Italiens Region Venetien erhält 23 Millionen mehr Impfstoffdosen als bestellt

Zwei Zwischenhändler von Pharmaunternehmen, die von der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) zugelassene Impfstoffe herstellen, sollen der norditalienischen Region Venetien 27 Millionen Dosen des Corona-Impfstoffs – statt der geforderten vier Millionen – angeboten haben, meldeten mehrere italienische Medien am Dienstag.

„Wir hoffen, einen neuen Beschaffungsweg gefunden zu haben, von dem ganz Italien profitieren kann“, erklärte Venetiens Präsident Luca Zaia von der rechtsgerichteten Partei Lega Nord.

„Es handelt sich um extra Impfstoffdosen“ und nicht um einen Teil des von der EU gekauften Kontingents.“Pharmaunternehmen bringen diese Dosen so oder so auf den Markt“, so Zaia.

Sie werden „von verifizierten Zwischenhändlern zu Preisen angeboten, die denen entsprechen, die die EU mit Pfizer, AstraZeneca und Moderna vereinbart hat“, betonte der Präsident Venetiens weiter. 

Venetien hat Italiens außerordentlichen Kommissar für den Coronavirus-Notfall in einem Brief gebeten, den Kaufvertrag zu genehmigen.

Anfang dieser Woche teilte das Europäische Amt für Betrugsbekämpfung (OLAF) mit, dass Beschwerden über Betrüger bekannt seien, die Impfstoffe in der EU verkaufen wollen, unter anderem durch das Angebot gefälschter Impfstoffe.

„Es handelt sich um Tricks, die organisiert werden, um nationale Behörden zu betrügen, die das Impftempo beschleunigen wollen, um die Sicherheit ihrer Bürger zu gewährleisten“, heißt es in einer Erklärung der Agentur.

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