Coronavirus: Das Neueste aus Europa, den USA und dem Rest der Welt

Coronavirus-Updates.

Willkommen zu diesem Newsfeed. Die Redaktion von EURACTIV Deutschland bietet Ihnen hier eine Auswahl ihrer Artikel sowie Berichte der Nachrichtenagenturen AFP und Reuters.

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01. April 2020

Moskau will Coronavirus-Infizierte in Quarantäne mit Handy-App überwachen

Die Moskauer Behörden wollen mit einer Handy-App und einem QR-Code-System überwachen, ob sich die Einwohner der russischen Hauptstadt an Quarantäne-Auflagen und die Ausgangssperre wegen der Coronavirus-Pandemie halten. Mit der App, die ab Donnerstag als Testversion zur Verfügung stehen soll, könne kontrolliert werden, ob Infizierte wie vorgeschrieben zu Hause bleiben, sagt ein Behördenvertreter am Mittwoch im Radiosender „Moskauer Echo“. Dies werde bei den Betroffenen für „Selbstdisziplin“ sorgen.

Die Moskauer Stadtverwaltung arbeitet den Angaben zufolge auch an einem QR-Code-System zur Überwachung der strengen Ausgangssperre. Wie der Leiter der IT-Abteilung im Moskauer Rathaus, Eduard Lysenko, sagte, sollen die Moskauer künftig jedes Mal, wenn sie aus dem Haus gehen wollen, online einen QR-Code anfordern. Bei einer Polizeikontrolle sollen die diesen Code dann vorzeigen.

Bis zu fünf Jahre Haft und Geldstrafen von bis zu zwei Millionen Rubel (23.000 Euro) drohen bei groben Verstößen der Ausgangssperre in Russland. [ EPA-EFE/SERGEI ILNITSKY]

In Großbritannien erstmals mehr als 500 Corona-Tote binnen eines Tages

In Großbritannien sind erstmals mehr als 500 Menschen an einem Tag infolge der Coronavirus-Pandemie gestorben. Das Gesundheitsministerium in London meldete am Mittwoch via Twitter 563 neue Todesfälle. Damit seien im Vereinigten Königreich mittlerweile 2352 Krankenhaus-Patienten gestorben, die positiv auf das neuartige Coronavirus getestet wurden. Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen stieg um 4324 auf 29.474 Fälle.

Trump stellt US-Bürger auf „schmerzhafte Wochen“ in Corona-Krise ein

Wegen der sich zuspitzenden Corona-Krise hat US-Präsident Donald Trump seine Landsleute auf „sehr, sehr schmerzhafte zwei Wochen“ eingestellt. Er appellierte am Dienstag in Washington an alle US-Bürger, „auf die harten Tage vorbereitet zu sein, die bevorstehen“. Inzwischen sind in den USA mehr als 4000 Menschen durch das neuartige Coronavirus gestorben. Mit mehr als 189.000 Ansteckungen hat das Land die höchsten Infektionszahlen weltweit.

In den ersten Wochen der Krise war dem Präsidenten vorgeworfen worden, das Ausmaß der Bedrohung zu verharmlosen und Gegenmaßnahmen zu spät ergriffen zu haben. Noch vor Kurzem äußerte er die Erwartung, dass zu Ostern wieder Kirchenbesuche möglich sein würden.

Inzwischen hat Trump allerdings seine Haltung revidiert und wendet sich immer wieder mit Warnungen und Durchhalteparolen an die Bevölkerung. Am Dienstag betonte er, die von dem Coronavirus ausgehende Gefahr sei schlimmer als bei einer Grippe. Der neuartige Erreger sei „heimtückisch“.

Kaum verhohlene Kritik an Trumps Politik kam von seinem Vorgänger Barack Obama. Alle hätten auf allzu furchtbare Weise die Folgen dessen gesehen, dass einige die „Warnungen vor einer Pandemie“ ignoriert hätten, schrieb Obama im Kurzbotschaftendienst Twitter. Er rief alle US-Bürger, insbesondere die jüngeren, auf, im Herbst zur Wahl zu gehen.

Brüssel beklagt gezielte Verbreitung von Falschinformationen

Die EU beklagt in der Corona-Krise die gezielte Verbreitung von Falschnachrichten sowie die Instrumentalisierung der Krise für politische Zwecke. Besonders Russland und China würden die Pandemie im eigenen Interesse instrumentalisieren, „oft durch direktes Infragestellen der Glaubwürdigkeit der Europäischen Union“, heißt es in einem Bericht des Europäischen Auswärtigen Dienstes (EEAS) vom Mittwoch. Auch Online-Plattformen verdienen demnach weiterhin Geld damit, Falschnachrichten und Verschwörungstheorien im Zusammenhang mit dem neuartigen Coronavirus zu verbreiten.

Der EEAS hat nach eigenen Angaben die Verbreitung von Desinformation in der EU, in Afrika, China, Russland, dem Westbalkan und im Großraum Mittlerer Osten untersucht. „Behauptungen, dass die EU angesichts von Covid-19 zerfällt, sind in allen analysierten Regionen ein Trend in den sozialen Medien“, heißt es in dem Bericht.

SPD erwägt Vermögensabgabe zur Bewältigung von Corona-Krise

Die SPD findet eine Vermögensabgabe zur Bewältigung der finanzpolitischen Folgen der Corona-Krise überlegenswert. Eine einmalige Abgabe durch besonders wohlhabende Bürger sei „eine der Möglichkeiten, die Staatsfinanzen nach der Krise wieder in Ordnung zu bringen“, sagte Parteichefin Saskia Esken der „Stuttgarter Zeitung“ und den „Stuttgarter Nachrichten“ von Mittwoch. Zuvor hatte dies bereits die Linke gefordert. Die FDP hingegen hält nichts davon.

Um die Folgen der Krise für den Staatshaushalt zu bewältigen, werde eine „faire Lastenverteilung“ gebraucht, sagte Esken. Diese könne für die SPD nur so aussehen, „dass sich die starken Schultern in Deutschland auch stark beteiligen“.

Eine Vermögensabgabe für Superreiche, um die Lasten der Corona-Krise besser zu verteilen, wird bereits von der Linkspartei gefordert. Vermögen ab einer Million Euro sollten mit einer einmaligen Abgabe von fünf Prozent belastet werden, hatte Parteichef Bernd Riexinger am Montag gesagt.

Lufthansa schickt weltweit 87.000 Mitarbeiter in Kurzarbeit

Wegen des weitgehend eingestellten Flugbetriebs meldet die Lufthansa Kurzarbeit für knapp zwei Drittel ihrer Beschäftigten an.

Im gesamten Konzern weltweit habe die Lufthansa für 87.000 Mitarbeiter zwischen März und April Kurzarbeit beantragt oder werde dies noch tun, sagte ein Unternehmenssprecher am Mittwoch. Im vorigen Jahr lag die Zahl der Beschäftigten bei rund 138.000. Der Konzern bestätigte damit im Wesentlichen einen Bericht von “Business Insider”.

Etwa 700 der rund 760 Lufthansa-Maschinen sind derzeit am Boden. Deutschlands größte Airline erwägt wegen der Coronavirus-Krise auch einen Antrag auf Staatshilfe.

Schon mehr als 30.000 Tote durch neuartiges Coronavirus in Europa

Durch die Coronavirus-Pandemie sind in Europa mittlerweile bereits mehr als 30.000 Menschen ums Leben gekommen. Mit 30.063 Todesopfern ist Europa der am schwersten getroffene Kontinent, wie am Mittwoch eine Rechnung der Nachrichtenagentur AFP auf Grundlage von Behördenangaben ergab. Weltweit die meisten Todesopfer verzeichnet weiterhin Italien mit 12.428 Fällen. In Spanien starben 8189 Infizierte und in Frankreich 3523.

Deutschland, das bevölkerungsreichste Land des Kontinents, registrierte nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) bislang 583 Todesfälle. Die Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore kommt auf 645 Todesfälle hierzulande. Laut RKI wurden in Deutschland 67.366 Infektionen registriert, laut JHU 71.808.

Spahn: Trend bei Neuinfektionen erst nächste Woche absehbar

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will trotz des Rückgangs der Neuinfektionen noch nicht von einem belastbaren Trend spreche.

Man habe in den letzten Tagen einen Rückgang bei der täglichen Steigerung der Infektionszahlen gesehen und sei jetzt bei einer Rate von unter zehn Prozent, sagte der CDU-Politiker am Dienstag in Düsseldorf. Wegen des zeitlichen Abstands zwischen Infektion und Ausbruch der Krankheit könne man aber nach den wenigen Tagen nicht von einer Entspannung sprechen. “Ich denke, es wird eher bis nächste Woche dauern, bis wir wirklich klare Aussagen zu einem Trend machen können.

Bolsonaro nennt Coronavirus jetzt „größte Herausforderung unserer Generation“

Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hat in seiner Haltung zur Coronavirus-Pandemie eine Kehrtwende vollzogen und bezeichnet diese nun als „größte Herausforderung unserer Generation“ in dem südamerikanischen Land. Im Umgang mit der von dem Virus ausgehenden Bedrohung sei „Vorsicht“ geboten, vor allem müssten Senioren und Menschen mit Vorerkrankungen geschützt werden, sagte Bolsonaro am Dienstag in einer Fernsehansprache.

Der Staatschef warnte allerdings zugleich erneut vor den wirtschaftlichen Schäden durch die im Kampf gegen die Pandemie vollzogenen Einschränkungen des öffentlichen Lebens. Auch die derzeit rasch wachsende Arbeitslosigkeit besonders unter den ärmsten Schichten der brasilianischen Bevölkerung müsse bekämpft werden, sagte er. Der „Kollateralschaden“ der Anti-Corona-Maßnahmen „darf nicht schlimmer sein als die Krankheit selbst“.

Bolsonaro hatte zuvor wiederholt eine „Hysterie“ über das Virus angeprangert. Auch bezeichnete er die von dem Erreger ausgelöste Lungenkrankheit Covid-19 als „kleine Grippe“ und zog den Sinn der von zahlreichen brasilianischen Regional- und Kommunalbehörden im Kampf gegen das Virus erlassenen Restriktionen in Zweifel. Mit seiner jetzigen Beschreibung der Pandemie als Herausforderung von historischer Dimension schlug er einen anderen Ton an.

Übersetzung des Tweet: „Gemeinsam, mit Mut, Ruhe und Patriotismus werden wir den Kampf gegen diese Epidemie und ihre Auswirkungen gewinnen! Wir werden mit aller Kraft kämpfen, um unsere Nation zu schützen! KEIN BRASILIANER WIRD ZURÜCKGELASSEN!“

Steinmeier und andere Staatschefs fordern „globale Allianz“ gegen Corona

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat gemeinsam mit Staatsoberhäuptern aus mehreren Kontinenten für eine „neue globale Allianz“ im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie plädiert. „Vor diesem Virus sind wir alle gleich, und wir müssen alle zusammenarbeiten, um es zu bekämpfen“, schrieben Steinmeier und die Staatsoberhäupter von Jordanien, Äthiopien, Singapur und Ecuador in einem gemeinsamen Beitrag für die „Financial Times“ vom Mittwoch.

„Diese Pandemie wird kein Land verschonen, egal wie fortschrittlich seine Wirtschaft, seine Fähigkeiten oder seine Technologie sind“, heißt es in der vom Bundespräsidialamt vorgelegten deutschen Übersetzung. Konkret gelte es, Behandlungsmethoden sowie einen Impfstoff zu entwickeln und weltweit gerecht zu verteilen. „Die weltweite Verfügbarkeit einer wirksamen Behandlungsmethode und eines künftigen Impfstoffs sollte das leuchtende Beispiel für ein ‚globales öffentliches Gut‘ werden“, erklären die Staatsoberhäupter.

Rekordzahl von 865 Corona-Toten innerhalb eines Tages in den USA

In den USA ist die Rekordzahl von 865 Todesopfern der Coronavirus-Pandemie innerhalb von 24 Stunden verzeichnet worden. Die Gesamtzahl der erfassten Corona-Toten in den Vereinigten Staaten stieg damit bis Dienstag auf 3873, wie aus den Statistiken der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore hervorging. Die US-Regierung rechnet laut einer jüngsten Schätzung inzwischen damit, dass bis zu 240.000 Menschen im Land an dem neuartigen Erreger sterben könnten.

Die Koordinatorin der US-Regierung für den Anti-Corona-Kampf, Deborah Birx, zeigte am Dienstag im Weißen Haus und in Anwesenheit von Präsident Donald Trump eine Grafik, wonach die Zahl der Corona-Todesopfer in den USA letztlich zwischen 100.000 und 240.000 liegen könnte. Noch zwei Tage zuvor hatte der Seuchenexperte und Trump-Berater Anthony Fauci ein Szenario vorgestellt, in dem von bis zu 200.000 Toten ausgegangen worden war.

Saudi-Arabien rät Muslimen zu Stopp von Vorbereitungen für große Pilgerfahrt

Saudi-Arabien hat an Muslime in aller Welt appelliert, angesichts der Coronavirus-Pandemie Vorbereitungen für die große Pilgerfahrt im Sommer nach Mekka vorläufig einzustellen. Die Gläubigen sollten keine Verträge mit Reiseagenturen für die Wallfahrt abschließen, bis sich die Situation rund um das Coronavirus geklärt habe, sagte der für Pilgerreisen an die heiligen Stätten des Islam zuständige Minister Mohammad Benten am Dienstag im Staatsfernsehen.

In den derzeitigen Umständen gehe es der saudiarabischen Regierung darum, „die Gesundheit von Muslimen und Bürgern zu schützen“, betonte der Minister. Er ließ offen, ob die für den Zeitraum zwischen Ende Juli und Anfang August geplante große Pilgerfahrt – der sogenannte Hadsch – ganz gestrichen werden könnte.

Aus Furcht vor Ausbreitung des neuartigen Virus hatte Saudi-Arabien bereits vor einigen Tagen Mekka sowie den ebenfalls bedeutenden Wallfahrtsort Medina abgeriegelt.

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31. März 2020

Russland beschließt strenge Strafen bei Quarantäne-Verstößen

In Russland werden Quarantäne-Verstöße künftig mit bis zu sieben Jahren Haft bestraft. Das Unterhaus des russischen Parlaments verabschiedete am Dienstag im Eilverfahren ein entsprechendes Gesetz. Zudem wurden die Ausgangsbeschränkungen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie ausgeweitet. In mehr als 40 der 85 Regionen Russlands ist das öffentliche Leben damit weitgehend lahmgelegt.

Wer die Quarantäne missachtet und damit absichtlich viele Menschen infiziert oder den Tod eines anderen verursacht, dem drohen bis zu fünf Jahre Haft und Geldstrafen von bis zu zwei Millionen Rubel (23.000 Euro). Sterben zwei oder mehr Menschen, können bis zu sieben Jahre Haft verhängt werden.

Die Abgeordneten der Duma verabschiedeten zudem ein Gesetz, das es der Regierung ermöglicht, den landesweiten Notstand auszurufen. Die Duma beriet am Dienstag außerdem über einen Gesetzentwurf, der bis zu fünf Jahre Haft für das Verbreiten von Falschinformationen über das Coronavirus vorsieht.

Nachdem die Hauptstadt Moskau mit ihren zwölf Millionen Einwohnern den Anfang gemacht hatte, wurden am Dienstag in rund 40 russischen Regionen Ausgangsbeschränkungen verhängt.

Polen verschärft Ausgangsbeschränkungen

Polen hat seine wegen der Coronavirus-Pandemie verhängten Ausgangsbeschränkungen verschärft. Die Regierung in Warschau kündigte am Dienstag unter anderem verschärfte Bestimmungen für Kinder und Jugendliche an. Wer unter 18 Jahre alt ist, darf nur noch mit einem Erwachsenen vor die Tür. So will die Regierung Jugendliche daran hindern, sich weiterhin in Gruppen zu treffen. Außerdem werden Parks und Hotels geschlossen, die Zahl der Kunden in Geschäften wird begrenzt.

Jeder, der „rücksichtslos und unnötig“ das Haus verlasse, trage zu einer Ausweitung der Pandemie bei, sagte Regierungschef Mateusz Morawiecki. „Wir müssen uns strikt an die Regeln zur Einschränkung sozialer Kontakte halten.“

Neben Parks und den meisten Hotels müssen in Polen auch Friseur- und Schönheitssalons, Tattoo-Studios und Strände schließen. Leihfahrrad-Stationen in Städten werden stillgelegt. In den noch geöffneten Lebensmittelgeschäften und Apotheken dürfen pro Kasse künftig nur noch drei Kunden gleichzeitig einkaufen. Zwischen 10.00 und 12.00 Uhr dürfen nur Senioren einkaufen.

Die meisten der neuen Bestimmungen sollen am Mittwoch in Kraft treten und zunächst zwei Wochen gelten. Überwacht werden sie von der Polizei, bei Verstößen werden Geldstrafen von 5000 bis 30.000 Zloty (1100 bis 6600 Euro) fällig.

Trump deutet Verschärfung der Einreisebeschränkungen für EU-Bürger an

Wegen der Coronavirus-Pandemie dürfen Europäer bereits seit Mitte März nicht mehr in die USA einreisen – nun könnten die Beschränkungen noch ausgedehnt werden. Die Einreisebeschränkungen würden beibehalten und möglicherweise „noch etwas verschärft“, sagte US-Präsident Donald Trump am Montag bei einer Pressekonferenz im Rosengarten des Weißen Hauses. Trump kündigte auch Lieferungen von medizinischem Gerät in andere von der Corona-Krise betroffene Länder an – obwohl Regionalpolitiker in den USA bereits vor Engpässen im eigenen Land warnen.

Trump bekräftigte, dass der bis Mitte April geltende Einreisestopp für EU-Bürger, Mexikaner und Kanadier sowie weitere wegen der Krise verhängte Restriktionen in Kraft blieben. Weitere Beschränkungen oder Verschärfungen seien möglich, sagte der Präsident weiter. Wie diese konkret aussehen könnten, erläuterte er nicht.

