Bericht: Justizminister Maas fordert nach G20-Krawallen europaweite Fahndung

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Bundesaußenminister Heiko Maas möchte mit seinem US-Kollegen Mike Pompeo über den Iran beraten. [Foto: Ralf Hirschberger/dpa (Archiv)]

Die Bundesregierung appelliert laut einem Pressebericht an ihre EU-Partner, ihre Fahndung nach den Verantwortlichen der Ausschreitungen am Rande des G20-Gipfels zu verstärken.

Bei der Auswertung von Fotos und Videoaufnahmen, um die Täter namhaft zu machen, seien die deutschen Behörden „auch auf die Unterstützung unserer ausländischen Partner angewiesen“, heißt es den Zeitungen der Funke Mediengruppe zufolge in einem Schreiben von Justizminister Heiko Maas (SPD) an seine europäischen Amtskollegen.

„Bitte lassen Sie deutsche Rechtshilfeersuchen im Zusammenhang mit den G-20-Taten von Ihren nationalen Behörden vordringlich bearbeiten“, heißt es demnach in dem zweiseitigen Brief.

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Zugleich appellierte Maas den Zeitungen zufolge an die EU-Justizminister, rasch europäische Haftbefehle zu vollstrecken, die von deutscher Seite ausgestellt würden. Die Zusammenarbeit solle so verbessert werden, „dass nicht beim nächsten Gipfeltreffen ein anderer Staat und eine andere Stadt von europäischen Krawalltouristen heimgesucht werden“.

Der Hamburger G20-Gipfel war von massiven Krawallen begleitet worden, an denen sich auch zahlreiche Täter aus dem Ausland beteiligt hatten. Der linken Szene zugerechnete Gewalttäter zündeten Autos an, lieferten sich Straßenschlachten mit der Polizei und plünderten Geschäfte. Bei den Einsätzen rund um den Gipfel wurden nach Polizeiangaben rund 500 Beamte verletzt.

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