EU-Gipfel ringt bis in die frühen Morgenstunden um ehrgeizigeres Klimaziel

Laut Diplomaten, Polens Regierungschef Morawiecki blockiert die Einigung. [EPA-EFE/OLIVIER HOSLET /POOL]

Die EU-Staats- und Regierungschefs haben trotz Verhandlungen bis in die frühen Morgenstunden noch keine Einigung auf das verschärfte Klimaziel der Union für das Jahr 2030 erzielt.

Wie Diplomaten bei dem Gipfel in Brüssel am Freitag (11. Dezember) mitteilten, blockierte Polens Ministerpräsident Mateusz Morawiecki einen Durchbruch.

Angestrebt wird bei dem Treffen eine Einigung auf eine Verringerung der CO2-Emissionen um mindestens 55 Prozent bis 2030 im Vergleich zum Jahr 1990. Die EU hat sich verpflichtet, bis 2050 klimaneutral zu sein – also nicht mehr Treibhausgas zu produzieren als durch Wälder und andere natürliche CO2-Speicher ausgeglichen werden kann. Um dies zu erreichen, ist eine
Verschärfung des Zwischenziels für 2030 nötig. Es liegt bislang bei 40 Prozent.

Aus EU-Kreisen hatte es schon am Donnerstagnachmittag geheißen, es gebe „breite Unterstützung“ für das neue Ziel. Bei einigen östlichen Mitgliedstaaten, die stark von Kohle abhängig sind, gab es allerdings Bedenken. Sie forderten eine ausreichende Unterstütung beim Umbau ihrer Wirtschaft. Zudem geht es bei dem angestrebten Kompromiss um eine Reihe von Teilvereinbarungen, darunter die Reform des Emissionshandels.

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