Einreisebeschränkungen würden beibehalten und möglicherweise „noch etwas verschärft“, sagte US-Präsident Donald Trump. [EPA-EFE/MICHAEL REYNOLDS]

Jena verordnet Mundschutz in Supermärkten und Nahverkehr

Zur Eindämmung der Corona-Krise soll im thüringischen Jena ab kommender Woche das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes in Supermärkten und im Nahverkehr zur Pflicht werden. Die Stadtverwaltung forderte die Einwohner auf, sich notfalls selbst einen Atemschutz zu nähen. Auch das hessische Hanau rief seine Bürger zur Verwendung einfacher Schutzmasken auf. Das Robert-Koch-Institut (RKI) sieht derzeit keine Notwendigkeit für eine generelle Mundschutzpflicht.

In Österreich soll das Tragen eines Mundschutzes beim Einkaufen in Supermärkten demnächst Pflicht werden. In Deutschland ist eine solche flächendeckende Maßnahme derzeit kein Thema, die ersten Kommunen preschen aber nun vor.

In Jena soll das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in Verkaufsstellen, im öffentlichen Nahverkehr und in Gebäuden mit Publikumsverkehr in einer Woche verpflichtend werden, wie die Stadtverwaltung am Montagabend mitteilte. Neben Masken seien auch Tücher oder Schals als Schutz möglich.

Zweifel an Virus-Zahlen aus China

Angesichts von Zweifeln an den offiziellen Daten zu Corona-Infektionen in China haben die Behörden Änderungen zugesagt.

Ab dem 1. April sollten auch die Zahlen von Infizierten ohne Krankheitssymptome veröffentlicht werden, sagte ein Mitglied der Nationalen Gesundheitskommission am Dienstag in Peking. Diese würden dann auch zentral für 14 Tage unter Quarantäne gestellt.

Zuletzt war wiederholt vermutet worden, dass eine hohe Zahl von Infizierten in der offiziellen Statistik nicht auftaucht und dass Infizierte andere Menschen anstecken, weil sie gar nicht wüssten, dass sie das Virus in sich tragen. In einem Eintrag auf einer Internet-Plattform vom 12. März etwa hatte ein Einwohner aus Yueyang erklärt, es habe mehrere Neu-Infizierte in der Stadt gegeben, auf der offiziellen Liste stehe aber die Zahl null. Die örtliche Regierung hatte daraufhin erklärt, es seien tatsächlich fünf Personen positiv getestet worden. Da sie aber keine Symptome gehabt hätten, seien die Behörden auch nicht verpflichtet gewesen, dies öffentlich mitzuteilen.

Zweifel gibt es zudem in der Stadt Wuhan, in der die Pandemie ihren Ausgang nahm. Dort sagten Bewohner und medizinisches Personal der Nachrichtenagentur Reuters, es habe in einigen Kliniken Probleme mit den Tests gegeben. Das habe bedeutet, dass einige Infizierte nicht registriert und nicht in die Statistik einbezogen worden seien.

Europäische Staaten liefern medizinische Geräte in den Iran

Erstmals haben Deutschland und weitere EU-Staaten mit Hilfe des sogenannten Instex-Mechanismus die US-Sanktionen gegen den Iran umgangen und medizinische Geräte in das schwer von der Coronavirus-Pandemie betroffene Land geliefert. „Frankreich, Deutschland und das Vereinigte Königreich bestätigen, dass Instex seine erste Transaktion erfolgreich abgeschlossen und so die Ausfuhr medizinischer Güter aus Europa nach Iran ermöglicht hat“, erklärte das Auswärtige Amt in Berlin am Dienstag im Kurzbotschaftendienst Twitter.

Nachdem die erste Transaktion abgeschlossen sei, werde Instex „an weiteren Transaktionen arbeiten und den Mechanismus weiterentwickeln“, schrieb das Ministerium weiter. Instex diene dem Zweck, im Rahmen der laufenden Bemühungen um die Aufrechterhaltung des Atomabkommens mit Teheran „eine langfristig tragfähige Lösung für den rechtmäßigen Handel zwischen Europa und Iran zu gewährleisten“.

Bereits am 14. März hatte der Sprecher des iranischen Außenministeriums verkündet, dass Teheran medizinische Ausrüstung oder finanzielle Unterstützung aus Ländern wie China, Japan, Katar, Russland und der Türkei sowie Frankreich, Deutschland und Großbritannien erhalten habe. Die iranische Regierung und Bevölkerung „vergessen in Zeiten der Not niemals ihre Freunde“, sagte der Sprecher damals.

RKI-Chef Wieler spricht von begründetem Optimismus

Gut eine Woche nach den umfassenden Kontaktverboten zeigt sich das Robert-Koch-Institut (RKI) vorsichtig optimistisch zu einer Eindämmung der Corona-Epidemie.

“Mein Optimismus ist natürlich noch immer da. Und ich denke, er ist auch begründet”, sagte RKI-Chef Lothar Wieler am Dienstag in Berlin. Er warte jetzt auf weitere belastbare Zahlen: “Ich gehe davon aus, dass wir bis Ostern sehen werden, wie der Trend ist.” In den vergangenen Tagen hatte sich der prozentuale Anstieg der dem RKI gemeldeten Infektionszahlen abgeflacht. Am Dienstag registrierte das Institut 61.913 Fälle in Deutschland und damit 4615 mehr als am Montag. Dies ist allerdings ein Plus unter zehn Prozent und damit deutlich niedriger als etwa an Tagen der Vorwoche.

Wieler machte aber deutlich, dass die Instrumente zur Eindämmung weiter eingesetzt werden müssten: “Diese Strategien haben nach wie vor Gültigkeit und müssen aufrecht erhalten werden.” Dabei gehe es um Kontaktverbote, Ausbau der Intensiv-Kapazitäten der Krankenhäuser sowie einen besonderen Schutz der Alten und Kranken. Die Pandemie werde noch Wochen und Monate dauern, sagte der RKI-Chef. Zudem werde die Todesrate von derzeit 0,8 Prozent der Infizierten weiter steigen.

WHO warnt – Epidemie in Asien noch längst nicht ausgestanden

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt davor, in der Region Asien/Pazifik von einer Entspannung in der Virus-Krise auszugehen.

Die Epidemie dort sei “noch längst nicht vorbei”, sagte der WHO-Vertreter Takeshi Kasai am Dienstag. Die aktuellen Maßnahmen gegen die Virus-Ausbreitung würden den Ländern lediglich Zeit bringen, um sich auf hohe Übertragungsraten vorzubereiten. “Das wird ein langer Kampf und wir können den Schutz nicht herunterfahren.” Das gelte auch für Länder mit sinkenden Zahlen bei Neuinfektionen. Das Virus könne zurückkommen, kein Land sei davor sicher.

USA wollen Italien mit medizinischem Gerät versorgen

Die USA werden nach Angaben von Präsident Donald Trump medizinisches Gerät für den Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie nach Italien und in andere Länder schicken. Geplant sei die Lieferung von medizinischem und chirurgischen Gerät nach Italien im Wert von rund hundert Millionen Dollar (etwa 91 Millionen Euro), sagte Trump am Montag in Washington.

Um welche Art von Ausrüstung es sich handelt, erläuterte der Präsident nicht. Italiens Regierungschef Giuseppe Conte sei über die Lieferung „sehr, sehr glücklich“, sagte er lediglich. Der US-Präsident hatte kurz zuvor mit Conte telefoniert.

Lieferungen von medizinischem Gerät seien für später auch nach Frankreich, Spanien und in weitere Länder geplant, sagte Trump. Es gebe in den USA ein Überangebot an bestimmtem medizinischen Gerät, dieses Material könne ins Ausland gehen.

Die USA sind selbst das Land mit den meisten verzeichneten Corona-Fällen weltweit – die Johns-Hopkins-Universität in Baltimore zählte bis Montagabend (Ortszeit) etwa 163.400 Ansteckungsfälle. Die Zahl der Todesopfer in den Vereinigten Staaten stieg auf mehr als 3000.

Spanien verbietet alle Beerdigungszeremonien

Spanien hat wegen der Coronavirus-Pandemie alle Beisetzungszeremonien verboten. Die Teilnehmerzahl bei Bestattungen ist bis auf Weiteres auf maximal drei dem Verstorbenen nahe stehende Menschen beschränkt, wie es in einem am Montag veröffentlichten Regierungsdekret heißt. Die Einschränkungen bei Beerdigungen gelten bis zum Ende des derzeitigen offiziellen landesweiten Notstandes, der vorerst bis zum 11. April befristet ist.

Ähnliche Restriktionen für Beisetzungen gelten bereits in Italien. Spanien ist nach Italien das Land mit den weltweit meisten Todesopfern der Pandemie. Laut der jüngsten Bilanz vom Montag wurden in Spanien 7340 Todesopfer verzeichnet.

Ausgangssperre in Italien bis Ostern verlängert

Die wegen der Corona-Pandemie in Italien verhängte Ausgangssperre wird bis Ostern verlängert. Die vor drei Wochen angeordnete landesweite Ausgangssperre gelte noch mindestens bis zum 12. April, teilte Gesundheitsminister Roberto Speranza am Montagabend in Rom mit. Damit folge die Regierung der Empfehlung ihres wissenschaftlichen Beratergremiums, alle Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie aufrechtzuerhalten. Anderenfalls wären die Maßnahmen wie das Verbot öffentlicher Versammlung und die Schließung aller nicht lebensnotwendiger Betriebe am Freitag ausgelaufen.

In einem Interview mit der spanischen Zeitung „El País“ hatte Italiens Regierungschef Giuseppe Conte zuvor gesagt, die Folgen der Ausgangssperre seien „wirtschaftlich sehr hart“. „Das darf nicht lange dauern.“ Um die erzielten Fortschritte im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie nicht aufs Spiel zu setzten, dürften die Beschränkungen des öffentlichen Lebens aber nur „schrittweise“ aufgehoben werden.

Mit 11.591 Opfern führt Italien die weltweite Rangfolge der Corona-Toten an. Insgesamt mehr als 100.000 Infektionen wurden in dem EU-Land nachgewiesen.

Allerdings sehen die Behörden mittlerweile Gründe zur Hoffnung. Der Anstieg bei den Neuinfektionen sank nach Angaben des italienischen Zivilschutzes am Montag auf ein neues Tief von 4,1 Prozent. Zudem ging erstmals die Zahl der aktuell Erkrankten im Pandemie-Epizentrum rund um Mailand zurück.

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30. März 2020

Auch dritter Coronavirus-Test Merkels negativ

Auch das Ergebnis des dritten Coronavirus-Tests von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) ist negativ. Die Bundeskanzlerin werde aber „auch in den nächsten Tagen die Dienstgeschäfte aus ihrer häuslichen Quarantäne wahrnehmen“, teilte ein Regierungssprecher am Montag mit. Merkel hatte sich am 22. März freiwillig in häusliche Quarantäne begeben.

Grund für die Vorsichtsmaßnahme war, dass sie zwei Tage zuvor Kontakt zu einem mit dem Coronavirus infizierten Arzt hatte. Der Mediziner, der die Kanzlerin prophylaktisch gegen Pneumokokken geimpft hatte, war später positiv auf das Virus getestet worden.

Umstrittenes Corona-Notstandsgesetz in Ungarn verabschiedet

Ministerpräsident Viktor Orban hat seine Macht mit Hilfe der Corona-Krise erheblich ausgebaut: Das Parlament in Budapest billigte am Montag mit deutlicher Mehrheit einen Gesetzentwurf der Regierung, der es Orban nun ermöglicht, im Rahmen eines Notstands von unbegrenzter Dauer per Dekret zu regieren. Kritiker in Ungarn und im Ausland werfen Orban vor, die Pandemie als Vorwand zu nutzen, um die Machtstellung seiner nationalkonservativen Regierung noch weiter auszubauen.

>> Mehr dazu: Ungarn: Selbstentmachtung des Parlaments durch unbegrenzten Corona-Notstand

Zahl der Virus-Infizierten in Spanien inzwischen höher als in China

In Spanien gibt es inzwischen mehr Corona-Virus-Infizierte als in China, wo das neuartige Corona-Virus Ende 2019 ausgebrochen war.

Das Gesundheitsministerium in Madrid teilte am Montag mit, die Zahl der bestätigten Ansteckungen sei binnen 24 Stunden um 6398 auf 85.195 gestiegen, die Zahl der Todesfälle um 812 auf 7340. Zu den Infizierten gehören nach Angaben der Behörden inzwischen auch rund 12.300 Mitarbeiter des Gesundheitswesens und Fernando Simon, der Chef des nationalen Gesundheits-Krisenstabs.

Niedersachsen verhängt sofortigen Aufnahmestopp für Pflegeheime

Das Land Niedersachsen hat nach mehreren Corona-Toten in einem Wolfsburger Pflegeheim einen Aufnahmestopp für alle entsprechenden Einrichtungen verhängt.

Das sagte Landessozialministerin Carola Reimann (SPD) am Montag in Hannover. Ausnahmen gebe es nur für Pflegeheime, die eine 14-tägige Quarantäne für neue Bewohner garantieren könnten, sowie spezielle Kurzzeitpflegeeinrichtungen.

Die Dynamik der Corona-Ausbreitung und das dramatische Geschehen in Wolfsburg ließen keine andere Wahl, sagte die Ministerin.

Bayern verlängert Maßnahmen gegen Coronavirus bis 19. April

Bayern hat seine wegen des Coronavirus verhängten Ausgangsbeschränkungen bis zum 19. April verlängert. Es solle keine Verschärfung der bestehenden Maßnahmen geben, aber die genannte Verlängerung, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag in München. Ursprünglich hatten die seit dem 21. März geltenden Einschränkungen am 3. April enden sollen.

Die von der Politik verhängten Maßnahmen zeigten erste Wirkung, sagte Söder. „Die Kurve der Infektionen flacht etwas ab.“ Dennoch sei die von einigen Politikern angestoßene Debatte über einen Ausstieg aus den Schutzmaßnahmen verfrüht und komme zur Unzeit. „Es gibt keinen Anlass, falsche Hoffnungen zu wecken“, sagte Söder.

Österreich verschärft Maßnahmen zur Einschränkung der Corona-Ausbreitung

Ab Mittwoch gilt eine Schutzmasken-Pflicht in Supermärkten. Die einfachen Mund-Nasen-Schutzmasken (im Unterschied zu medizinischen Schutzmasken, die in Spitälern gebraucht werden) sollen vor den Eingängen der Märkte verteilt werden. 

Wer zu Risikogruppen gehört, darf nun gar nicht mehr ins Büro und muss entweder von zuhause arbeiten oder freigestellt werden. Hotels werden für touristische Zwecke komplett geschlossen. 

Um ein erstes Gefühl für die Dunkelziffer der Infektionen zu bekommen, wird die Regierung erstmals 2.000 Stichproben-Tests nach dem Zufallsprinzip durchführen. Bis Ende der Woche sollen Ergebnisse vorliegen.

Rhetorisch machte Kurz klar, dass das Schlimmste noch bevorstehe. Österreich befinde sich momentan in der „Ruhe vor dem Sturm“, speziell mit Blick auf Italien.

>> Mehr dazu: Österreich verschärft Maßnahmen: „Sind bald am Ende der Fahnenstange“

Herzstörungen nach Einnahme von „Corona-Mittel“ in Frankreich

In Frankreich haben mehrere Menschen gefährliche Herzrhythmusstörungen bekommen, nachdem sie ohne ärztliche Aufsicht ein angebliches Mittel gegen das Coronavirus eingenommen hatten. In einigen Fällen sei sogar die Einweisung auf eine Intensivstation nötig gewesen, erklärte die regionale Gesundheitsbehörde in Bordeaux am Sonntagabend. Die Menschen hatten den Wirkstoff Hydroxychloroquin eingenommen.

Das Mittel wird eigentlich gegen Malaria eingesetzt. Er dürfe „in keinem Fall zur Selbstmedikation eingenommen werden“, sondern allenfalls unter Aufsicht eines Arztes, warnte die Gesundheitsbehörde. Sie verwies auf die starken Nebenwirkungen des Mittels, zu denen neben Herzrhythmusstörungen unter anderem auch neurologische Probleme gehören. Eine Überdosis kann tödlich sein.

Weltweit jetzt mehr als 700.000 Infektionen mit Coronavirus gemeldet

Weltweit ist die Zahl der Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus auf mehr als 700.000 gestiegen. Bis Montagmorgen wurden nach einer auf amtlichen Angaben basierenden Zählung der Nachrichtenagentur AFP mehr als 715.200 Infektionen gemeldet, betroffen sind 183 Länder und Gebiete. Die Zahl der Todesopfer weltweit liegt bei mehr als 33.500.

Situation in Wolfsburg am Wochenende weiter eskaliert

Im niedersächsischen Wolfsburg ist die Corona-Situation über das Wochenende weiter eskaliert. Das Klinikum der Stadt verhängte einen weitgehenden Aufnahmestopp für Patienten wegen Ansteckungen unter den Mitarbeitern, wie die Stadt am Sonntag mitteilte. Die Zahl der nach einer Corona-Infektion verstorbenen Bewohner eines Pflegeheims stieg auf 15, während auch in anderen Bundesländern Altenheime schwer betroffen waren.

An dem Wolfsburger Klinikum würden vorerst keine neuen Patienten mehr aufgenommen, erklärte die Stadt. Sie würden auf umliegende Krankenhäuser verteilt. Einzige Ausnahmen bei der Aufnahme sind die Notaufnahme der Kinderklinik und der Kreißsaal. Vorerst wird in dem Klinikum jedes Zimmer nur mit einem Patienten belegt, das gesamte Personal arbeitet mit sogenanntem Vollschutz.

Am Montag sollten Mitarbeiter und Patienten weiter auf das Virus getestet werden. Die Ergebnisse wurden für den Abend erwartet. Danach sollte laut Stadt über weitere Schritte entschieden werden.

Portugal bietet allen Asylsuchenden bis Sommer Sozial- und Gesundheitsleistungen

Die portugiesische Regierung hat beschlossen, sowohl Migrantinnen und Migranten, die Aufenthaltsgenehmigungen in Portugal beantragt haben, als auch allen Asylsuchenden vorübergehend staatsbürgerliche Rechte zu gewähren. Damit soll angesichts der Coronavirus-Pandemie sichergestellt werden, dass diese Personen Zugang zu Sozial- und Gesundheitsleistungen erhalten – zumindest bis zum 1. Juli. 

