Europäische Autobauer stellen sich hinter TTIP

Die europäischen Autobauer machen mobil für das geplante Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA (TTIP).

„[TTIP] wird den Handel steigern, die Kosten senken, Arbeitsplätze schaffen und die internationale Wettbewerbsfähigkeit verbessern“, sagte der Präsident des europäischen Autmobilherstellerverbandes (ACEA), Carlos Ghosn bei einer Pressekonferenz. „Wir fordern ein umfassendes Abkommen zur Beseitigung von sowohl tarifären als auch nicht-tarifären Hemmnisse durch regulatorische Konvergenz.“

ACEA unterstütze das Abkommen allerdings nur dann, wenn es die europäischen Sicherheits- und Umweltstandards nicht untergräbt, so Ghosn.  

Die laufenden Verhandlungen finden hinter verschlossenen Türen statt. Nichtregierungsorganisationen, Verbrauchergruppen und Umweltaktivisten bemängeln immer wieder die fehlende Transparenz bei den Verhandlungen.

ACEA-Angaben zufolge sorgt der Handel mit den USA und anderen Ländern dafür, dass die Automobilindustrie zum ersten Mal seit Beginn der Wirtschaftskrise ein positives Ergebnis erreicht.

Niedrige Ölpreise, stetige Exporte und die neue politische Struktur der Kommission hätten zu einem positiven Jahresergebnis im Sektor geführt, erklärte Ghosn. Aufgrund der anhaltenden Marktunsicherheiten bleibe er „vorsichtig optimistisch“.

ACEA kündigte außerdem an, weiterhin in alternative Antriebssysteme wie elektrische oder hybride Fahrzeuge, Fahrzeuge mit Brennstoffzellen und erdgasbetriebene Fahrzeuge zu investieren.

Elektrische und hybride Fahrzeuge haben nur einen kleinen Marktanteil. Eine Steigerung der Produktion und der Verkäufe von elektrischen Fahrzeugen „muss von einem Ausbau der Ladeinfrastruktur sowie einer einheitlicheren, EU-weiten Vorgehensweise zu Anreizmaßnahmen für Kunden unterstützt werden“. 

Subscribe to our newsletters

Subscribe

Wissen was in Europas Hauptstädten passiert - abonnieren Sie jetzt unseren neuen 10 Uhr Newsletter.