Wahlen in Albanien: Nordmazedoniens Premier wirbt für Rama

Albaniens Ministerpräsident Edi Rama (l.), und sein Amtskollege Zoran Zaev (Archivbild vom 21. Dezember 2019). [EPA-EFE/MALTON DIBRA]

Der nordmazedonische Ministerpräsident Zoran Zaev hat alle Mazedonierinnen und Mazedonier, die einen albanischen Pass besitzen, dazu aufgerufen, bei den am 25. April stattfindenden Wahlen in Albanien für die Sozialistische Partei seines Amtskollegen Edi Rama zu stimmen. 

Wie exit.al und albanianews.it berichten, forderte Zaev die mazedonischstämmigen Wahlberechtigten in Albanien auf: „Ich rufe Sie alle auf, bei den Wahlen am 25. April die Nummer 12 [der Wahlliste] zu wählen, und die Sozialistische Partei zu unterstützen.“

Der amtierende albanische Ministerpräsident Rama hatte zuvor mehrfach mit Zaev zusammengearbeitet oder dessen Führung unterstützt. So kritisierte Rama beispielsweise die bulgarische Führung dafür, dass sie den Beginn der EU-Beitrittsverhandlungen Nordmazedoniens behindere.

Rama und Zaev hatten im Jahr 2019 außerdem mit dem serbischen Präsidenten Aleksandar Vučić vereinbart, einen „Mini-Schengenraum“ auf dem Balkan zu bilden. Damit solle „das Leben und die Wirtschaft“ in der Westbalkanregion verbessert werden, bis die EU ihre Türen für die Länder dort öffnet.

Ein Mini-Schengen für den Balkan

Albanien, die Republik Nordmazedonien und Serbien haben beschlossen, ihre regionale Zusammenarbeit durch die Bildung einer „Mini-Schengenzone“ voranzutreiben. Das könnte auch mit Blick auf den EU-Beitritt hilfreich sein.

Mazedonierinnen und Mazedonier sind eine der fünf offiziell anerkannten Minderheiten in Albanien – neben Griechen, Serben-Montenegrinern, Roma und Aromunen.

Die letzte Volkszählung aus dem Jahr 2011 beziffert die Anzahl der mazedonischstämmigen Menschen im Land auf etwa 6.000, wobei einige NGOs jedoch davon ausgehen, dass die Zahl höher liegen dürfte.

Serbiens Präsident Vučić stellte sich derweil gegen Lulzim Basha, dem Vorsitzenden der oppositionellen Demokratischen Partei (DP) in Albanien. Hinter diesem stehe der ehemalige albanische Präsident Sali Berisha. Dieser und seine Partei „sprechen über das ethnische Albanien“, wollten also ein „Großalbanien“ schaffen – „und ich bin sehr glücklich, das größte Hindernis für dieses Thema zu sein“, so Vučić.

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