„Die Menschen sollten nicht ihres Rechts auf Gesundheit und öffentliche Dienstleistungen beraubt werden, nur weil ihr Antrag noch nicht bearbeitet wurde,“ erklärte Claudia Veloso, Sprecherin des Innenministeriums, gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Gerade in den aktuellen, „außergewöhnlichen Zeiten“ müssten die Rechte von Migrantinnen und Migranten gesichert werden.

Ifo-Umfrage: Jedes vierte Industrie-Unternehmen erwartet Kurzarbeit

Der deutschen Industrie steht in der Corona-Krise laut der neuen Konjunkturumfrage des ifo-Instituts eine drastische Welle an Kurzarbeit bevor. 25,6 Prozent aller Firmen erwarten in den kommenden drei Monaten Kurzarbeit, wie das Münchner Institut am Montag mitteilte. Dies sei der höchste Stand seit dem Jahr 2010. Vor drei Monaten waren es demnach noch 15,3 Prozent. Überdurchschnittlich betroffen seien die Schlüsselbranchen Automobile (41 Prozent), Maschinenbau (33 Prozent) und Elektro (32 Prozent).

Kleinere Branchen, die auch stark von Kurzarbeit betroffen sein werden, sind den Angaben zufolge die Metallerzeugung und -bearbeitung mit 49 Prozent, der sonstige Fahrzeugbau mit 43 Prozent, die Textilhersteller mit 41 Prozent, die Hersteller von Lederwaren und Schuhen mit 35 Prozent und die Hersteller von Metallerzeugnissen mit 27 Prozent. Einige Branchen erwarten laut ifo-Umfrage in den kommenden drei Monaten dagegen kaum Kurzarbeit: In der Chemie-Industrie waren es nur 14 Prozent und in der Ernährungsindustrie sechs Prozent.

Bereits Kurzarbeit eingeführt haben demnach 9,3 Prozent der Industriefirmen. „Das volle Ausmaß der Corona-Pandemie ist in all diesen Zahlen vermutlich noch nicht berücksichtigt, denn die meisten Antworten liefen ein bis Mitte März“, erklärte Klaus Wohlrabe, Leiter der ifo-Konjunkturumfragen.

Anstieg der Neuinfektionen verlangsamt sich in Italien

In Italien verlangsamt sich die Zunahme der Neuinfektionen mit dem Coronavirus.

Die Gesamtzahl der Infizierten erhöhte sich um 5217 auf 97.689, wie der Zivilschutz am Sonntag mitteilte. Das ist der geringste Anstieg von Neuinfektionen seit Mittwoch. Bislang hat die Coronavirus-Pandemie offiziellen Angaben zufolge 10.779 Todesopfer in Italien gefordert. Die Behörde erklärte, dass in den vergangenen 24 Stunden 756 neue Todesfälle hinzugekommen seien.

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Virus droht dem südeuropäischen Land dennoch eine Verlängerung der Ausgangssperre. “Die Maßnahmen, die am 3. April auslaufen, werden unweigerlich verlängert”, sagte der Minister für regionale Angelegenheiten, Francesco Boccia, dem TV-Sender Sky TG24. Ministerpräsident Giuseppe Conte werde die Entscheidung darüber anhand von medizinischen und wissenschaftlichen Daten treffen. In italienischen Medienberichten ist von einer Verlängerung um weitere zwei Wochen bis zum 18. April die Rede.

Trump geht nicht mehr von Abflauen der Corona-Pandemie in den USA bis Ostern aus

Noch vor Kurzem sprach Donald Trump von vollen Kirchen zu Ostern – nun hat der US-Präsident seine Vorhersagen stark revidiert und erwartet kein rasches Abflauen der Pandemie in seinem Land mehr. Anfang Juni würden sich die USA auf dem Weg hinaus aus der Krise befinden, sagte Trump am Sonntag. Die Vereinigten Staaten hatten sich zuletzt innerhalb kurzer Zeit zum neuen weltweiten Hauptzentrum der Pandemie entwickelt.

Die Zahl der verzeichneten Corona-Infektionsfälle in den USA stieg nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität bis zum Sonntagabend (Ortszeit) weiter deutlich an und erreichte rund 142.350. Damit rangieren die Vereinigten Staaten mit immer deutlicherem Abstand vor Italien, China und Spanien. Die Zahl der registrierten Todesfälle durch die Pandemie in den USA nahm der Universität zufolge auf 2494 zu.

Trump äußerte am Sonntag die Erwartung, dass die Rate der Todesfälle in den USA zu Ostern – also in zwei Wochen – ihren Höhepunkt erreichen werde. Danach werde die Zahl neuer Todesfälle nachlassen, und zwar „hoffentlich sehr substanziell“. Noch kürzlich hatte der Präsident eine deutliche Besserung der Lage bereits zu Ostern vorausgesagt.

Der Präsident gab ferner bekannt, dass die Richtlinien seiner Regierung für die Bevölkerung im Kampf gegen die Pandemie in ihrer Gültigkeit um 15 Tage bis zum 30. April verlängert werden.

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29. März 2020

Moskau verschärft Ausgangsbeschränkungen

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus wird das öffentliche Leben in Moskau weiter eingeschränkt. Wie der Bürgermeister der russischen Hauptstadt, Sergej Sobjanin, am Sonntag mitteilte, dürfen alle Einwohner ab Montag ihre Wohnungen nur noch zur Arbeit in systemrelevanten Branchen, in medizinischen Notfällen und zum Einkauf in Apotheken und Supermärkten verlassen. Bislang waren davon nur Moskauer über 65 Jahre betroffen.

Ausnahmen gelten auch für das Rausbringen von Müll und Gassigehen mit dem Hund. Überwacht werden soll die Einhaltung der Regeln offenbar durch die zahlreichen Kameras im Stadtgebiet mit Gesichtserkennungssoftware.

Ab Montag riegelt Russland auch alle Grenzen komplett ab. Das Land hatte seine Grenzen vor einer Woche bereits für Ausländer geschlossen und internationale Flüge am Donnerstag eingestellt.

Italien meldet 756 weitere Corona-Todesfälle binnen 24 Stunden

Italien hat am Sonntag 756 weitere Corona-Tote innerhalb von 24 Stunden gemeldet. Die Zahl der Todesopfer durch die Lungenkrankheit Covid-19 stieg damit auf 10.779, wie der italienische Zivilschutz mitteilte. Hoffnung gibt allerdings die Infektionsrate, die sich weiter verlangsamte.

Der tägliche Anstieg der Neuinfektionen fiel auf 5,6 Prozent – den niedrigsten Stand seit dem ersten italienischen Todesfall am 21. Februar. Seit Samstag registrierten die Behörden 5217 neue Ansteckungen. Damit stieg die Zahl der Infektionsfälle in dem am stärksten von der Corona-Pandemie betroffenen Land der Welt auf insgesamt 97.689 an.

US-Experte Fauci erwartet 100.000 bis 200.000 Corona-Tote in den USA

Der renommierte US-Wissenschaftler Anthony Fauci rechnet mit 100.000 bis 200.000 Covid-19-Todesfällen in den Vereinigten Staaten. Der Leiter des Nationalen Instituts für Allergien und Infektionskrankheiten (NIAID) und Berater von US-Präsident Donald Trump sagte am Sonntag dem Sender CNN, Prognosen von einer Million Toten seien „sehr, sehr unwahrscheinlich“. Millionen von Infektionsfällenmit dem neuartigen Coronavirus seien jedoch möglich.

Die Rechenmodelle gingen von unterschiedlichen Hypothesen aus, sagte Fauci. „Es gibt das schlimmste und das beste Szenario. Und normalerweise bewegt sich die Realität irgendwo in der Mitte.“

Laut der in der US-Stadt Baltimore ansässigen Johns Hopkins Universität wurden in den USA bislang fast 125.000 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus registriert – soviel wie in keinem anderen Land der Welt. Die Zahl der Todesfälle stieg auf 2191 und verdoppelte sich damit seit Mittwoch fast.

Spanien meldet mit 838 neuen Höchststand an Corona-Todesfällen an einem Tag

Mit 838 Todesopfern durch das neuartige Coronavirus binnen 24 Stunden hat Spanien einen neuen traurigen Rekord gemeldet. Die Gesamtzahl der Corona-Opfer in dem Land stieg damit auf 6528, wie das Gesundheitsministerium in Madrid am Sonntag mitteilte.

Die Zahl der bestätigten Infektionen stieg innerhalb eines Tages um 9,1 Prozent auf 78.797 Fälle. Mit Ausnahme von Donnerstag war die Zahl der neu hinzugekommenen Corona-Opfer in Spanien in den vergangenen Tagen stetig gestiegen.

Altmaier fordert „umfassendes Fitnessprogramm“ für die Wirtschaft

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) strebt nach der Corona-Krise ein „umfassendes Fitnessprogramm“ für die deutsche Wirtschaft an. „Die Rettungspakete allein werden nicht genügen“, sagte Altmaier der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Er plant dabei auch strukturelle Veränderungen. Der Minister mahnte zudem bei Staatshilfen in der Krise einen Beitrag des Managements an. Kleinunternehmer und Solo-Selbstständige können ab Montag die von der Bundesregierung für sie bereitgestellten Soforthilfen abrufen.

Altmaier kündigte ein Konzept an, das sich nicht auf klassische Konjunkturprogramme beschränken, sondern strukturell die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft verbessern solle. So müssten Deutschland und Europa den Rückstand bei der Digitalisierung aufholen und dafür sorgen, dass Arbeitsplätze der Zukunft nicht nur in Amerika und Asien entstünden. Zudem müssten elementare Bereiche industrieller Produktion wie Arzneimittel und Biotech auch hierzulande angesiedelt sein.

Der Wirtschaftsminister mahnte zudem einen Beitrag der Unternehmensvorstände bei Staatshilfen in der Corona-Krise an. „Mir ist wichtig, dass in Notsituationen auch Vorstände und leitende Angestellte einen Beitrag leisten, insbesondere bei den Bonuszahlungen“, sagte Altmaier.

Wieler warnt vor dramatischen Zuständen in deutschen Kliniken

Nach Einschätzung des Chefs des Robert-Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, droht in der Corona-Krise auch das deutsche Gesundheitssystem an seine Grenzen zu geraten. „Wir müssen damit rechnen, dass die Kapazitäten nicht ausreichen, ganz klar“, sagte Wieler der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Mit Blick auf die vergleichsweise niedrige Sterberate in Deutschland warnte der Seuchenexperte vor Illusionen: Dies sei vor allem darauf zurückzuführen, dass in Deutschland viel getestet werde.

Zustände wie in Italien seien auch in Deutschland möglich, warnte Wieler. „Wir können nicht ausschließen, dass wir hierzulande ebenfalls mehr Patienten als Beatmungsplätze haben.“

Dass die Coronavirus-Pandemie in Deutschland im internationalen Vergleich relativ glimpflich verlaufe, liege auch an den von der Virusinfektion betroffenen Patienten, betonte der RKI-Chef. „Zunächst waren in Deutschland vornehmlich Menschen betroffen, die nicht zu den Risikogruppen zählen, denn viele Übertragungsketten standen in Verbindung zum Beispiel mit Skiurlauben. Wenn mehr Übertragungen in Altenheimen oder Krankenhäusern stattfinden, steht zu befürchten, dass der Anteil steigt.“

„Wir müssen damit rechnen, dass die Kapazitäten nicht ausreichen, ganz klar“, so Wieler. [EPA-EFE/CLEMENS BILAN / POOL]

Bundesregierung will Schutzmasken im Schnellverfahren kaufen

Angesichts des akuten Engpasses bei Schutzmasken und -kitteln setzt die Bundesregierung in der Coronavirus-Krise auf eine beschleunigte Beschaffung des Materials. Das Gesundheitsministerium habe ein sogenanntes Open-House-Verfahren gestartet, berichtete die „Welt am Sonntag“. Da bei dieser Vorgehensweise keine Verhandlungen stattfinden, können Geschäfte schneller abgewickelt werden. Unternehmen, die auf das Angebot eingehen, müssen dem Bericht zufolge mindestens 25.000 Stück eines der beiden Produkte liefern, einen Mindeststandard garantieren und die Lieferung verantworten.

„Wir wollen Ärzte, Pflegekräfte und alle, die im Gesundheitswesen arbeiten, bestmöglich schützen“, sagte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) der „Welt am Sonntag“, „Deswegen beschaffen wir als Bund medizinische Schutzausrüstung aus aller Welt und beliefern damit alle Bundesländer und Kassenärztliche Vereinigungen.“ 

Trump entscheidet sich gegen Quarantäne für Bundesstaat New York

US-Präsident Donald Trump will nun doch keine Quarantäne für New York und angrenzende Bundesstaaten anordnen. „Eine Quarantäne wird nicht nötig sein“, schrieb Trump am Samstag im Kurzbotschaftendienst Twitter. Wegen der rasanten Ausbreitung des neuartigen Coronavirus in der Region hatte er wenige Stunden zuvor angekündigt, dass er „New York, New Jersey, vielleicht ein oder zwei andere Orte und gewisse Teile von Connecticut“ womöglich abriegeln werde.

New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo hatte sich nach einem Treffen mit Trump irritiert über den Vorstoß des Präsidenten gezeigt. Eine Quarantäne sei in dem Gespräch kein Thema gewesen, sagte Cuomo. „Ich weiß nicht, wie das rechtlich durchsetzbar sein sollte. Und ich weiß nicht, was man damit aus medizinischer Sicht erreichen würde.“

Mehr als 2000 Corona-Tote in den USA

In den USA sind mehr als 2000 Menschen nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Es gebe 2010 bestätigte Todesfälle, teilte die Johns-Hopkins-Universität am Samstag mit. Die Zahl der Coronavirus-Infektionen habe sich auf gut 121.000 erhöht. Im Bundesstaat Illinois starb ein Baby an der von dem Virus ausgelösten Lungenkrankheit COVID-19.

Maas: Bislang mehr als 160.000 deutsche Urlauber zurückgebracht

Nach Angaben von Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) sind wegen der Coronavirus-Pandemie bislang mehr als 160.000 Deutsche aus dem Ausland zurückgeholt worden. Er dankte am Samstagabend im Kurzbotschaftendienst Twitter allen Beteiligten, die daran „unfassbar hart“ gearbeitet hätten. An die noch im Ausland Verbliebenen appellierte Maas: „Bitte haben Sie Geduld, wenn wir Ihnen noch nicht helfen konnten.“

Die Bundesregierung schätzt die Zahl der Rückkehrwilligen, zumeist Urlauber, auf etwa 200.000. „Wir machen weiter“, twitterte Maas.

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28. März 2020

Spanien schließt „nicht lebenswichtige“ Unternehmen

Die spanische Regierung hat im Kampf gegen die Corona-Pandemie die vorübergehende Schließung aller „nicht lebenswichtigen“ Unternehmen angeordnet. Alle Angestellten dieser Firmen sollten in den kommenden zwei Wochen zuhause bleiben, teilte Regierungschef Pedro Sánchez am Samstagabend in Madrid mit. Eine ähnliche Regelung gilt auch in Italien. Die beiden Länder sind die weltweit am schlimmsten von der Pandemie betroffenen Länder.

Am Samstag hatte die Zahl der Toten durch die Corona-Pandemie in Spanien einen traurigen Rekordwert erreicht. Binnen 24 Stunden starben 832 Menschen – so viele wie nie zuvor an einem Tag, wie die Regierung mitteilte. Damit starben in Spanien bislang insgesamt 5690 Menschen an der durch das neuartige Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19. Die Zahl der Infizierten stieg auf mehr als 72.000.

Russland schließt seine Grenzen wegen Coronavirus vollständig

Im Kampf gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus schließt Russland seine Grenzen vollständig. Ab Mitternacht in der Nacht zum Montag werde der Verkehr an allen Grenzübergängen auf Straßen, Bahnverbindungen, Häfen und Fußgängerübergängen „vorübergehend beschränkt“, hieß es in einem am Samstag veröffentlichten Dekret. Ausgenommen sind nur russische Diplomaten und Lastwagenfahrer.

Mit der Grenzschließung solle verhindert werden, dass „neue Infektionsfälle ins Land kommen“. Betroffen ist demnach auch die Grenze zu Weißrussland, an der es normalerweise keinerlei Kontrollen gibt.

Russland hatte seine Grenzen vor einer Woche bereits für Ausländer geschlossen und internationale Flüge am Donnerstag eingestellt.

Nach offiziellen Zahlen wurden in Russland bisher 1264 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus diagnostiziert, vier Menschen starben.

Mehr als 10.000 Tote durch Coronavirus in Italien

In Italien sind inzwischen mehr als 10.000 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Wie der Zivilschutz am Samstagabend in Rom mitteilte, starben binnen 24 Stunden 889 weitere Menschen. Damit stieg die Gesamtzahl der Todesfälle auf 10.023 Menschen. Italien hat in der Coronavirus-Pandemie die weltweit meisten Toten zu verzeichnen.

Die Zahl der Infektionen stieg um 5974 Fälle auf insgesamt 92.472. Gleichzeitig verlangsamte sich der Anstieg bei den Neuinfektionen weiter: Der Anstieg um 6,9 Prozent am Samstag war der schwächste seit dem Beginn der Pandemie in Italien vor mehr als einem Monat. In den Tagen zuvor lag die Infektionsrate bei 7,4 beziehungsweise 8,3 Prozent.

Corona-Patienten aus Italien und Frankreich nach Deutschland ausgeflogen

Aus Italien und Frankreich sind am Samstag mehrere schwerkranke Corona-Patienten nach Deutschland ausgeflogen worden. Zwei Patienten aus dem nordostfranzösischen Metz wurden per Militärhubschrauber nach Essen gebracht, wo sie im Universitätsklinikum behandelt werden sollen, wie eine Sprecherin der nordrhein-westfälischen Landesregierung mitteilte. Die Luftwaffe flog zudem sechs italienische Corona-Patienten aus Bergamo nach Deutschland aus.

