Fillon: Partnerschaft mit Berlin „war nie so leer und schwach wie heute“

Kurz vor seinem Berlin-Besuch hat der französische Präsidentschaftskandidat François Fillon den Zustand der deutsch-französischen Beziehungen und der EU scharf kritisiert. [Foto: dpa]

Der französische Präsidentschaftskandidat François Fillon trifft am heutigen Montag Angela Merkel in Berlin – und kritisiert die Partnerschaft mit Deutschland zuvor scharf.

Kurz vor seinem Berlin-Besuch hat der französische Präsidentschaftskandidat François Fillon den Zustand der deutsch-französischen Beziehungen und der EU scharf kritisiert. „Die Partnerschaft war nie so leer und schwach wie heute“, sagte Fillon mit Blick auf das derzeitige Verhältnis zwischen Paris und Berlin der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“.

Wenn es nicht gelinge, das europäische Projekt wiederzubeleben, dann könne
der Brexit, der EU-Austritt Großbritanniens, für die Europäische Union „tödlich“ sein, warnte er. „Der EU geht es sehr schlecht. Mit einem starken Deutschland, ohne solides Gegengewicht.“

Putin: Gute persönliche Beziehungen zu Fillon

Russlands Präsident Wladimir Putin begrüßt, dass der Favorit der französischen Konservativen, Francois Fillon, für bessere Beziehungen mit Russland ausspricht.

Mehr denn je sei aber eine europäische Initiative gefragt, sagte Fillon angesichts des Amtsantritts des rechtspopulistischen US-Präsident Donald Trump. „Wir sind nicht verpflichtet, uns mit den amerikanischen Spielregeln abzufinden.“

Am heutigen Montag wird Fillon von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Berlin empfangen. Der wirtschaftsliberale und wertkonservative Politiker hatte die Stichwahl der Republikaner um die Präsidentschaftskandidatur im November deutlich gewonnen.

Frankreich: Fillon verliert an Zustimmung

Der unabhängige Präsidentschaftskandidat Emmanuel Macron kann laut einer Umfrage den Abstand auf Marine Le Pen verringern. Der Konservative François Fillon verlieht jedoch an Boden.

Laut Umfragen könnte Fillon beide Runden der Präsidentschaftswahl im April und Mai für sich entscheiden. Er würde dann dem sozialistischen Staatschef François Hollande nachfolgen, der nicht wieder antritt.

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