Airbus und DLR testen klimafreundliches Fliegen

Bald könnten Airbus-Maschinen ohne Kerosin fliegen. [YAHYA ARHAB/EPA]

Der europäische Flugzeugbauer Airbus und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) testen das klimafreundliche Fliegen ohne Kerosin: Sie gaben am Donnerstag den Startschuss für die „weltweit erste Studie“ zu einem Passagierflugzeug, das zu hundert Prozent mit nachhaltigem Flugkraftstoff (Sustainable Aviation Fuel, SAF) betrieben wird, wie Airbus und das DLF am Donnerstag in Toulouse und Köln mitteilten.

Auch der Motorenhersteller Rolls Royce und der finnische SAF-Hersteller Neste nehmen an der Untersuchung teil.

EU-Kommission will "ausgewogenes" Lieferkettengesetz vorlegen

Die Europäische Kommission wird bis Ende des Jahres neue Regeln vorschlagen, die Unternehmen strengeren Lieferketten-Kontrollen unterwerfen. Damit sollen die Firmen dazu angehalten werden, sicherzustellen, dass Lieferanten die Menschenrechte respektieren und die Umwelt nicht schädigen.

Nach DLR-Angaben finden diese Woche am Airbus-Standort in Toulouse im Südwesten Frankreichs erste Triebwerktests statt. Dabei soll die Verträglichkeit des nachhaltigen Kraftstoffs geprüft werden. Ab April sollen dann erste Flugtests mit einer Falcon-Maschine des DLR stattfinden, bei denen die Emissionen gemessen werden.

Nach Angaben des Internationalen Luftfahrtverbandes Iata können SAF-Kraftstoffe die CO2-Emissionen um 80 Prozent im Vergleich zu Kerosin senken. Bisher können konventionelle Flugzeuge allerdings nur mit einer maximal 50-prozentigen SAF-Beimischung betrieben werden.

Finnland will Hälfte der Recovery-Gelder für den "grünen Übergang" ausgeben

Die 2,9 Milliarden Euro, die Finnland aus der „Recovery and Resilience Facility“ der EU erhalten wird, werden auf drei Sektoren aufgeteilt. 50 Prozent der Mittel sollen dabei in die Förderung eines „grünen Übergangs“ fließen.

Die Luftfahrtbranche hat sich zum Ziel gesetzt, ihren Treibhausgasausstoß bis 2050 um 50 Prozent im Vergleich zu 2005 zu senken. Zum Teil soll dies durch nicht fossile Kraftstoffe erreicht werden, zum Teil aber auch durch verbesserte Motoren und Flugzeuge.

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