Sie landeten am Samstagnachmittag am Flughafen Köln/Bonn, wie die Luftwaffe im Kurzbotschaftendienst Twitter mitteilte. Von dort wurden sie weiter transportiert in Kliniken in Köln, Bonn und Bochum. Mehrere Kliniken in Nordrhein-Westfalen hatten zuvor angekündigt, in den kommenden Tagen insgesamt zehn Corona-Patienten aus Italien und vier Patienten aus Frankreich aufzunehmen.

Über weitere Krankentransporte werde je nach Entwicklung der Lage entschieden. Seit Beginn der Pandemie wurden Braun zufolge bereits etwa ein dutzend Corona-Patienten per Krankenwagen in deutsche Krankenhäuser gebracht.

Auch Berlin nimmt Corona-Infizierte aus Frankreich und Italien auf. Die Berliner Charité werde im Laufe des Samstags sechs schwerkranke Corona-Patienten aus Frankreich aufnehmen, teilte die Berliner Senatskanzlei mit. Die Infizierten würden per Flugzeug von der Uniklinik Straßburg nach Berlin transportiert. Auch aus Italien werde ein Transport vorbereitet.

Zahl der Corona-Toten in Grobritannien steigt auf mehr als 1000

In Großbritannien ist die Zahl der Toten in der Corona-Pandemie auf mehr als 1000 gestiegen. Das teilte die Regierung am Samstag mit Verweis auf den Stand am Freitagabend mit. Am Vortag lag die Zahl der Toten durch die durch das neuartige Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 noch bei 759. Europaweit starben laut offiziellen Zahlen vom Samstag inzwischen mehr als 20.000 Menschen an den Folgen des Coronavirus.

In Großbritannien war die Zahl der Coronavirus-Infektionen in den vergangenen Tagen stark gestiegen, auf mehr als 17.000. Am Freitag war bekannt geworden, dass auch Premierminister Boris Johnson und Gesundheitsminister Matt Hancock mit dem neuartigen Coronavirus infiziert sind. 

Zahl der Corona-Infizierten in Deutschland steigt weiterhin stark

Der Anstieg der Corona-Fallzahlen in Deutschland geht weiter: Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts vom Samstag stieg die Zahl der Infizierten um 6294 auf 48.582. Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) rechnet derweil frühestens zum Jahresende mit einem Impfstoff gegen das Coronavirus.

Die Zahl der Corona-Toten stieg laut Robert-Koch-Institut, das nur behördlich gemeldete Fälle erfasst, auf 325. Die in der US-Stadt Baltimore ansässige Johns-Hopkins-Universität (JHU) meldete für Deutschland bereits 53.340 Infizierte und 395 Todesfälle.

Karliczek sagte den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland: „Wir müssen davon ausgehen, dass ein Impfstoff, mit dem breitere Teile der Bevölkerung geschützt werden können, erst gegen Ende des Jahres oder Anfang des nächsten Jahres zur Verfügung steht.“ Es müsse sichergestellt sein, „dass die Impfung wirkt und dem Patienten nicht schadet“, warnte sie vor zu viel Eile.

Spanien meldet 832 Corona-Tote binnen 24 Stunden

In Spanien hat die Zahl der Toten durch die Corona-Pandemie einen traurigen Rekordwert erreicht. Binnen 24 Stunden starben 832 Menschen – so viele wie nie zuvor an einem Tag, wie die Regierung am Samstag mitteilte. Damit starben in Spanien bislang insgesamt 5690 Menschen an der durch das neuartige Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit COVID-19. Die Zahl der Infizierten stieg auf mehr als 72.000.

Spanien ist nach Italien das Land, das weltweit die meisten Toten durch die Pandemie zu beklagen hat. Die Tests auf eine Infektion werden derzeit deutlich ausgeweitet.

Keine Lockerungen der Maßnahmen vor dem 20. April 

Die deutsche Regierung werde vor dem 20. April keine Aufhebung oder Lockerung der Beschränkungen in Betracht ziehen, sagte Kanzleramtsleiter Helge Braun in einem Interview mit EURACTIVs Medienpartner Der Tagesspiegel. Sofern die Zahl der Fälle in den kommenden Wochen zurückgeht, wird die Regierung eine Strategie zur schrittweisen Aufhebung der Restriktionen entwickeln.

Nach den neuesten Zahlen des Robert-Koch-Instituts gibt es in Deutschland am Samstagmorgen (28. März) 48.582 Fälle, mehr als 6.000 Fälle am Vortag. Diese Zahlen deuten jedoch auf eine Verlangsamung der Infektionsrate hin, da die Verdoppelungszeit des Landes auf 5,5 bis 6 Tage zurückgegangen ist. Aber „noch geben uns die täglichen Zahlen der Neuinfektionen leider keinen Grund, nachzulassen oder die Regeln zu lockern“, warnte Merkel

Bundeskanzlerin Angela Merkel schloss sich den Ministern ihres Kabinetts an und rief zur Geduld auf. In einem Podcast, den das Kanzleramt am Samstag veröffentlichte, dankte sie den Zuhörern: „Jeder ist Teil unseres Kampfes gegen das Virus… Ich danke Ihnen allen, dass unser Land auf Sie zählen kann“. Aber ein Ende oder eine Lockerung der Restriktionen wird warten müssen. Um das Gesundheitssystem des Landes zu entlasten, müsse die Verdoppelungszeit näher an zehn Tagen liegen, sagte Merkel. 

Conte warnt vor existenzieller Bedrohung der EU

Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte hat vor dramatischen Auswirkungen der Corona-Krise für die Europäische Union gewarnt – und einen Wiederaufbauplan für Europa gefordert. Die „gesamte europäische Struktur“ könne ihre „Existenzberechtigung verlieren“, wenn die EU jetzt Fehlentscheidungen treffe, warnte Conte in einem am Samstag in der Zeitung „Il Sore 24 Ore“ veröffentlichten Interview.

Conte rief die EU dazu auf, sofortige Maßnahmen zu ergreifen, damit die kommenden Generationen nicht die „immensen Kosten einer zerstörten Wirtschaft“ tragen müsse. „Wir wollen dieser Herausforderung gewachsen sein? Dann lassen Sie uns einen großangelegten Plan auf den Weg bringen, einen ‚European Recovery and Reinvestment Plan‘, der die gesamte europäische Wirtschaft unterstützt und wiederbelebt“, forderte Conte in Anspielung auf den Marshall-Plan der USA nach dem Zweiten Weltkrieg.

Mehr als 100.000 Menschen in den USA mit Coronavirus infiziert

In den USA haben sich inzwischen mehr als hunderttausend Menschen mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt. Die Vereinigten Staaten überholten am Freitag China und Italien bei der Zahl der Infizierten und sind nun das Land mit den meisten Ansteckungen weltweit. Im Kampf gegen die Corona-Pandemie unterzeichnete US-Präsident Donald Trump das größte Rettungspaket der US-Geschichte und aktivierte nahezu zeitgleich ein Kriegswirtschaftsgesetz, um den Autobauer General Motors zur Produktion von Beatmungsgeräten zu zwingen.

Das Gesundheitsministerium könne aufgrund des „Defence Production Act“ nun von General Motors (GM) verlangen, Regierungsaufträge für Beatmungsgeräte „anzunehmen, auszuführen und ihnen Vorrang einzuräumen“, erklärte Trump. Der Autobauer habe bei diesem Thema „Zeit verschwendet“. Mit seinem Vorgehen wolle er „eine schnelle Produktion von Beatmungsgeräten sicherstellen, die Leben von US-Bürgern retten werden“.

GM erklärte als Reaktion, mit dem Medizingeräte-Hersteller Ventec ohnehin schon seit mehr als einer Woche „rund um die Uhr“ an der Produktion von Beatmungsgeräten zu arbeiten.

Isolation chinesischer Millionenmetropole Wuhan beendet

Nach zwei Monaten im Ausnahmezustand kehrt in der zentralchinesischen Metropole Wuhan allmählich wieder Alltag ein: Die Isolation der Millionenmetropole, die als Ausgangspunkt der Coronavirus-Pandemie gilt, ist am Samstag beendet worden. Die Einreise in die Hauptstadt der Provinz Hubei ist nun wieder erlaubt, das Ausreiseverbot gilt aber noch bis zum 8. April. Der U-Bahn- und Fernverkehr wurde wiederaufgenommen, Einkaufszentren dürfen kommende Woche ihre Pforten öffnen.

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27. März 2020

Belgien verlängert Ausgangssperre

Die wegen der Corona-Pandemie verhängte Ausgangssperre in Belgien gilt noch mindestens bis nach den Osterferien. „Die Maßnahmen werden um zwei Wochen bis zum 18. April verlängert“, sagte Regierungschefin Sophie Wilmès am Freitag in Brüssel. Die Einschränkung des öffentlichen Lebens sei derzeit die einzige Möglichkeit, die Verbreitung des neuartigen Coronavirus einzudämmen. Zudem sollen die Regeln strenger durchgesetzt und Verstöße stärker geahndet werden.

Seit vergangenem Mittwoch dürfen die Menschen in Belgien nur in Ausnahmefällen, etwa für Arztbesuche und Lebensmitteleinkäufe, ihre Häuser verlassen und müssen dabei Mindestabstand halten. 

Trump aktiviert Kriegswirtschaftsgesetz für Produktion von Beatmungsgeräten

US-Präsident Donald Trump hat in der Coronavirus-Krise ein Kriegswirtschaftsgesetz aktiviert, um den Autobauer General Motors zur Produktion von Beatmungsgeräten zu zwingen. General Motors (GM) habe „Zeit verschwendet“, erklärte Trump am Freitag. Er setze deswegen den sogenannten „Defence Production Act“ ein. Das Gesundheitsministerium könne damit von General Motors verlangen, Regierungsaufträge für Beatmungsgeräte „anzunehmen, auszuführen und ihnen Vorrang einzuräumen“.

Das Gesetz wurde 1950 während des Koreakriegs beschlossen. Mit ihm kann die US-Regierung in Krisenzeiten Unternehmen verpflichten, bestimmte Aufträge anzunehmen. Trump hatte das Gesetz bereits vor zehn Tagen ins Gespräch gebracht, war vor einer tatsächlichen Anwendung zunächst aber zurückgeschreckt.

Tirol droht Sammelklage hunderter Skifahrer

Rund 400 Skifahrer könnten sich einer Sammelklage gegen die Tiroler Behörden wegen einer zu späten Reaktion auf den Beginn der Coronavirus-Epidemie anschließen. Der österreichische Verbraucherschutzverein (VSV) teilte am Freitag mit, bereits zwei Tage nach einem entsprechenden Aufruf hätten sich rund 400 Menschen gemeldet, mehr als 350 davon Deutsche. Die meisten hätten in Ischgl und im Paznauntal Urlaub gemacht.

Der Verband hatte zuvor Anzeige gegen den Tiroler Landeshauptmann Günther Platter, Bürgermeister, Seilbahngesellschaften und weitere Behördenvertreter erstattet. Zugleich startete er einen europaweiten Aufruf an mögliche Betroffene, die davon ausgehen, dass sie sich beim Ski-Urlaub in Tirol mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt haben.

Den Behörden in Tirol wird vorgeworfen, zu spät auf erste Anzeichen eines Ausbruchs in dem beliebten Wintersportort Ischgl reagiert und damit der Ausbreitung in Europa und darüber hinaus Vorschub geleistet zu haben.

Fast tausend Tote in Italien binnen 24 Stunden

In Italien sind binnen 24 Stunden fast tausend Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Die Zahl der Todesopfer sei seit Donnerstagabend um 969 gestiegen, teilte der Zivilschutz am Freitagabend mit. Insgesamt seien bisher 9134 Menschen nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben, das die Lungenkrankheit Covid-19 auslöst.

Gleichzeitig verlangsamte sich der Anstieg bei den Neuinfektionen weiter: Der Anstieg um 7,4 Prozent auf insgesamt knapp 86.500 Infektionsfälle war der schwächste seit dem Beginn der Pandemie in Italien vor mehr als einem Monat.

Brasilien: Bolsonaro kündigt Milliardenhilfen für betroffene Unternehmen an

Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro hat Milliardenhilfen für von der Corona-Krise betroffene kleine und mittelständische Unternehmen angekündigt. Seine Regierung werde 40 Milliarden Real (sieben Milliarden Euro) für solche Betriebe zur Verfügung stellen, sagte Bolsonaro am Freitag bei einer Konferenz mit dem Chef der brasilianischen Notenbank.

„Unser Anliegen ist es, Arbeitsplätze zu erhalten“, sagte Bolsonaro. In der Corona-Krise gebe es „zwei Wellen“: zunächst die Pandemie selbst und schließlich die wirtschaftlichen Auswirkungen. „Wir tun alles, um das Ausmaß dieser Wellen zu minimieren“, betonte der rechtsradikale Staatschef.

In den kommenden zwei Monaten sollen kleine und mittelgroße Unternehmen Kredite zu Niedrigzinsen aufnehmen können, um die Gehaltsfortzahlungen für ihre Mitarbeiter sicherstellen zu können. Im Gegenzug sollen sich die Betriebe verpflichten, in dieser Zeit keine Mitarbeiter zu entlassen.

Das Bild des brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro wird auf die Fassade eines Gebäudes in Sao Paulo projiziert. [EPA-EFE/Sebastiao Moreira]

US-Kongress beschließt Billionen-Notprogramm

Im Kampf gegen die wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie hat der US-Kongress das größte Rettungspaket der US-Geschichte beschlossen. Nach dem Senat stimmte am Freitag auch das Repräsentantenhaus in Washington für die Maßnahmen mit einem Umfang von rund zwei Billionen Dollar (1,82 Billionen Euro). Präsident Donald Trump muss das Gesetz jetzt noch unterzeichnen.

Trumps Republikaner und die oppositionellen Demokraten hatten das Nothilfepaket am Mittwoch nach tagelangem Streit im Senat einstimmig gebilligt. Nun stimmten auch die Abgeordneten des Repräsentantenhauses für das Gesetz.

Das Paket sieht massive Finanzhilfen für Beschäftigte, Arbeitslose, Unternehmen und Krankenhäuser vor. So sollen alle US-Bürger mit einem Jahresgehalt unter 75.000 einen Scheck über 1200 Dollar erhalten. Zahlungen und Bezugsdauer der Arbeitslosenversicherung werden ausgeweitet.

Für in Not geratene Konzerne wird ein 500 Milliarden schwerer Rettungsfonds aufgelegt, mehr als 350 Milliarden Dollar sollen für kleine und mittlere Unternehmen bereitgestellt werden. Milliardenhilfen sind auch für Krankenhäuser und andere Gesundheitseinrichtungen vorgesehen.

Frankreich verlängert Ausgangssperre bis zum 15. April

Frankreich verlängert wegen der weiter starken Ausbreitung des Coronavirus die seit zehn Tagen geltenden Ausgangssperre bis zum 15. April. Premierminister Edouard Philippe sagte am Freitag zur Begründung, das Land stehe noch „am Anfang der epidemischen Welle“. Am Wochenende erwartet die Regierung erneut einen sprunghaften Anstieg der Infektionszahlen. Neben den überlasteten Krankenhäusern in Ostfrankreich riefen auch die Pariser Kliniken um Hilfe.

Philippe sprach nach einem Krisentreffen der Regierung vor einer „extrem“ großen Welle, die „über Frankreich hinwegspült“. In den kommenden Tagen werde die Situation für die Krankenhäuser und die Bürger besonders schwierig werden, warnte er.

Solle die Corona-Krise auch nach Ostern anhalten, könnte das Ausgehverbot nach den Worten des Regierungschefs auch noch ein weiteres Mal verlängert werden.

Deutschland nimmt 123 Corona-Kranke aus Italien und Frankreich auf

Deutschland erhöht seine Hilfen für andere von der Corona-Krise betroffene EU-Staaten deutlich – und geht damit jetzt auch in die mediale Offensive.

Bundesländer und Städte wollen insgesamt 123 Corona-Intensivpatienten aus Frankreich und Italien aufnehmen, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes der Nachrichtenagentur Reuters am Freitag. Die Angebote der Bundesländer addierten sich mittlerweile auf 73 Plätze für Schwerkranke aus Italien. Aus Frankreich sollen 50 Patienten aufgenommen werden. Gleichzeitig wurden bereits 1700 EU-Bürger bei deutschen Rückholaktionen aus dem Ausland zurückgebracht. 

Zudem wurde medizinische Schutzausrüstung etwa nach Frankreich, Italien, Österreich und in die Schweiz geliefert. Nach Angaben von Europa-Staatsminister Michael Roth gingen aus Deutschland auch 60.000 Atemschutzmasken nach Schweden und 100.000 Masken nach Rumänien.

Die Bundesregierung und die Bundesländer reagieren damit auch auf die Kritik etwa aus Südeuropa, dass sich Deutschland in der Corona-Krise egoistisch verhalte. “EU-Solidarität ist das Gebot der Stunde”, betonte Außenminister Heiko Maas in einem am Freitag veröffentlichten Interview mit der italienischen Zeitung “Corriere della Sera” und verwies auf die tatsächlich geleistete deutsche Hilfe für besonders schwer betroffene EU-Staaten.

“Letzte Woche gab es eine erste Teillieferung mit sieben Tonnen Hilfsgütern, darunter Beatmungs- und Narkosegeräte. Weitere werden folgen”, fügte er hinzu. “Europa ist wieder einmal besser als sein Ruf”, sagte auch Europa-Staatsminister Michael Roth zu Reuters.

Weltweit mehr als 25.000 Todesfälle durch Coronavirus

Die Zahl der Todesfälle durch das neuartige Coronavirus hat sich weltweit auf mehr als 25.000 erhöht. Wie eine Zählung der Nachrichtenagentur AFP ergab, starben seit dem ersten Auftreten des Virus im Dezember 25.066 Menschen an der Lungenerkrankung COVID-19. Die meisten Verstorbenen wurden in Europa registriert.

Italien ist mit mehr als 8160 Todesfällen weiterhin das am stärksten von der Pandemie betroffene Land der Welt, gefolgt von Spanien mit 4858 und China mit knapp 3300 Todesfällen. In der zentralchinesischen Provinz Hubei war das neuartige Coronavirus im Dezember erstmals aufgetreten.

