Großbritannien baut nach Pariser Anschlägen Geheimdienste aus

Als Reaktion auf eine wachsende Bedrohung durch militante Islamisten baut Großbritannien die Geheimdienste aus.

Das Personal werde um 15 Prozent aufgestockt, kündigte Premierminister David Cameron am Montag am Rande des G20-Gipfels im türkischen Belek an. Anschläge wie zuletzt in Paris aber auch wie das Hotel-Attentat in Tunesien im Sommer hätten die Regierung dazu veranlasst.

Die Geheimdienste MI5 und MI6 und GCHQ erhielten deswegen 1.900 zusätzliche Stellen. Zudem würden die Ausgaben für die Luftverkehrssicherheit von derzeit jährlich rund neun Millionen Pfund in den nächsten fünf Jahren mehr als verdoppelt.

„Ich bin fest entschlossen, den Ressourcen, die wir im Kampf gegen die terroristische Bedrohung brauchen, Priorität einzuräumen, denn der Schutz der britischen Bevölkerung ist meine erste Pflicht“, sagte Cameron. Über weitere Maßnahmen zum Schutz an Flughäfen soll der Nationale Sicherheitsrat am Dienstag sprechen. Die britische Regierung geht auch bei dem Absturz eines russischen Passagierjets in Ägypten Ende Oktober von einem Anschlag aus.

Die Staats- und Regierungschefs der 20 führenden Schwellen- und Industrieländer (G20) hatten zu Beginn ihres Treffens zum gemeinsamen Kampf gegen den internationalen Terrorismus aufgerufen. Auch die Bundesregierung stockt das Personal der Geheimdienste um Hunderte Stellen auf, wie die „Bild am Sonntag“ berichtet hatte.