändler Frost betonte am Mittwoch aber, dass seine Regierung dies weiterhin ablehne.

Wegen der Corona-Pandemie hatten sich die Post-Brexit-Gespräche zwischen London und Brüssel verzögert. Zwischenzeitlich waren die Hauptakteure der Verhandlungen außer Gefecht gesetzt: Sowohl Frost als auch Johnson und EU-Chefunterhändler Michel Barnier infizierten sich mit dem neuartigen Coronavirus. Alle drei sind inzwischen wieder genesen.

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