Weltweit stieg die Zahl der offiziell bestätigten Infektionsfälle auf mehr als 547.000. Gemessen an den Infektionsfällen sind die USA, Italien und Spanien am stärksten von der Pandemie betroffen.

Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen verschieben Abiturprüfungen in den Mai

Wegen der Corona-Pandemie verschieben Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen den Beginn ihrer Abiturprüfungen in den Mai. Nach Angaben der Kultusministerien starten die Tests in Nordrhein-Westfalen am 12. Mai und sollen bis zum 25. Mai dauern. In Niedersachsen beginnen die schriftlichen Prüfungen am 11. Mai, die mündlichen Prüfungen starten am 3. Juni.

Mit der Verschiebung werde „Planungssicherheit für die angehenden Absolventen“ geschaffen und „auch in dieser besonderen Situation für faire Bedingungen“ gesorgt, teilte die nordrhein-westfälische Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Freitag in Düsseldorf mit. Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) sagte in Hannover, der neue Fahrplan gebe Schülern und Schulen die nötige Zeit zur Vorbereitung. Die Situation sei für alle außergewöhnlich.

New Orleans entwickelt sich zu weiterem Coronavirus-Epizentrum in den USA

Die für Jazz und Nachtleben berühmte US-Stadt New Orleans entwickelt sich zu einem weiteren Epizentrum der Coronavirus-Pandemiein den USA. In der Stadt im Südstaat Louisiana wurden bereits rund 1000 Infektionen und mehr als 45 Tote bestätigt. Im gesamten Bundesstaat Louisiana gibt es mehr als 2300 Infektionsfälle und mehr als 80 Tote. Bei der Ausbreitung dürften die Faschingsfeiern des Mardi Gras eine wichtige Rolle gespielt haben.

„Mardi Gras war der perfekte Sturm für die Ausbreitung des Virus“, sagte Louisianas frühere Gesundheitsministerin Rebekah Gee kürzlich dem US-Sender MSNBC. Die Menschen hätten ausgiebig gefeiert, außerdem seien Besucher aus der ganzen Welt angereist.

Zu den wochenlangen Mardi-Gras-Feierlichkeiten, deren Höhepunkt Straßenparaden am 25. Februar waren, befanden sich geschätzt mehr als eineinhalb Millionen Menschen in New Orleans. Der erste Coronavirus-Fall in Louisiana wurde am 9. März bestätigt, rund zwei Wochen nach Ende der Feiern.

Auch britischer Gesundheitsminister positiv auf Coronavirus getestet

Nach dem britischen Premierminister Boris Johnson hat auch Gesundheitsminister Matt Hancock bekannt gegeben, dass er sich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert hat. „Ich bin positiv getestet worden. Glücklicherweise sind die Symptome leicht und ich arbeite von zu Hause aus“, schrieb Hancock am Freitag im Kurzmitteilungsdienst Twitter.

Zuvor hatte Regierungschef Johnson mitgeteilt, dass auch er positiv auf das Coronavirus getestet wurde und „leichte Symptome“ habe. Er befinde sich in häuslicher Quarantäne.

Lufthansa schickt tausende Mitarbeiter in Kurzarbeit

Die von den Auswirkungen der Corona-Krise schwer getroffene Deutsche Lufthansa schickt tausende Mitarbeiter in Kurzarbeit. Für Kabinen- und Bodenmitarbeiter sei zunächst für einen Zeitraum bis zum 31. August Kurzarbeit beantragt worden, sagte ein Sprecher am Freitag. Für die Cockpitmitarbeiter ist demnach „eine Lösung auf dem Weg“. Geplant sei Kurzarbeit für mindestens 31.000 Mitarbeiter.

Die Corona-Pandemie zwingt Fluggesellschaften weltweit derzeit zu drastischen Einschnitten, bei der Lufthansa ist ein Großteil der Flotte derzeit geparkt.

Boris Johnson positiv auf COVID-19 getestet

Der britische Premierminister Boris Johnson ist positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Der Regierungschef habe am Donnerstag „leichte Symptome“ entwickelt und sich daraufhin testen lassen, sagte ein Sprecher am Freitag in London. „Das Ergebnis ist positiv.“ Johnson begebe sich nun an seinem Amtssitz in häusliche Quarantäne.

In Großbritannien war die Zahl der Coronavirus-Infektionen in den vergangenen Tagen stark gestiegen. Am Donnerstag lag die Zahl der offiziell registrierten Fälle bei rund 11.700, knapp 580 Menschen starben.

Bundesrat billigt Maßnahmenpaket zur Corona-Krise

Der Bundesrat hat am Freitag das Maßnahmenpaket der Regierung zur Corona-Krise gebilligt. Für Unterstützungsleistungen für Gesundheitswesen, Unternehmen und Arbeitnehmer kann der Bund damit neue Schulden in Höhe von 156 Milliarden Euro aufnehmen. Zuvor hatte am Mittwoch der Bundestag die Maßnahmen beschlossen, die nun zeitnah umgesetzt werden sollen.

Der von der Bundesregierung dazu vorgelegte Nachtragshaushalt geht von krisenbedingten Steuerausfällen in Höhe von 33,5 Milliarden Euro sowie Mehrausgaben von 122,5 Milliarden Euro aus. Er bedeutet die Abkehr von dem jahrelang durch die Bundesregierung vertretenen Prinzip der „schwarzen Null“. Die im Grundgesetz verankerte Schuldenbremse wird unter Berufung auf eine Ausnahmeklausel ausgesetzt.

Wegen der Corona-Krise fand die Bundesratssitzung in einem verkleinerten Kreis von Ländervertretern statt. Reden sollten nur zu Protokoll gegeben werden. Abgesehen von Bundesratspräsident Dietmar Woidke (SPD) aus Brandenburg blieben die meisten Ministerpräsidenten der Sitzung fern.

Neun von zehn Bürger loben Krisenmanagement der Bundesregierung

Die große Mehrheit der Bürger ist einer Umfrage zufolge mit dem aktuellen Krisenmanagement der Bundesregierung zufrieden. 89 Prozent der Befragten sagten im ZDF-„Politbarometer“, die Regierung mache in der Corona-Krise gute Arbeit, wie der Sender am Freitag mitteilte. Lediglich acht Prozent bewerteten die Arbeit als schlecht.

Auch für die konkreten Maßnahmen, die zur Bekämpfung des Coronavirus beschlossen wurden, gibt es breite Zustimmung. 75 Prozent der Befragten im „Politbarometer“ bezeichneten sie als richtig. 20 Prozent meinten, die Maßnahmen müssten härter ausfallen. Lediglich vier Prozent äußerten die Auffassung, das Vorgehen sei übertrieben. Die seit dieser Woche geltenden verschärften Ausgangsbeschränkungen finden sogar 95 Prozent angemessen.

Hoffnung auf Rückzug der Corona-Epidemie in Italien zerschlagen

In Italien haben sich Hoffnungen zerschlagen, die verheerende Coronavirus-Epidemie könnte auf dem Rückzug sein.

Am Donnerstag stiegen sowohl die Zahl der Todesopfer als auch die der Neuinfizierten wieder stärker an als einige Tage zuvor. Nach Angaben der Gesundheitsbehörden erlagen binnen 24 Stunden 712 Menschen der vom Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19. Insgesamt starben damit 8215 Menschen infolge einer Ansteckung – so viele wie in keinem anderen Land und weit mehr als in China, wo die Pandemie ihren Ausgang nahm. 6153 weitere Menschen wurden innerhalb eines Tages in Italien positiv auf das Virus getestet, die Gesamtzahl liegt damit bei 80.539. In China sind es nach offiziellen Zahlen gut 81.000.

Der Bahnhof Termini in Rom, Italien, 27. März 2020. [EPA-EFE/MASSIMO PERCOSSI]

China fordert USA zur Zusammenarbeit in Corona-Krise auf

Nachdem sich die Spannungen zwischen China und den USA im Zuge der Corona-Krise zuletzt verschärft hatten, haben beide Seiten nun versöhnlichere Töne angeschlagen. Die beiden Länder sollten sich zusammentun, um die Coronavirus-Pandemie zu „bekämpfen“, sagte Chinas Präsident Xi Jinping einem staatlichen Medienbericht zufolge in einem Telefonat mit US-Präsident Donald Trump am Freitag.

Trump schrieb im Kurzbotschaftendienst Twitter von einem „sehr guten Gespräch“. China habe „viel durchgemacht und sich umfassendes Wissen über das Virus“ angeeignet. „Wir arbeiten eng zusammen“, schrieb Trump.

Seit Beginn der Pandemie waren die Spannungen zwischen den beiden Ländern zunächst gewachsen. Beide Staaten stritten über die Herkunft des neuartigen Coronavirus. Trump bezeichnete den Erreger wiederholt als „China-Virus“ oder „chinesisches Virus“. Gleichzeitig verbreiteten chinesische Behördenvertreter „Verschwörungstheorien“, wonach die Pandemie in Wahrheit nicht in der zentralchinesischen Provinz Hubei ihren Ausgang genommen habe — sondern in den Vereinigten Staaten.

USA verzeichnen weltweit die meisten COVID-19-Infektionen

In den USA sind inzwischen so viele Infektionen mit dem Coronavirus registriert wie in keinem anderen Land der Welt.

Mit mehr als 85.000 gemeldeten Fällen überrundeten die USA China, wo laut der Johns Hopkins Universität zuletzt über 81.000 Erkrankungen gezählt wurden. In Italien, dem Zentrum der Pandemie in Europa, sind mehr als 80.500 Ansteckungen bekannt. In den USA starben bisher über 1200 Menschen an der durch das Virus ausgelösten Krankheit Covid-19. Sie grassiert derzeit vor allem in der Metropole New York. Als nächster Brennpunkt gilt unter Experten New Orleans, wo Karnevalsfeiern die Verbreitung beschleunigt haben sollen. In beiden Städten drohten Beatmungsgeräte knapp zu werden.

Die University of Washington hält einer Studie zufolge in den kommenden vier Monaten mehr als 81.000 Virus-Tote in den USA für möglich. Manche Schätzungen gingen sogar von der doppelten Zahl aus, andere dagegen von 38.000 Todesopfern, sagte Studienleiter Christopher Murray. Die große Abweichung begründete er damit, dass die unterschiedlich schnelle Ausbreitung des Virus in verschiedenen Regionen den Forschern Rätsel aufgebe. Bis Juni könnte die Welle abebben, so Murray.

US-Präsident Donald Trump geht nach eigenen Worten davon aus, dass die USA die Virus-Krise bis spätestens August überwunden haben werden. Dann ist der Parteitag seiner republikanischen Partei geplant. “Wir werden nicht absagen”, betonte Trump in einem Interview des Fernsehsenders Fox News.

China meldet dutzende weitere Fälle von „importierten“ Corona-Infektionen

China hat neue dutzende Fälle von mit Coronavirus-Infektion ins Land eingereisten Menschen gemeldet. Innerhalb von 24 Stunden wurden weitere 54 Ansteckungsfälle unter Eingereisten verzeichnet, wie der Gesundheitsausschuss der chinesischen Regierung am Freitag in Peking mitteilte. Hinzu kam ein einziger neuer Fall einer Ansteckung innerhalb von Festlandchina.

Während laut den offiziellen Angaben die Zahlen der Corona-Neuinfektionen in China seit Wochen drastisch gesunken sind, nahmen zuletzt die Zahlen der „importierten“ Ansteckungsfälle zu. Inzwischen verzeichneten die chinesischen Behörden rund 600 solcher Fälle.

Aus Angst vor einer zweiten Corona-Infektionswelle beschloss die chinesische Regierung deshalb drastische Einreisebeschränkungen, die aber erst am Samstag in Kraft treten. Die allermeisten Ausländer dürfen dann nicht mehr ins Land.

Merkel hält Zeitpunkt für Beschlüsse über Rückkehr zum Alltag für zu früh

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hält es noch für zu früh, um über eine Lockerung der wegen des Coronavirus verhängten Restriktionen in Deutschland zu entscheiden. Es gebe weiterhin einen Anstieg der Neuinfektionen, warnte Merkel am Donnerstagabend. Sie müsse deshalb die „Menschen in Deutschland wirklich um Geduld bitten“. Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) stellte unterdessen in Aussicht, dass die Maßnahmen in seinem Bundesland baldmöglichst gelockert werden sollten.

Merkel sagte nun in einer im Internet übertragenen Pressekonferenz, angesichts einer Inkubationszeit des neuartigen Virus von bis zu 14 Tagen könne noch nicht bewertet werden, ob die bisherigen Maßnahmen gewirkt hätten. Ziel der derzeitigen Restriktionen sei es, die Gesundheitssysteme nicht zu überlasten.

Kanada protestiert gegen mögliche Verlegung von US-Soldaten an gemeinsame Grenze

Die kanadische Regierung hat gegen die mögliche Entsendung von US-Soldaten an die gemeinsame Grenze als Maßnahme gegen die Coronavirus-Pandemie protestiert. Es sei im gemeinsamen Interesse beider Länder, dass die Grenze „entmilitarisiert“ bleibe, sagte am Donnerstag der kanadische Regierungschef Justin Trudeau.

Schärfer äußerte sich Außenministerin Chrystia Freeland: Die Entsendung von US-Truppen wäre ein „völlig unnötiger Schritt, der in unserer Sicht unsere Beziehungen beschädigen würde“, sagte sie. Dies sei nicht die richtige Art, „um einen treuen Freund und militärischen Verbündeten zu behandeln“.

Laut Freeland hat die US-Regierung aber noch keine Entscheidung über die mögliche Truppenentsendung an die Grenze getroffen. Nach Informationen des kanadischen Senders Global News wird im Weißen Haus über die Entsendung von weniger als tausend Soldaten in Grenzgebiete zu Kanada nachgedacht. Sie sollten diesen Überlegungen zufolge mittels Sensortechnik Menschen aufspüren, die illegal die Grenze überqueren.

„Focus“: Asylbewerber werden an deutschen Grenzen abgewiesen

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat nach Information des „Focus“ die Einreisebeschränkungen an den deutschen Grenzen wegen der Corona-Krise nun auch auf Asylbewerber ausgedehnt. Asylbewerber müssten damit rechnen, ab sofort an den Grenzen abgewiesen zu werden, berichtet das Magazin in seiner neuen Ausgabe unter Berufung auf Regierungs- und Koalitionskreise. Bisher waren Asylbewerber von den Einreisebeschränkungen ausgenommen geblieben.

Laut „Focus“ informierten die Parlamentarischen Staatssekretäre im Bundesinnenministerium, Stephan Mayer (CSU) und Günter Krings (CDU), den Innenausschuss des Bundestags bereits am vergangenen Montag über den Erlass, der die Zurückweisung von Asylbewerbern aus nicht-europäischen Ländern ermöglicht. Als Grund der Maßnahme nannten sie demnach die verschärfte gesundheitliche Lage in Deutschland.

Von der Leyen fordert enge Koordinierung bei Rücknahme von Anti-Corona-Maßnahmen

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat eine enge Koordinierung unter den EU-Staaten bei der Rücknahme der Notfallmaßnahmen gegen die Corona-Pandemie gefordert. „Andernfalls untergraben wir die Wirksamkeit der harten von uns ergriffenen Maßnahmen“, warnte von der Leyen im Anschluss an eine Videokonferenz mit den EU-Staats- und Regierungschefs. Die EU-Kommission werde zu diesem Zweck eine wissenschaftlich fundierte „Ausstiegsstrategie“ entwickeln.

Besonders zu Beginn des Ausbruchs der Pandemie in Europa hatten die einzelnen Länder sehr unterschiedlich reagiert. Mittlerweile gelten fast überall weitgehende Einschränkungen des öffentlichen Lebens, um soziale Kontakte und somit die Gefahr einer weiteren raschen Ausbreitung des Virus möglichst einzudämmen. Die EU-Kommission werde nun einen Plan erarbeiten, „wann und wie zum Beispiel von den Maßnahmen der sozialen Distanzierung Abstand genommen werden kann“, kündigte von der Leyen an.

Merkel setzt auf ESM

Der gestrige EU-Gipfel ist ohne eine Einigung über wirtschaftliche Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie zu Ende gegangen. Einige Mitgliedsstaaten bestehen auf Euro-Bonds, aber Deutschland lehnt diese ab und setzt auf ein anderes Kriseninstrument.

Auf einer telefonisch abgehaltenen Pressekonferenz nach dem gestrigen EU-Gipfel hat Bundeskanzlerin Angela Merkel betont, dass Deutschland den Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) als einziges Werkzeug sieht, die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie abzufedern.

„Der ESM ist unser präferiertes Instrument, weil er extra für Krisenzeiten geschaffen wurde“. Er eröffne viele Möglichkeiten, um zu reagieren, ohne die Grundprinzipien des gemeinsamen Handels in Frage zu stellen. Der ESM verfügt über ein Kreditvolumen von 410 Milliarden Euro. Laut eines neuen Vorschlages könnte jeder Mitgliedsstaat Geld in Höhe von bis zu zwei Prozent seines Bruttoinlandsprodukts daraus beziehen.

>> Mehr dazu: EU-Gipfel: Merkel setzt auf den ESM

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26. März 2020

Coronavirus-Krise trifft die USA mit voller Wucht

Die Coronavirus-Pandemie trifft nunmehr auch die USA und vor allem New York mit voller Wucht: Die Zahl der Todesopfer überstieg die symbolische Marke von 1000, allein im Bundesstaat New York wurden mehr als 380 Tote gezählt. Während der US-Senat in der Nacht zum Donnerstag das mit einem Volumen von rund zwei Billionen Dollar größte Rettungspaket der US-Geschichte beschloss, explodiert die Zahl der Arbeitslosen.

Nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität wurden in den USA bereits mehr als 75.000 Infektionsfälle gemeldet. Damit könnten die USA bald Italien und China als Länder mit den meisten Infektionen überholen.

Zum Epizentrum der Epidemie in den USA ist der Bundesstaat New York mit der gleichnamigen Millionenmetropole geworden. Die Zahl der Todesopfer stieg dort binnen 24 Stunden um 100 auf 385, wie Gouverneur Andrew Cuomo sagte. Inzwischen wurden dort mehr als 37.000 Infektionsfälle bestätigt.

