Weitere Entspannungssignale im Nordkorea-Konflikt

Auch aus den USA kommen zaghafte Entspannungssignale Richtung Pjöngjang. [fljckr/Flickr]

Auch US-Präsident Donald Trump sendet im Streit über das nordkoreanische Atomwaffenprogramm Entspannungssignale.

“Gespräche sind gut”, erklärte er am Donnerstag auf Twitter mit Blick auf die Bereitschaft beider verfeindeter koreanischen Staaten zu ersten bilateralen Gesprächen seit Jahren. Dass sie nun möglich sind, führt Trump auf die eigene Machtdemonstration in den letzten Wochen zurück.

Nach Angaben Südkoreas hat der US-Präsident zudem angekündigt, auf gemeinsame US-südkoreanische Militärmanöver während der Winterolympiade im kommenden Monat in Pyeongchang zu verzichten. Diese Manöver werden von Nordkorea als aggressiver Akt gewertet und führten in der Vergangenheit regelmäßig zur Eskalation der ohnehin angespannten Beziehungen.

In seiner Neujahrsansprache hatte der nordkoreanische Staatschef Kim Jong Un der südkoreanischen Regierung überraschend ein Gesprächsangebot gemacht und auch die Teilnahme einer nordkoreanischen Delegation an den Winterspielen in Aussicht gestellt. Südkorea hatte den Schritt begrüßt. Am Mittwoch aktivierten beide Länder eine direkte Telefonverbindung an der innerkoreanischen Grenze, die seit einiger Zeit aufgrund diplomatischer Spannungen abgeschaltet war.

Nordkoreas droht erneut mit Atomangriff

Gleich zu Beginn des Jahres 2018 droht Nordkorea erneut mit einem Atomangriff.

Di Skepsis bezüglich Nordkoreas guten Absichten bleibt allerdings erhalten. Der kommunistische Staat treibt sein Raketen- und Atomprogramm immer weiter voran und verstößt damit gegen zahlreiche UN-Regeln. Die Staatsführung hat wiederholt gedroht, den südlichen Nachbarn sowie Japan und die USA zu zerstören. Die Regierung in Washington hatte die Aussicht auf Gespräche zwischen dem Norden und Süden zunächst skeptisch beurteilt. So erklärte das Außenministerium, Kim könnte versuchen, einen Keil zwischen die USA und Südkorea zu treiben. Ähnlich äußerte sich nun US-Kommandeur Vincent Brooks, dem Tausende amerikanische Soldaten in Südkorea unterstellt sind. Nordkoreas Ziel sei, als Atommacht anerkannt zu werden. Deswegen versuche die Regierung, die USA, Südkorea, Japan, China und Russland auseinanderzudividieren.

Trump und Kim drohten sich in den Monaten vernichtende Militärschläge an. Zuletzt sagte der nordkoreanische Staatschef, er habe auf seinem Schreibtisch einen Atomknopf. Daraufhin spottete Trump, sein Atomknopf sei größer und mächtiger. “Und mein Knopf funktioniert.”

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