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11/12/2016

AfD: die Partei der Abgehängten

EU-Innenpolitik

AfD: die Partei der Abgehängten

Würde am Sonntag gewählt, erhielte die AfD laut Allensbach-Umfrage 12,5 Prozent der Stimmen.

[Metropolico.org/Flickr]

Umfrage: AfD-Anhänger fühlen sich benachteiligt gegenüber anderen in Deutschland

Die rechtspopulistische AfD ist einer Allensbach-Umfrage zufolge die Partei der Abgehängten. In der Erhebung für die „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ sagten 38 Prozent der AfD-Anhänger, sie gehörten „zu denen, die zurückbleiben, während es vielen anderen in Deutschland immer besser geht“. Das ist mehr als bei jeder anderen Partei.

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Bei Anhängern der Linken fühlten sich 33 Prozent abgehängt, bei der SPD waren es 23 Prozent und bei der Union 17 Prozent. Am wenigsten stimmten dieser Aussage FDP-Anhänger (13 Prozent) und die Anhänger der Grünen (zehn Prozent) zu.

Die AfD habe zudem der Linken den Rang als Sammelbecken für jene abgelaufen, die dem System und seinen Repräsentanten misstrauten, berichtete die FAZ aus der Studie weiter. Die Flüchtlingskrise sei bis heute das identitätsstiftende Thema der Partei. Die AfD-Anhänger stünden zudem der Globalisierung und der Europäischen Union (EU) weitaus skeptischer gegenüber
als der Durchschnitt der Bevölkerung.

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Würde am Sonntag gewählt, erhielte die AfD laut Allensbach-Umfrage 12,5 Prozent der Stimmen. Das Wählerpotenzial der Partei liege derzeit bei 18 Prozent. 47 Prozent der Befragten sehen demnach in der AfD eine Gefahr, 26 Prozent eine Chance. 48 Prozent der Befragten sagten, die AfD soll möglichst nicht in Parlamenten vertreten sein, 15 Prozent wünschten sich eine Beteiligung in Regierungen.
Allensbach befragte in der Zeit vom 1. bis 13. Oktober 1458 Bundesbürger.