Damit wurde rund jede zweite Infektion in den USA in New York gemeldet. Allerdings wird in dem Bundesstaat mit seinen rund 20 Millionen Einwohnern auch besonders viel getestet.

„Die Ärzte und Krankenschwestern in der Notaufnahme sind vollkommen überlastet“, sagte eine Krankenschwester am Mount-Sinai-Krankenhaus in Manhattan.

Gouverneur Cuomo warnte, nahezu jedes realistische Szenario sage eine Überlastung des Gesundheitssystems voraus. Der Demokrat hat die Regierung in Washington wiederholt zu mehr Hilfen für den Bundesstaat aufgerufen.

China schließt seine Grenzen für die meisten Ausländer

Aus Angst vor einer zweiten Corona-Infektionswelle will China den meisten Ausländern die Einreise ins Land verwehren. Die Maßnahme trete am Samstag in Kraft und gelte auch für Ausländer mit gültigen Visa beziehungsweise einer dauerhaften Aufenthaltsgenehmigung, erklärte am Donnerstag das Außenministerium in Peking. Es sprach zugleich von einem „vorläufigen“ Schritt, wie er auch von anderen Ländern vorgenommen worden sei.

Zuvor hatte die Luftfahrtbehörde der Volksrepublik bereits angekündigt, ab Sonntag die Zahl der internationalen Flugverbindungen drastisch zu reduzieren. Chinesische Airlines dürften jedes Land pro Woche nur noch einmal anfliegen; auch ausländische Gesellschaften dürften nur noch einen Flug pro Woche nach China anbieten.

Die chinesischen Behörden befürchten nach eigenen Angaben, dass die Einreise infizierter Menschen aus dem Ausland eine zweite Infektionswelle auslösen könnte. Bislang wurden insgesamt 541 solcher Fälle gezählt.

G20 investieren zusammen fünf Billionen Dollar in Weltwirtschaft

Die G20-Staaten investieren in der Coronavirus-Krise zusammen fünf Billionen Dollar (gut 4,5 Billionen Euro) in die Weltwirtschaft. Es gehe darum, „Vertrauen wiederherzustellen, finanzielle Stabilität zu bewahren, Wachstum neu zu beleben und gestärkt aus der Krise hervorzugehen“, erklärten die 20 führenden Industrie- und Schwellenländer am Donnerstag nach einer Videokonferenz. In einer gemeinsamen Erklärung bekannten sie sich dazu, der gemeinsamen Bedrohung durch die Pandemie „geeint entgegenzutreten“.

„Im Zuge unserer gezielten finanzpolitischen und wirtschaftlichen Maßnahmen und Bürgschaften investieren wir mehr als fünf Billionen Dollar in die Weltwirtschaft, um den gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und finanziellen Auswirkungen der Pandemie zu begegnen“, hieß es in der Erklärung wörtlich. „Ausmaß und Umfang dieser Reaktion werden der Weltwirtschaft wieder auf die Beine helfen und eine feste Grundlage für den Schutz von Arbeitsplätzen und die Wiederherstellung des Wachstums schaffen“, zeigten sich die Staats- und Regierungschefs überzeugt.

Sie bekannten sich zudem dazu, „alle erforderlichen gesundheitsbezogenen Maßnahmen“ zu ergreifen und diese angemessen zu finanzieren, um die Pandemie zu stoppen „und die Menschen, vor allem die Schwächsten unter ihnen, zu schützen“.

RKI-Präsident: Mindestens 5900 Corona-Patienten in Deutschland wieder genesen

In Deutschland sind nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) bereits mehrere tausend Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus wieder gesund geworden. 

„Wir schätzen, dass mindestens 5900 Mitbürger inzwischen genesen sind“, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am Donnerstag in Berlin. Die Zahl der Infizierten gab das RKI am Donnerstag mit rund 36.500 an, das waren etwa 5000 mehr als am Vortag. Die Zahl der Todesfälle lag nach RKI-Zählung bei 198.

Wieler verwies darauf, dass jeder an dem Virus erkranken könne, unabhängig von Alter und Gesundheitszustand. Zwar steige das Risiko schwerer Verläufe mit dem Alter, aber auch Jüngere könnten schwer erkranken und auch sterben. Daher sei es für alle von zentraler Bedeutung, die Abstandsregeln und die weiteren Beschränkungen einzuhalten.

3,3 Millionen neue Arbeitslosenmeldungen in den USA

Die Coronavirus-Krise sorgt für eine Explosion der Arbeitslosenzahlen in den USA. In der vergangenen Woche meldeten sich 3,28 Millionen Menschen zusätzlich arbeitslos, wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag mitteilte. Das ist der höchste Zahl an Neumeldungen seit Beginn dieser Messung. Der bisherige Rekord lag bei 695.000 Neumeldungen im Oktober 1982.

In der Woche vom 15. bis 21. März – in den USA wird die Woche von Sonntag bis zum folgenden Samstag gezählt – beantragten 3,28 Millionen Menschen erstmalig Arbeitslosenhilfe. In der Vorwoche hatte es noch 282.000 Neumeldungen gegeben.

Studie: Ausgangssperre in Wuhan verschaffte Gesundheitssystem wichtige Zeit

Die in der chinesischen Millionenmetropole Wuhan verhängte Ausgangssperre hat die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus dort offenbar deutlich eingedämmt und den Gesundheitseinrichtungen dringend benötigte Zeit verschafft. Das ergab eine in der Fachzeitschrift „The Lancet Public Health“ veröffentlichten Studie.

„Die beispiellosen Maßnahmen, die die Stadt Wuhan ergriffen hat, um die sozialen Kontakte in der Schule und am Arbeitsplatz zu verringern, haben dazu beigetragen, den Ausbruch zu kontrollieren“, erklärte die Hauptautorin Kiesha Prem von der London School of Hygiene and Tropical Medicine.

In der Hauptstadt der Provinz Hubei hatte die Pandemie im Dezember ihren Ausgang genommen. Die chinesischen Behörden ordneten im Januar die Schließung von Schulen, Universitäten und Unternehmen an; Millionen Menschen mussten zuhause bleiben. In der Folge sank die Zahl der Neuinfektionen. In Teilen der Provinz Hubei ist inzwischen langsam wieder Normalität eingekehrt.

Prem zufolge ließe sich die Gesamtzahl der Infektionen um ein Viertel reduzieren, wenn die Beschränkungen bis April in Kraft blieben. Dadurch ließe sich auch ein erwarteter zweiter Anstieg der Infektionszahlen von August auf Oktober verschieben, was die Gesundheitssysteme entlasten würde.

Spahn: „Noch ist das die Ruhe vor dem Sturm“

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sieht bei den Infektionen mit dem Coronavirus noch keinen Anlass zur Entwarnung. „Noch ist das die Ruhe vor dem Sturm“, sagte Spahn am Donnerstag in Berlin. „Keiner kann genau sagen, was in nächsten Wochen kommt.“ Die Ärzte und Pflegekräfte „bereiten sich auf die wohl größte Herausforderung in 75 Jahren vor“. Die Politik sei „im Krisenmodus“, sagte Spahn weiter. Zuvor hatte das Corona-Kabinett getagt.

Die klare Botschaft müsse sein, dass die beschlossenen Einschränkungen und Maßnahmen jetzt durchgehalten werden, sagte Spahn. Ob sich diese Konsequenz auszahle, „werden wir in der Statistik sehen“, das brauche aber einige Tage. Er fügte hinzu: „Wenn wir das schaffen, können wir nach Ostern über weitere Perspektiven reden.“

Damit das Gesundheitssystem die Herausforderungen meistern könne, müsse es gelingen, die Ausbreitung zu verlangsamen und die Intensivkapazitäten in den Krankenhäusern zu erhöhen, betonte Spahn einmal mehr die Notwendigkeit der derzeitigen Einschränkungen für die Bürger. Ein weiterer Zeitgewinn entstehe durch den Anstieg der Tests. In der vergangenen Woche habe es zwischen 300.000 und 500.000 Tests gegeben, sagte Spahn.

Zweifel an Coronavirus-Statistiken in Italien wachsen

In Italien wachsen die Zweifel an den offiziellen Zahlen zur Ausbreitung des neuartigen Coronavirus. In Norditalien melden sich immer mehr Politiker und Behördenvertreter zu Wort, die die offiziellen Infektions- und Todeszahlen für viel zu niedrig halten. So wurden in Nembro bei Bergamo offiziell bislang nur 31 Todesfälle gemeldet, wie Bürgermeister Claudio Cancelli und der Behördenmitarbeiter Luca Foresti am Donnerstag in der Zeitung „Corriere della Sera“ schrieben.

„Etwas an dieser Zahl hat uns nicht überzeugt und deshalb haben wir uns die Statistiken zu den durchschnittlichen Sterbefällen in der Gemeinde aus den Vorjahren in der Zeit von Januar bis März angeschaut“, schrieben die beiden Männer. „Die Zahl der Sterbefälle müsste unter normalen Umständen bei ungefähr 35 liegen. In diesem Jahr haben wir aber 158 (Sterbefälle) verzeichnet, also 123 mehr als im Durchschnitt.“ Die Zahl 31 könne also nicht stimmen.

Nach Angaben der beiden Männer gibt es ähnliche Auffälligkeiten in anderen Orten der Region, vor allem in Cernusco sul Naviglio. Dort gab es demnach sechs Mal mehr Tote als in der offiziellen Coronavirus-Statistik auftauchen.

Übersetzung des Tweet: Die Studie über [die lombardische Stadt] Nembro: „Die Zahl der Todesfälle ist viermal so hoch wie die offizielle Zahl“.

Seehofer gegen zu schnelles Lockern der Ausgangsbeschränkungen

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat Überlegungen eine Absage erteilt, aus ökonomischen Gründen die strengen Ausgehbeschränkungen wegen des Coronavirus in Deutschland vorzeitig wieder zu lockern. „So lange das Virus so wütet, ist der Schutz der Menschen alternativlos“, sagte Seehofer am Donnerstag der „Süddeutschen Zeitung“. Eine Exit-Strategie könne man aus seiner Sicht erst dann angehen, „wenn man dieses schnelle und aggressive Verbreiten des Virus im Griff hat“.

Frankreich will Tests deutlich ausweiten

Frankreich will die Tests auf das neuartige Coronavirus deutlich ausweiten: In rund zehn Tagen sollen bis zu 30.000 Tests pro Tag möglich sein, wie der Generaldirektor im Gesundheitsministerium, Jérôme Salomon, am Mittwochabend in Paris ankündigte. Das wären gut drei Mal so viele wie bisher.

Derzeit gibt es in Frankreich keine verlässlichen Zahlen zur Gesamtzahl der Infizierten. Die nationale Gesundheitsbehörde Santé Publique France gab am Donnerstag bekannt, Hausärzte hätten in der vergangenen Woche schätzungsweise mehr als 40.000 neue Fälle von Covid-19 diagnostiziert. Offiziell liegt die Zahl der bestätigten Infizierten aber nur bei rund 25.000 seit Beginn der Epidemie.

Von der Leyen beklagt anfänglichen Egoismus von EU-Ländern

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat Egoismus seitens der EU-Mitgliedstaaten zu Beginn der Corona-Krise angeprangert. „Als Europa wirklich füreinander da sein musste, haben zu viele zunächst nur nach sich selbst geschaut“, sagte von der Leyen am Donnerstag im EU-Parlament in Brüssel. Erst jetzt, da sich etwa bei der Verteilung medizinischer Ausrüstung und der Versorgung von Patienten Solidarität zeige, gehe es wieder aufwärts.

Konkret kritisierte die CDU-Politikerin Ausfuhrbeschränkungen für Atemschutzmasken, die einige Länder, darunter Deutschland, vor rund zwei Wochen erlassen hatten und mittlerweile zurückgenommen haben. Auch Grenzschließungen, die in manchen Teilen der EU den grenzüberschreitenden Warenverkehr stark beeinträchtigen, verhinderten eine „erfolgreiche europäische Antwort“ auf die Krise.

Nicht ein einziger Mitgliedstaat sei in der Lage, den eigenen Bedarf an medizinischer Ausrüstung alleine zu decken, warnte von der Leyen. „Eine grenzenlose Krise kann nicht gelöst werden, indem wir Barrieren zwischen uns errichten.“ Und doch sei genau das der erste Reflex vieler europäischer Länder gewesen. „Das macht einfach keinen Sinn“, wetterte von der Leyen.

Umfrage: Mehr als 90 Prozent der Einzelhändler wollen staatliche Hilfe beantragen

Mehr als 90 Prozent der deutschen Einzelhändler wollen einer Umfrage zufolge staatliche Hilfe zur Bewältigung der Corona-Krise in Anspruch nehmen oder tun dies bereits. Das teilte der Handelsverband Deutschland (HDE) am Donnerstag unter Verweis auf eine Befragung bei 600 Unternehmen mit. Nach Schätzung des Verbands sind derzeit bis zu 300.000 Standorte aufgrund der jeweiligen Regelungen in den Bundesländern von Schließungen betroffen.

„Die Lage ist dramatisch. Auch wenn der Handel in dieser Situation kreativ ist, wird es einer großen Zahl von Betrieben ohne staatliche Soforthilfen nicht gelingen, die Krise zu überstehen“, erklärte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.

In Spanien nun schon mehr als 4000 Todesopfer durch Coronavirus

Die Zahl der Todesfälle durch das neuartige Coronavirus in Spanien ist nach offiziellen Angaben auf mehr als 4000 gestiegen. Innerhalb der vergangenen 24 Stunden seien 655 weitere Menschen an der durch das Virus verursachten Lungenkrankheit Covid-19 gestorben, teilte das spanische Gesundheitsministerium am Donnerstag mit. Damit stieg die Zahl der Todesfälle auf knapp 4090.

Die Zahl der Infektionen stieg von Mittwoch auf Donnerstag um 19 Prozent auf 56.188 Fälle.

Österreich: Über 6.001 Infizierte, drohende Rezession

Am Donnerstagmorgen (26.3.) meldet das österreichische Gesundheitministerium 6.001 Infizierte, ein Anstieg von 619 Fällen in 24 Stunden. Die Zahl der Tests steig in derselben Zeitspanne von 32.407 auf 35.995, gestorben sind insgesamt 42 in Zusammenhang mit dem Coronavirus. Momentan arbeitet die Regierung daran, die Tests hochzufahren, auf bis zu 15.000 täglich.

Österreichische Wirtschaftsinstitute rechnen mit einer Rezession. Das Wifo (Instituts für Wirtschaftsforschung Wien) geht von einem Rückgang der Wirtschaftsleistung von 2,5 Prozent aus – das sei aber „der günstigste Fall“, stellte WIFO-Chef Christoph Badeltbei einer Pressekonferenz klar. Es sei unverantwortlich, Horrorszenarien zu zeichnen, sagte Badelt.

Britischer Gesundheitsdienst beklagt „Tsunami“ schwerkranker Corona-Patienten

Großbritanniens staatlicher Gesundheitsdienst NHS beklagt eine zunehmende Überlastung der Londoner Krankenhäuser wegen der Coronavirus-Pandemie. Die Kliniken der britischen Hauptstadt seien mit einem „ständigen Tsunami“ schwer erkrankter Corona-Patienten konfrontiert, sagte der hochrangige NHS-Vertreter Chris Hopson am Donnerstag dem Sender BBC Radio 4.

Nachdem die Krankenhäuser in den vergangenen Wochen ihre Kapazitäten für die intensivmedizinische Behandlung von Patienten „massiv“ ausgebaut hätten, gebe es nun eine „Explosion“ der Zahl schwerkranker Patienten. Die Lage werde zusätzlich dadurch verschärft, dass viele Krankenhausmitarbeiter derzeit selbst krank seien und deshalb fehlten. Der Krankenstand beim Klinikpersonal liege bei „30 Prozent, 40 Prozent und an manchen Orten sogar 50 Prozent“, sagte Hopson. Dieses Ausmaß sei „beispiellos“.

Nach Angaben vom Mittwoch wurden im Vereinigten Königreich bislang 9529 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus nachgewiesen, 463 Infizierte starben. 

Irland: Sonderaufgaben für die Post

Postzusteller in Irland werden aufgrund des COVID-19-Ausbruchs ab sofort ältere und andere gefährdete Menschen „betreuen“: Zusätzlich zur Zustellung der Post werden die Mitarbeitenden an Haus- und Wohnungstüren klopfen und prüfen, ob die Personen gegebenenfalls Lebensmittel oder Medikamente benötigen. „Die Briefträgerinnen und Briefträger werden nicht nur die Post zustellen, sondern auch ältere und gefährdete Menschen in den Gemeinden besuchen,“ sagte David McRedmond, CEO der irischen An Post, gestern.

McRedmond fügte hinzu, seine Firma werde für ältere und schutzbedürftige Menschen außerdem Sendungen kostenlos aufnehmen und absenden. Somit seien gefährdete Personen nicht mehr gezwungen, Pakete oder Briefe selbst zu einem Postamt zu bringen.

Schwedens unkonventionelle Maßnahmen

Stockholm bleibt bei seiner unkonventionellen Haltung angesichts der Coronavirus-Pandemie: Auch während der anstehenden Osterferien sollen die Skigebiete des Landes geöffnet bleiben. Lediglich Après-Ski-Parties sind verboten. Außerdem sollen die Lifte nicht zu eng besetzt werden. Derweil bleiben auch alle Restaurants im Land geöffnet; lediglich Selbstbedienung an Büffets ist untersagt.

Am Mittwoch sagte Anders Wallenstein von der schwedischen Gesundheitsbehörde in einem Interview mit dem finnischen Rundfunksender YLE, Priorität sei es, „die Gesellschaft am Laufen zu halten“ und unnötige Einschränkungen zu vermeiden. Laut ihm gehe es vor allem darum, das Funktionieren des Gesundheitssystems nicht durch Überlastung zu gefährden. Da die Ausbreitung des Virus ohnehin nicht gestoppt werden könne, sei es das Hauptziel, sich auf die Risikogruppen zu konzentrieren und diese gut zu versorgen.

