Betrugsvorwürfe gegen Le Pen: Front-National-Zentrale durchsucht

Marine Le Pen

Die Vorsitzende des rechtsextremen Front National Marine Le Pen. [Shutterstock]

Die Polizei hat die Parteizentrale des rechtsextremen Front National in Paris durchsucht.

Grund sei der Verdacht auf Missbrauch von Geldern des Europäischen Parlaments, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters gestern aus Parteikreisen. Der Front National warf den Behörden in einer Stellungnahme vor, die Aktion wirke wie der Versuch, den Präsidentschaftswahlkampf zu stören.

Front National blockiert Überprüfung von Gehältern im EU-Parlament

Der französische Front National (FN) blockiert die Einführung strengerer Regeln für die Einstellung von Assistenten im EU Parlament – obwohl bereits Ermittlungen gegen ihn laufen wegen Verdacht auf Missbrauch von EU-Geldern. EURACTIV Frankreich berichtet.

Der Europa-Abgeordneten und Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen wird vorgeworfen, eine Sekretärin im Parlament als Assistentin bezeichnet und dann wesentlich höhere Gehälter vom Parlament kassiert zu haben. In einem zweiten Fall soll ein Leibwächter als Parlamentsassistent deklariert worden sein. Le Pen hat die Vorwürfe zurückgewiesen. Das Europäische Parlament hatte Ende Januar entschieden, dass Le Pen fast 300.000 Euro zurückzahlen muss.

Ende Januar waren Büroräume des konservativen Kandidaten Francois Fillon durchsucht worden. Ihm wird die Scheinanstellung seiner Ehefrau vorgeworfen, die dabei 831.400 Euro kassiert haben soll. Der in Umfragen für die Stichwahl bis dahin führende Fillon war nach den Vorwürfen der Scheinbeschäftigung in der Wählergunst abgestürzt. In einer am Montag veröffentlichten Umfrage konnte er allerdings wieder zu dem unabhängigen Kandidaten Emmanuel Macron aufschließen. Damit ist ungewiss, wer in die Stichwahl gegen Le Pen kommt, die den Erhebungen zufolge den ersten Wahlgang gewinnen dürfte.

Front National: Bürgerbeauftragte soll Diskriminierung im EU-Parlament untersuchen

Ein Europaabgeordneter des rechtsextremen Front National hat die Bürgerbeauftragte gebeten, zu überprüfen, inwiefern politische Minderheiten im EU-Parlament diskriminiert werden. Der Brexit habe die Situation verschlimmert. EURACTIV Frankreich berichtet.

 

Subscribe to our newsletters

Subscribe
UNTERSTÜTZEN