Wahlkommission – Lukaschenko mit 80 Prozent der Stimmen wiedergewählt

Der weißrussische Präsident Alexander Lukashenko bei der Stimma gabe. [TATYANA ZENKOVICH/EPA]

In Weißrussland hat Präsident Aleksander Lukaschenko die Präsidentschaftswahl nach Angaben der Wahlkommission mit 80 Prozent der Stimmen gewonnen.

Die Oppositionskandidatin Swetlana Tichanowskaja komme auf 9,9 Prozent, teilte die Kommission am Montagmorgen mit. Lukaschenko regiert das Land seit 1994 autoritär.

Die Wahl war umstritten, die Opposition spricht von Manipulation. Nach der Wahl am Sonntag waren Tausende Menschen in der Hauptstadt Minsk und anderen Städten auf die Straßen gegangen.

Die Frau, die Lukaschenko herausfordert

Sie ist zur Symbolfigur der Opposition geworden: Bei den Präsidentschaftswahlen in Belarus kandidiert Swetlana Tichanowskaja gegen Alexander Lukaschenko. Ein politisches Rennen mit mehreren Überraschungen.

Die Polizei ging hart gegen sie vor und setzte Wasserwerfer, Tränengas und Blendgranaten ein. Laut Bürgerrechtlern wurde bei den Protesten ein Mensch getötet.

Johann Wadepuhl, Vizechef der Unions-Fraktion im Bundestag, zweifelt das Ergebnis an. „Nach allen Informationen, die wir von Freunden, Beobachtern und Bloggern aus dem Land erhalten, hat die Oppositionskandidatin Tichanowskaja einen hohen Stimmanteil erreicht. Vieles spricht dafür, dass sie eine Mehrheit erreicht hat”, sagte der CDU-Außenpolitiker am Montag in Berlin.

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