Bosch entwickelt Corona-Schnelltests

Das deutsche Unternehmen Bosch gab via Twitter bekannt, dass es einen COVID-19-Schnelltest  entwickelt hat. Der neue, vollautomatische Test liefert zuverlässige Ergebnisse und ermöglicht eine Diagnose in weniger als 2,5 Stunden, heißt es in dem Tweet.

„Wir wollen, dass der Bosch-Schnelltest für COVID-19 dazu beiträgt, die Coronavirus-Pandemie so schnell wie möglich einzudämmen,“ teilte der Vorsitzende der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH, Dr. Volkmar Denner, auf der Website des Unternehmens mit.

Tschechische Republik: Rückführung von Touristen und eine vietnamesische Spende

Ein Sonderflug hat gestern Nachmittag 204 tschechische Bürgerinnen und Bürger sowie 82 Menschen aus elf weiteren EU-Staaten von Vietnam nach Prag gebracht, teilte der tschechische Außenminister Tomáš Petříček mit. Ebenfalls an Bord seien mehrere tausend Gesichtsmasken gewesen, die das vietnamesische Ministerium für öffentliche Sicherheit der Tschechischen Republik gespendet habe.

US-Infektiologe: Coronavirus könnte saisonal wiederkehren

Der renommierte US-Experte Anthony Fauci hat davor gewarnt, dass das neuartige Coronavirus in Zukunft immer wieder saisonal auftreten könnte. Deshalb müssten dringend ein Impfstoff und wirksame Behandlungsmöglichkeiten entwickelt werden, sagte der Leiter des Nationalen Instituts für Allergien und Infektionskrankheiten (NIAID) Fauci am Mittwoch in Washington.

Das Virus beginne sich nun auch in der südlichen Erdhalbkugel, wo der Winter anbricht, auszubreiten, sagte Fauci. Sollte es in den südlichen Ländern tatsächlich zu einem „erheblichen Ausbruch“ kommen, müssten die Länder der Nordhalbkugel „darauf vorbereitet sein, dass wir einen zweiten Zyklus haben werden“.

Derzeit werden bereits zwei Impfstoffe in den USA und China an Freiwilligen getestet. Bis sie auf den Markt kommen, könnten ein bis anderthalb Jahre vergehen.

EU-Unterstützung für Spanien 

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen kündigte am Mittwoch die Lieferung von Schutzhandschuhen, Masken und Overalls durch die EU für spanische Krankenhäuser innerhalb von maximal zwei Wochen an. Von der Leyen sagte auch, dass Spanien für elf Milliarden Euro aus dem Coronavirus-Notfallfonds des Blocks in Frage käme und dass bereits weitere 20 Milliarden Euro zum Schutz von Kleinunternehmen und Arbeitslosen genehmigt worden seien.

Spanien hat China „überholt“ und ist nach Italien nun das Land mit den zweitmeisten Toten aufgrund von COVID-19. Die Zahl der Toten steht aktuell bei 3.647. Der Leiter der Notfallstellte der staatlichen Gesundheitsbehörde, Fernando Simon, zeigte sich dennoch optimistisch, dass „wir dem Höhepunkt der Epidemie nahe sind – wenn wir nicht schon dort sind“. Mehr dazu (auf Englisch) bei EURACTIVs Medienpartner EFE.

Knapp 70.000 COVID-19-Infizierte in den USA

Gestern, den 25. März, erreichte die Zahl der an COVID-19 gestorbenen US-AmerikanerInnen laut der Johns Hopkins Universität 1.000. Die Universität beziffert die aktuelle Zahl heute auf 1.050. 

In den USA gibt es derzeit (Stand 26. März) 69.197 bestätigte Fälle – die Rate der Neuinfektionen im Land steigt drastisch an. In den vergangenen drei Tagen gab es durchschnittlich mehr als 10.000 Neuinfektionen pro Tag, und die Zahl der Fälle hat sich innerhalb von etwa drei Tagen verdoppelt. New York City bleibt das Epizentrum mit mehr als 20.000 bestätigten Fällen. 

Trotz dieser bedenklichen Zahlen besteht Präsident Trump weiterhin darauf, dass das Land bis Ostern (12. April) – in weniger als 3 Wochen – mit der Aufhebung der Beschränkungen beginnen sollte.

Ungewohnte Bilder aus New York: Der weltberühmte Times Square ist wie leergefegt. [EPA-EFE/JUSTIN LANE]

Konsumklima sinkt auf tiefsten Stand seit der Finanz- und Wirtschaftskrise

Die deutschen Verbraucher halten in der Corona-Krise ihr Geld zusammen. Der vom Marktforschungsinstitut GfK prognostizierte Konsumklimaindex für April sinkt auf den tiefsten Stand seit Mai 2009 mitten in der Finanz- und Wirtschaftskrise. Die Verbraucher sehen wirtschaftlich sehr schwierige Zeiten auf Deutschland zukommen, viele fürchten um den Job und erwarten Einkommenseinbußen.

Die Marktforscher erwarten einen Konsumklima-Wert von 2,7 Punkten im April, das wären 5,6 Punkte weniger als noch im März, wie sie am Donnerstag mitteilten. Im Mai 2009 hatte der Wert bei 2,6 Punkten gelegen.

Alle drei von der GfK abgefragten Teilindizes brachen ein: Die Verbraucher sehen wirtschaftlich sehr schwierige Zeiten auf Deutschland zukommen, ihre Konjunkturerwartung rutschte ins Minus. „Als Folge der starken Ausbreitung des Virus und den damit einhergehenden Beschränkungen hat die deutsche Wirtschaft innerhalb kürzester Zeit eine Vollbremsung vollzogen“, erklärte GfK-Experte Rolf Bürkl. 

Drohende Kurzarbeit in beträchtlichem Umfang sowie steigende Arbeitslosenzahlen schlügen inzwischen voll auf die Konsumstimmung durch: Die Angst vor Jobverlust sei innerhalb kürzester Zeit stark gestiegen.

Grüne unterstützen Vorschlag von europäischen „Corona-Bonds“

Die Grünen unterstützen die Idee von Euro-Bonds zur Abwehr einer neuerlichen Finanzkrise wegen der Corona-Pandemie. „Mit sogenannten Corona-Bonds ließen sich Spekulationen gegen die Anleihen einzelner Länder verhindern und Ruhe in die Finanzmärkte bringen“, sagte Parteichef Robert Habeck der Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag in Berlin. „Wir müssen verhindern, dass aus der Corona-Krise eine neue Finanz- und Eurokrise entsteht.“

„Dafür braucht es große und entschlossene Maßnahmen“, fügte Habeck hinzu. „Gemeinsame europäische Anleihen von vornherein abzulehnen, wie es jetzt aus der Union zu hören ist, halte ich für falsch“, sagte der Grünen-Chef. „Wir sollten nicht europäisches Handeln beschwören und es gleichzeitig unterlassen“, warnte Habeck. Europäische Solidarität bemesse sich im Konkreten. „Das ist nicht die Zeit des Zögerns und Zauderns. Es ist die Zeit für europäische Antworten.“

Die Einführung von sogenannten Corona-Bonds hatten vor dem Gipfel der Staats- und Regierungschefs am Donnerstag neun EU-Länder gefordert. Es sind dies Belgien, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Luxemburg, Portugal, Slowenien und Spanien.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hatte ein derartiges Vorgehen abgelehnt und von einer „Gespensterdebatte“ gesprochen. Die Idee des „Corona-Bonds“ ist, dass mehrere Euro-Länder gemeinsam Anleihen herausgeben. Dann könnten finanziell angeschlagene Länder von der Bonität stärkerer Staaten wie Deutschland profitieren.

Bislang hatte die Bundesregierung solche Anleihen immer abgelehnt. Regierungssprecher Steffen Seibert sagte dazu am Mittwoch: „An der Haltung der Bundesregierung und der Bundeskanzlerin hat sich nichts geändert. Auch in Krisenzeiten ist es wichtig, Haftung und Kontrolle in einer Hand liegen zu lassen.“

„Wir müssen verhindern, dass aus der Corona-Krise eine neue Finanz- und Eurokrise entsteht,“ so Habeck gegenüber AFP. [EPA-EFE/LUKAS BARTH-TUTTAS]

Kanadas Parlament verabschiedet milliardenschweres Hilfspaket

Das kanadische Parlament hat ein Nothilfepaket im Volumen von umgerechnet 69 Milliarden Euro gegen die wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Corona-Krise verabschiedet. Der Senat in Ottawa stimmte dem Maßnahmenbündel am Mittwoch zu, nachdem es zuvor bereits vom Unterhaus gebilligt worden war. Vorgesehen sind unter anderem direkte Staatshilfen für Unternehmen und Familien im Volumen von 33 Milliarden Euro.

Arbeitnehmer, die wegen der Krise kein Einkommen haben, sollen über vier Monate hinweg mit 2000 kanadischen Dollar im Monat (1287 Euro) unterstützt werden. Wegen der Krise haben bereits fast eine Million Beschäftigte in Kanada ihre Jobs verloren. Premierminister Justin Trudeau hat weitere Nothilfemaßnahmen angekündigt.

In Kanada gibt es nach Angaben der Behörden bislang knapp 2800 bestätigte Corona-Infektionsfälle. Mindestens 27 Menschen starben im Land an der von dem Erreger ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19.

Scholz: Staatsbeteiligungen an Unternehmen sollen nicht dauerhaft sein

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hat versichert, dass mögliche staatliche Beteiligungen an Unternehmen in der Corona-Krise nicht dauerhaft werden sollten. „Der Staat will die Anteile natürlich nicht auf Dauer behalten, sondern in der Krise den Erhalt des Unternehmens sichern“, sagte Scholz der „Rheinischen Post“ aus Düsseldorf (Donnerstagsausgabe). Wenn sich die Lage wieder normalisiert habe, sollten die Anteile verkauft werden.

Die Bundesregierung setzt laut Scholz darauf, dass nach der Krise die wirtschaftliche Belebung so groß ist, dass sie die Anteile „teilweise mit Gewinn“ verkaufen kann, um Verluste in anderen Bereichen abdecken zu können. 

Macron kündigt Militäraktion im „Krieg“ gegen Coronavirus an

Angesichts der Corona-Pandemie hat Frankreichs Präsident Emmanuel Macron eine spezielle Militäraktion angekündigt. Die „Operation Widerstandskraft“ werde der bereits existierenden französischen Militäraktion im Kampf gegen den Terrorismus nachempfunden und habe zum einzigen Ziel, die Bevölkerung im „Krieg“ gegen das tödliche Virus zu unterstützen, sagte der Staatschef am Mittwochabend im besonders von der Pandemie betroffenem Elsass. Er äußerte sich nach dem Besuch eines neu errichteten Militärlazaretts bei der Stadt Mülhausen, das die überfüllten Krankenhäuser in der Region entlasten soll.

Macron rief die Franzosen zur Geschlossenheit angesichts der Krise auf: „Wenn man in den Krieg zieht, dann tut man das geschlossen, man kämpft gemeinsam.“ Zugleich kündigte der Präsident ein massives Investitionsprogramm für Krankenhäuser an. Er würdigte die Leistungen aller Mitarbeiter des Gesundheitswesen angesichts der Corona-Krise. Diese verdienten aber auch außerhalb von Krisenzeiten grundsätzlich mehr Respekt und Wertschätzung.

Die Zahl der Covid-19-Todesopfer stieg derweil in Frankreich auf über 1330. Dies seien gut 230 mehr als noch am Vortag, sagte am Abend der Generaldirektor im französischen Gesundheitsministerium, Jérôme Salomon. Mehr als 11.500 Menschen seien wegen einer Corona-Infektion ins Krankenhaus eingeliefert worden.

Der französische Präsident Emmanuel Macron während des Besuchs des militärischen Feldhospitals vor dem Emile-Muller-Krankenhaus in Mulhouse. [EPA-EFE/CUGNOT MATHIEU / POOL]

Britisches Parlament billigt Notstandsgesetz

Das britische Parlament hat ein Notstandsgesetz zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie verabschiedet. Die Abgeordneten im Unterhaus stimmten am Mittwoch für das Gesetz, das der Polizei, den Gesundheitsbehörden sowie dem Grenzschutz zusätzliche Vollmachten gibt, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Anschließend verabschiedeten sich die Parlamentarier in die vorgezogene Osterpause. Die nächste Sitzung ist damit erst für den 21. April geplant.

Das Parlament müsse „mit gutem Beispiel vorangehen“, hatte Wohnungsbauminister Robert Jenrick zuvor in der BBC gesagt. Angesichts der geltenden Ausgangssperre sei die vorzeitige Parlamentspause eine „vernünftige“ Entscheidung. In Großbritannien wurden inzwischen mehr als 8000 Menschen positiv auf den Erreger Sars-Cov-2 getestet, mehr als 420 Menschen starben.

Helsinki wird abgeriegelt

Die finnische Hauptstadt Helsinki wird wie zahlreiche andere Großstädte auf der Welt wegen des Coronavirus abgeriegelt. Die Aus- und Einreiseverbote für die Hauptstadtregion Uusimaa gelten ab Freitag und für mindestens drei Wochen, wie Ministerpräsidentin Sanna Marin am Mittwoch mitteilte. Reisen aus sehr wichtigen Gründen wie etwa beim Tod eines Angehörigen oder zum Besuch eines getrennt lebenden Kindes bleiben aber erlaubt.

Auch ist Bewohnern von Uusimaa, die sich derzeit außerhalb der Region aufhalten, die Rückkehr nach Hause erlaubt. Der Warenverkehr ist von den Verboten nicht betroffen. In Uusimaa leben 1,7 Millionen Menschen, das ist ein Drittel der Gesamtbevölkerung des skandinavischen Landes.

In Finnland gibt es bislang rund 880 bestätigte Corona-Infektionsfälle und mindestens drei Todesopfer der Pandemie. Mehr als 500 der Ansteckungsfälle und zwei der Todesfälle wurden in Uusimaa verzeichnet.

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25. März 2020

Nachfrage nach niederländischen Blumen bricht um 80 Prozent ein

Fraport: Keine Dividende für 2019

Der Vorstand der Fraport AG hat in einer Sondersitzung beschlossen, dem Aufsichtsrat und der Hauptversammlung zu empfehlen, die Dividende für das Geschäftsjahr 2019 nicht an die Aktionäre auszuschütten. Diese soll vielmehr in die Gewinnrücklage fließen, um die finanzielle Stabilität des Unternehmens weiter zu stärken. Inwieweit die Hauptversammlung infolge der von der Bundesregierung und dem Land Hessen erlassenen Einschränkungen des öffentlichen Lebens am 26. Mai in der Jahrhunderthalle Frankfurt stattfinden kann, ist derzeit noch offen. 

Auslöser dieser Entscheidung sind der massive Einbruch der Verkehrszahlen infolge der weltweit auftretenden Corona-Pandemie. „Ich bin mir sicher, dass unsere Aktionärinnen und Aktionäre großes Verständnis für diese Entscheidung aufbringen“, erklärte Dr. Stefan Schulte, Vorstandsvorsitzender der Fraport AG. 

Seit dem Gewinnverwendungsvorschlag von 2 Euro je Fraport-Aktie haben sich insbesondere die Intensität der Ausbreitung des Corona-Virus sowie damit in Verbindung stehende Reiserestriktionen und Einschränkungen des öffentlichen Lebens massiv verschärft. 

Die geänderten Rahmenbedingungen wirken sich deutlich negativer als erwartet auf die Geschäfts- sowie Umsatz- und Ergebnisentwicklungen der Fraport AG und der von ihr gehaltenen Konzern-Gesellschaften aus. „Noch vor wenigen Wochen lagen die Verkehrsrückgänge in Frankfurt bei ca. 50 Prozent, was aus damaliger Sicht schon sehr hoch war. Mittlerweile sind wir bei bis zu 95 Prozent angelangt.”

Zahl der Coronavirus-Infektionen in den USA bei über 60.000

Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen in den USA ist inzwischen auf mehr als 60.000 angestiegen. Laut der Johns-Hopkins-Universität wurden bis Mittwochnachmittag (Ortszeit) mehr als 61.000 Infektionsfälle und rund 850 Todesopfer bestätigt. Damit stehen die USA in der Liste der Länder mit den meisten gemeldeten Infektionen inzwischen auf Platz drei hinter China und Italien.

Das liegt insbesondere daran, dass Tests in den USA zuletzt massiv ausgeweitet wurden, unter anderem in der besonders betroffenen Millionenmetropole New York und in dem gleichnamigen Bundesstaat. Die tatsächliche Zahl der Infektionen dürfte gleichwohl deutlich höher liegen als die Zahl der bestätigten Fälle.

Auch die Zahl der Todesfälle steigt schnell: Am Dienstagnachmittag hatte sie noch bei rund 600 gelegen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt inzwischen, dass sich die USA zum neuen Epizentrum der weltweiten Pandemie entwickeln könnten.

Der Gouverneur des Bundesstaates New York, Andrew Cuomo, sagte derweil am Mittwoch, die Ausbreitung des Coronavirus scheine sich zu verlangsamen. „Die Pfeile zeigen in die richtige Richtung“, sagte der Demokrat. Die Maßnahmen zur sozialen Distanz würden Wirkung zeigen.

Allerdings warnte Cuomo, die Lage werde sich weiter verschärfen. Seinen Angaben zufolge wurden im Bundesstaat New York bislang rund 30.800 Infektionen bestätigt, davon rund 17.800 in New York City.

Auch zweiter Corona-Test bei Merkel ist negativ

Auch der zweite Corona-Test bei Bundeskanzlerin Angela Merkel ist negativ ausgefallen.

Das teilte ein Regierungssprecher am Mittwoch mit. Die Kanzlerin arbeite weiterhin von ihrer häuslichen Quarantäne aus. Sie werde sich Anfang der kommenden Woche erneut testen lassen.

Bundestag nimmt Nachtragshaushalt mit großer Mehrheit an

Der Bundestag hat die Bundesregierung zur Aufnahme von mehr als 156 Milliarden Euro an neuen Schulden ermächtigt. Die Abgeordneten stimmten am Mittwoch mit großer Mehrheit für den Nachtragshaushalt des Bundesfinanzministeriums, der schuldenfinanzierte Milliarden-Ausgaben zur Bewältigung der Corona-Krise vorsieht. Die Abgeordneten der AfD enthielten sich, die anderen Fraktionen stimmten zu.

