EU-Kommission will 180 Millionen Impfdosen zusätzlich kaufen

Am 21. Dezember will die europäische Arzneimittelbehörde EMA über die Zulassung eines Impfstoffes entscheiden [EPA-EFE/Thais Llorca]

Die EU-Staaten sollen einem Medienbericht zufolge mehr Corona-Impfstoffe erhalten als bisher geplant. Zudem soll die Verteilung in allen EU-Ländern gleichzeitig beginnen.

Wie das Nachrichtenportal Spiegel Online am Dienstag unter Berufung auf EU-Kreise berichtete, bereitet die EU-Kommission derzeit vor, die vertraglich vereinbarten Optionen für den Kauf von zusätzlichen 180 Millionen Impfdosen einzulösen. Geplant sei demnach der Kauf von 80 Millionen weiteren Dosen des US-Herstellers Moderna und 100 Millionen der deutschen Firma BioNTech und ihres US-Partners Pfizer.

Die EU-Kommission schließt im Auftrag der Mitgliedstaaten Verträge mit den Herstellern ab. Laut der Zeitschrift „Spiegel“ wurden bisher mit sechs Firmen Vereinbarungen getroffen. Für den Fall, dass die vereinbarten Mengen den Bedarf nicht decken, waren Optionen für den Kauf zusätzlicher Chargen vorgesehen. Die Kommission will sie nach Angaben aus EU-Kreisen nun wegen des sich abzeichnenden großen Bedarfs ziehen.

Impfkampagne startet EU-weit zeitgleich

Der Impfstoff von BioNTech und Pfizer soll dem Bericht zufolge 15,50 Euro pro Dosis kosten, der von Moderna rund 21 Euro. Der Preis für die 180 Millionen zusätzlichen Dosen läge damit bei gut 3,2 Milliarden Euro. Der Impfstoff von Moderna soll voraussichtlich Mitte Januar in der EU zugelassen werden, der von BioNTech und Pfizer am 21. Dezember. Damit könnten die EU-Staaten noch vor Heiligabend mit den Impfungen beginnen.

Die Corona-Impfkampagne soll zudem zeitgleich in allen EU-Ländern starten. Der genaue Termin stehe aber noch nicht fest, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Dienstag aus dem Umfeld des französischen Präsidenten Emmanuel Macron. Macron informierte am Dienstag die Fraktionsvorsitzenden der französischen Nationalversammlung über die geplante EU-weite Impfkampagne. Mehrere Fraktionschefs bestätigten im Anschluss den vorgesehenen zeitgleichen Start.

Subscribe to our newsletters

Subscribe