In einer Rede, in der sie die Rückkehr der Vereinigten Staaten am multilateralen Parkett unter Joe Biden begrüßte, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel am Mittwoch (5. Mai), dass ein Handelsabkommen zwischen den USA und der Europäischen Union „sehr viel Sinn machen“ würde.
Sie betonte die Wichtigkeit der Zusammenarbeit mit den USA, Europas „wichtigsten Verbündeten,“ in der Auseinandersetzung mit Rivalen wie China und Russland.
„Ich habe ein Handelsabkommen zwischen der Vereinigten Staaten von Amerika und der Europäischen Union immer unterstützt,“ betonte sie auf der Konferenz in Berlin.
Merkel nannte insbesondere das Abkommen mit Canada, als eines der möglichen Vorbilder für ein USA-EU Handelsabkommen.
Doch der deutsche Anstoß die transatlantischen Beziehungen zu stärken könnte auf Widerstand von Seiten Frankreichs stoßen. Der französische Präsident Emmanuel Macron hatte die Verringerung der Abhängigkeiten von Supermächten zu einer seiner Prioritäten erklärt.
Bereits 1998, war ein Handelsabkommen mit den USA am Widerstand Frankreichs gescheitert.