Der Nachtragshaushalt soll zum einen die neuen Unterstützungsleistungen für Bürger und Unternehmen in der Corona-Krise finanzieren und zum anderen die erwarteten Steuerausfälle kompensieren. Die Vorlage sieht krisenbedingte Steuerausfälle von 33,5 Milliarden Euro sowie Mehrausgaben von 122,5 Milliarden Euro vor.

Die Mitarbeiter desinfizieren die Sitze während einer Sitzungspause im Bundestag am 25. März 2020. [EPA-EFE/ OMER MESSINGER]

Putin verschiebt wegen Coronavirus Verfassungsreferendum über weitere Amtszeiten

Wegen der Corona-Pandemie hat Russlands Präsident Wladimir Putin das Referendum über eine geplante Verfassungsreform verschoben, die ihm den Weg zu weiteren Amtszeiten ebnen soll. Die Menschen sollten jetzt „besser zu Hause bleiben“, sagte der Staatschef am Mittwoch in einer seltenen Fernsehansprache. Zugleich ordnete er an, dass die Russen in der kommenden Woche nicht zur Arbeit gehen sollen, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen.

Putin nannte in seiner Ansprache kein neues Datum für das Referendum, das bisher am 22. April stattfinden sollte. Die geplanten Verfassungsreformen würden Putin die Möglichkeit geben, nach dem Ende seiner laufenden Amtszeit im Jahr 2024 für zwei weitere Amtszeiten zu kandidieren.

KMK: Abiturprüfungen sollen wie geplant stattfinden

Die Abiturprüfungen sollen ungeachtet der Corona-Krise wie geplant stattfinden. Zum jetzigen Zeitpunkt sei eine Absage von Prüfungen nicht notwendig, erklärte die Kultusministerkonferenz (KMK) der Länder am Mittwoch nach einer Telefonkonferenz der Minister. Die Schüler könnten in diesem Schuljahr ihre Abschlüsse erwerben. Die Prüfungen fänden zum geplanten oder zu einem Nachholtermin bis zum Ende des Schuljahres statt, „soweit dies aus Infektionsschutzgründen zulässig ist“.

Zuvor hatte es Streit um den Umgang mit den Prüfungen angesichts der derzeit geschlossenen Schulen gegeben. Auslöser war ein Vorstoß von Schleswigs-Holsteins Kultusministerin Karin Prien (CDU) für ein sogenanntes Anerkennungsabitur ohne Abschlussprüfungen, der auch unter den Kultusministern zum Teil für Unmut sorgte. 

Auf 1.000 Deutsche kommen 4,3 ÄrztInnen

Laut Angaben der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) kommen in Deutschland auf 1.000 EinwohnerInnen 4,3 behandelnde ÄrztInnen. In den USA hingegen sind es lediglich 2,6 ÄrztInnen pro 1000 Menschen.

RKI kann Wirksamkeit der Maßnahmen gegen Coronavirus noch nicht einschätzen

Das Robert-Koch-Institut (RKI) kann noch keine Einschätzung geben, ob die zur Ausbreitung des Coronavirus erlassenen Kontaktverbote wirken. „Wir müssen weiter abwarten, um zu sehen, ob die Maßnahmen greifen“, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am Mittwoch in Berlin. Im Moment sei es noch zu früh, um dies einzuschätzen. Derzeit liegen etwa tausend mit dem Coronavirus infizierte Menschen in Deutschland auf einer Intensivstation.

RKI-Präsident Wieler bekräftigte vorherige Äußerungen, dass Deutschland noch immer am Anfang der Ausbreitung der Coronavirus-Epidemie stehe. „Es ist noch völlig offen, wie sich diese Epidemie weiter entwickelt“, sagte er. Dabei warnte Wieler, dass auch jüngere und gesunde Menschen „sehr schwer“ erkranken können – „es können auch Jüngere daran sterben“. In manchen sozialen Netzwerken geben sich jüngere unbedarft, weil das Risiko für sie geringer ist – dazu zählt das Feiern sogenannter Corona-Partys.

Nach den RKI-Zahlen gab es bisher 149 offiziell registrierte Todesfälle als Folge einer Coronavirus-Infektion, 35 mehr als am Vortag. Neben der Zahl der Infizierte steige auch die Zahl der Genesenen, diese liege nach den aktuellen Schätzungen bei mindestens 5600. Das Durchschnittsalter der Infizierten liege bei 45 Jahren, das der Verstorbenen bei 81 Jahren.

EU-Parlament sagt alle Plenarsitzungswochen bis September ab

Das Europäische Parlament wird seine viertägigen Plenarsitzungswochen am Standort Straßburg bis mindestens September aussetzen. 

Das Parlament werde stattdessen am 13./14. Mai, am 17./18. Juni sowie am 8./9. Juli jeweils nachmittags und am folgenden Morgen „Mini-Plenarsitzungen“ abhalten. Alle diese Veranstaltungen finden in Brüssel statt.

Die erste ordentliche Plenartagung im französischen Straßburg soll dann wieder vom 14. bis 17. September durchgeführt werden.

>> Mehr dazu: EU-Parlament sagt alle Plenarsitzungswochen bis September ab

Spanien verzeichnet mehr Corona-Todesopfer als China

Die Zahl der Corona-Todesopfer in Spanien hat die Opferzahlen Chinas überholt. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Madrid vom Mittwoch starben bislang 3434 Menschen in Spanien an der durch das neuartige Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19. Binnen eines Tages seien weitere 738 Todesopfer hinzugekommen. Trotz der vor elf Tagen verhängten strikten Ausgangssperre stieg die Zahl der Infizierten auf 47.610 an.

Spanien ist nach Italien das am stärksten von der Coronavirus-Pandemie betroffene Land in Europa. In China wurden bislang 3281 Todesfälle gemeldet.

Prinz Charles positiv auf COVID-19 getestet

Der britische Thronfolger Prinz Charles hat sich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Der älteste Sohn von Königin Elizabeth II. sei positiv auf den Erreger getestet worden, teilte seine Londoner Residenz Clarence House am Mittwoch mit. Der 71-Jährige leidet demnach an leichten Symptomen der durch den Erreger ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19, ist aber ansonsten „wohlauf“.

Charles und seine Frau Camilla, die sich den Angaben zufolge nicht angesteckt hat, befinden sich in Schottland in Selbstisolation, wie Clarence House weiter mitteilte. Charles habe trotz seiner Erkrankung in den vergangenen Tagen „wie gewöhnlich“ von zu Hause aus gearbeitet.

Charles und Camilla wurden den Angaben zufolge in der Grafschaft Aberdeenshire im Nordosten Schottlands vom staatlichen Gesundheitsdienst NHS getestet. Es sei „nicht möglich festzustellen“, bei wem der Prinz sich angesteckt habe, da er in den vergangenen Wochen viele öffentliche Termine wahrgenommen habe, erklärte Clarence House.

Spahn kündigt Konzepte zu Ausstieg aus Krisen-Maßnahmen an

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat Pläne der Bundesregierung für einen Ausstieg aus den derzeitigen Corona-Schutzmaßnahmen in Aussicht gestellt. Ziel der momentan geltenden Beschränkungen sei es, Zeit zu gewinnen und die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, sagte Spahn am Mittwoch im Bundestag. „Wir nutzen diese Zeit, um Konzepte nicht nur zu entwickeln, sondern auch für die Umsetzung vorzubereiten, wie wir schrittweise Beschränkungen wiederaufheben können“, fügte er hinzu.

Einen Zeitrahmen dafür nannte Spahn aber nicht. „Je entschlossener wir jetzt vorgehen, desto schneller können wir zurück in den Alltag finden“, sagte er. „Wenn wir in dieser Krise ein neues Wir-Gefühl entwickeln, wird uns das auch für die Zukunft stärken – denn es wird eine Zeit nach Corona geben.“

Lockdown in Rumänien

In Rumänien gibt es derzeit 794 Coronavirus-Fälle sowie 11 Tote durch COVID-19.

Seit gestern gilt eine verschärfte Ausgangssperre: Menschen dürfen ihre Wohnungen nur zur Arbeit, zum Einkaufen von lebensnotwendigen Gütern, zur Betreuung von Menschen in Not, aus medizinischen Gründen und zum Gassigehen mit Haustieren verlassen. Außerdem sollen Personen über 65 Jahre nur zwischen 11.00 und 13.00 Uhr oder zu Arbeitszwecken ins Freie gehen. Darüber hinaus werden ab Mittwochabend für 14 Tage alle Flüge von oder nach Deutschland und Frankreich ausgesetzt. Flüge von oder nach Italien und Spanien sind bereits seit einigen Tagen untersagt.

ILO-Prognose: 25 Millionen Menschen weltweit könnten ihre Arbeit verlieren

COVID-19 wird weitreichende Auswirkungen auf die Entwicklung des Arbeitsmarktes haben. Weltweit könnte die Zahl der Arbeitslosen durch die Corona-Pandemie um 25 Millionen Menschen steigen, geht aus einer Prognose der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) hervor. ILO-Experten haben drei Szenarien ausgearbeitet: Ein Rückgang des BIP-Wachstums um zwei, vier und acht Prozent. Die jeweiligen Szenarien und deren Auswirkungen können Sie in der Statista-Grafik sehen.

Elsässer Patienten in Mannheim – Nachbarschaftshilfe in der Krise

Die Uniklinik Mannheim betrachtet die Aufnahme elsässischer COVID-19-Patienten in der Krise als Teil eines gelebten Europa.

“In einer Stunde, wo unsere Nachbarn am dringendsten Hilfe brauchen, da möchten wir gerne unseren Teil dazu beitragen im Rahmen der europäischen Zusammenarbeit, als Akt der Kooperation und Humanität, die Patienten zu übernehmen und damit zu helfen”, sagt der geschäftsführende Oberarzt der Klinik für Anästhesie, Thomas Kirschning, am Dienstag Reuters TV. Wenige Minuten zuvor ist ein Hubschrauber mit einem 64 Jahre alten Patienten aus dem elsässischen Colmar auf dem Dach der Klinik gelandet. 

Der Mann werde verlegt, weil im Elsass wegen der Pandemie die Behandlungsplätze ausgehen. 

“Die Kriterien sind, dass sie nicht die Schwerstkranken schicken möchten, weil die möglicherweise den Transport nicht unbeschadet überstehen würden. Von daher übernehmen wir jetzt Patienten, die beatmet werden, um sie von der Behandlungskapazität ein wenig zu entlasten.” Der 64-Jährige ist einer von zwei Patienten aus dem Elsass, die inzwischen in Mannheim an der Uniklinik versorgt werden. 

Auch die baden-württembergischen Städte Karlsruhe, Freiburg, Heidelberg, Pforzheim und Ulm sowie das pfälzische Kandel und Homburg im Saarland haben Patienten aus der von der Pandemie schwer betroffenen französischen Nachbarregion aufgenommen.

Frankreich ruft Arbeitslose zur Feldarbeit auf

Frankreich hat Arbeitslose in der Corona-Krise zur Feldarbeit aufgerufen. Nach Angaben des französischen Dachverbands der Landarbeiter (FNSEA) vom Dienstagabend fehlen bis Mai rund 200.000 Saisonkräfte. Die Verbandspräsidentin Christiane Lambert rief Interessierte im Radiosender France Inter auf, die mit Hilfe der Arbeitsagentur eingerichtet wurde.

Landwirtschaftsminister Didier Guillaume hatte zuvor alle derzeit unbeschäftigten Franzosen aufgerufen, sich freiwillig zur Verfügung zu stellen. „Wir müssen produzieren, um die Franzosen zu ernähren“, betonte Guillaume.

Sorgen machen sich unter anderem die Erdbeer-Bauern. Ihnen fehlen für die bevorstehende Ernte rund 3000 Saisonkräfte, die normalerweise aus Spanien, Portugal, Marokko oder Polen nach Frankreich kommen, wie der größte Anbauverband AIFLG im Südwesten Frankreichs mitteilte.

Scholz: „Vor uns liegen harte Wochen, doch wir können sie bewältigen“

Zum Auftakt der Bundestagssitzung hat Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) zu Solidarität in der Corona-Krise aufgerufen. „Vor uns liegen harte Wochen“, sagte er am Mittwoch. „Wir können sie bewältigen, wenn wir solidarisch sind.“ Die aktuelle Krise sei „in der Geschichte der Bundesrepublik ohne Vorbild“ und zugleich eine „schicksalhafte Herausforderung für die ganze Menschheit“, sagte Scholz, der in Vertretung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sprach, die sich weiter in häuslicher Quarantäne befindet.

Die Krise zeige, „wie verletzlich wir als Menschen sind“. Sie zeige zugleich, „dass Politikmodelle falsch sind, dass jeder am besten alleine zurecht kommt“, sagte Scholz weiter. „Was wir jetzt brauchen ist Solidarität.“

 Einigung in Washington auf Billionen-Hilfspaket

In Washington haben sich der Senat und das Weiße Haus auf ein billionenschweres Nothilfepaket gegen die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise geeinigt. „Endlich haben wir einen Deal“, sagte der Republikaner-Chef im Senat, Mitch McConnell am Mittwoch. Die Republikaner und die oppositionellen Demokraten hatten tagelang über das Hilfspaket im Umfang von knapp zwei Billionen Dollar (rund 1,87 Billionen Euro) gestritten.

Die Demokraten bemängelten unzureichende Schutzmaßnahmen für Beschäftigte und eine fehlende Kontrolle darüber, wie Hilfen an in Not geratene Großkonzerne vergeben werden. Sie verlangen außerdem mehr Geld für Krankenhäuser, denen wegen der Pandemie eine dramatische Überlastung droht.

Der Senat wird den Gesetzestext McConnell zufolge noch am Mittwoch verabschieden. Danach muss noch das Repräsentantenhaus zustimmen, bevor der Text von US-Präsident Donald Trump unterzeichnet werden kann.

Bolsonaro kritisiert Ausgangsbeschränkungen wegen Coronavirus

Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hat die von einigen Städten und Regionen des Landes verhängten Einschränkungen des öffentlichen Lebens zum Schutz gegen das Coronavirus scharf kritisiert. In einer Fernseh- und Radioansprache am Dienstag warf der rechtsradikale Politiker diesen regionalen und lokalen Behörden eine Politik der „verbrannten Erde“ vor. Er warnte vor Schäden für die brasilianische Wirtschaft.

Bolsonaro beschuldigte auch erneut die Medien, „Hysterie“ wegen der Pandemie zu schüren. Brasilien sei aufgrund seiner im Schnitt jungen Bevölkerung und tropischen Temperaturen kein Terrain, auf dem sich der neuartige Erreger leicht verbreiten könne. Das Virus werde schon „in Kürze“ wieder aus dem Land verschwinden, führte Bolsonaro ins Feld.

Brasilien müsse „zur Normalität zurückkehren“, forderte der Staatschef. Arbeitsplätze müssten erhalten und der Lebensunterhalt von Familien gesichert werden. Kurz vor Bolsonaros Ansprache hatte die Wirtschafts- und Finanzmetropole São Paulo eine weitgehende Ausgangssperre verhängt.

Übersetzung des Tweets: Gangs in den Favelas von Rio de Janeiro haben heute Abend ab 20.00 Uhr eine Ausgangssperre erzwungen. Die Erklärung lautet: „Wenn die Regierung nicht das Richtige tut, wird das organisierte Verbrechen es tun.“

Notstand in Demokratischer Republik Kongo

In Demokratischen Republik Kongo ist wegen der Coronavirus-Pandemie der Notstand ausgerufen worden. Die Hauptstadt Kinshasa ließ Präsident Félix Tshisekedi abriegeln, wie er am Dienstag in einer Fernsehansprache sagte. Reisen aus Kinshasa in die Provinzen des Landes sowie in umgekehrter Richtung sind untersagt. Die Grenzen des zentralafrikanischen Staates werden laut Tshisekedi weitgehend geschlossen. Nur noch Frachttransporte über Land, per Schiff und Flugzeug sind über die Landesgrenzen erlaubt.

In der Demokratischen Republik Kongo zählten die Behörden bis Dienstag 45 Infektions- sowie drei Todesfälle durch die Pandemie. Alle diese Fälle traten in Kinshasa auf.

Iran lehnt Hilfe aus dem Ausland ab

Der Iran sei nicht auf die Unterstützung „ausländischer Kräfte“ angewiesen, schrieb Aliresa Wahabsadeh, ein Berater des iranischen Gesundheitsministers, am Dienstag im Kurzbotschaftendienst Twitter. Er verwies auf den nationalen Krisenplan und den Einsatz des militärischen Sanitätsdienstes. Hilfe ausländischer Organisationen beim Aufbau zusätzlicher Behandlungskapazitäten sei daher nicht erforderlich.

Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen hatte am Sonntag angekündigt, ein Behelfskrankenhaus in der Stadt Isfahan aufzubauen. In ultrakonservativen Kreisen traf das Vorhaben auf Ablehnung. Den Mitarbeitern der Nichtregierungsorganisation wurde vorgeworfen, als „Spione“ in den Iran einreisen zu wollen.

Ärzte ohne Grenzen nannte die kurzfristige Ablehnung des Hilfsangebots „unverständlich“. Nach Angaben der Organisation waren die Ärzte und das für die Klinik benötigte Material bereits im Iran angekommen. In Isfahan sei das neunköpfige Team von den örtlichen Gesundheitsbehörden begrüßt worden.

Mehr als 400.000 Menschen weltweit mit Coronavirus infiziert

Die Zahl der offiziell bestätigten Infektionsfälle mit dem neuartigen Coronavirus ist weltweit auf mehr als 400.000 gestiegen. Bis Dienstagabend infizierten sich mindestens 401.285 Menschen mit dem Erreger Sars-Cov-2, wie eine Zählung der Nachrichtenagentur AFP auf der Basis von Behördenangaben ergab.

Die Zahl der Todesfälle stieg auf mindestens 18.040. Das Coronavirus hat sich inzwischen auf 175 Länder rund um den Globus ausgebreitet.

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