Waffen, Geld und Helme für die Ukraine

Große Teile Europas haben Lieferungen gen Ukraine geschickt. Foto: Polens Verteidigungsministerium

Viele Länder Europas und in der Welt haben in den vergangenen Tagen, Stunden, mobil gemacht und Unterstützung in die Ukraine entsandt. EURACTIV hat eine erste Auflistung der Lieferungen erstellt.

“5.000 Helme, das muss doch ein Witz sein,” so der polnische Premierminister Mateusz Morawiecki in Berlin am Samstagnachmittag. Auf Deutsch fügte er hinzu: “Das ist ein Witz”.

Polen hat in einem „Munitionstransport“ in die Ukraine 42.000 Helme, Mörser, eine unbestimmte Anzahl von Javelin Anti-Panzerraketen und acht Drohnensysteme geschickt. Der Konvoi soll Samstagmorgen angekommen sein.

Auch aus den Niederlanden kommen Waffen, die Lieferung von 200 Stinger-Flugzeugabwehrraketen wurde prompt beschlossen, dazu kommen noch zuvor beschlossene Hilfen, so die Regierung in Den Haag. 

Zuletzt wurde die Lieferung von 3.000 Helmen, 2.000 schusssicheren Westen, 30 Metalldetektoren, zwei drahtgesteuerten Minenrobotern, zwei Bodenradarsystemen, fünf Waffenortungsradarsystemen sowie 100 Scharfschützengewehren mit 30.000 Patronen für die Ukraine in Den Haag beschlossen.

Auch Deutschland besäße in der Theorie noch einen Bestand von mehr als 4.000 Stinger-Raketen, “außer für Übungszwecke wurden sie bisher nicht genutzt.” Aus der Bundesregierung wurde hierzu noch nichts verlautbart.

Die tschechische Regierung hat am Samstag (26. Februar) weitere Militärhilfe für die Ukraine genehmigt. Sie wird dem Land Maschinengewehre und Maschinenpistolen, Scharfschützengewehre, Pistolen und Munition im Wert von 7.6 Millionen Euro liefern. 

„Das Verteidigungsministerium sichert eine sofortige Lieferung an einen von der ukrainischen Seite benannten Ort zu“, teilte die tschechische Verteidigungsministerin Jana Černochová mit.

Auch die Slowakei macht mit Lieferungen für die Ukraine mobil. 10 Millionen Liter Diesel, 2,4 Millionen Liter Kerosin, 12.000 Stück 120mm-Munition und eine Million Euro für humanitäre Hilfe kommen aus Bratislava, so Peter Bator, Sloweniens NATO-Botschafter.

Belgien will 3.8 Millionen Liter Diesel für ukrainische Militärfahrzeuge sowie 2000 Maschinengewehre liefern, so der Premierminister

Von ungenannten deutschen Bundesminister:innen will der ukrainische Botschafter in Berlin,  Andrij Melnyk, laut Visegrad24 angeblich folgende Aussage gehört haben: “Ihr Ukrainer habt nur noch ein paar Stunden Zeit. Es hat gar keinen Sinn, euch noch zu helfen.”

Aus Estland kommen zusätzliche Javelin-Raketen, medizinische Ausrüstung, sowie Schutzausrüstung und Lebensmittel für Soldaten, so das Verteidigungsministerium

Frankreich werde der Ukraine militärische Verteidigungsausrüstung zur Verfügung stellen, sagte ein Armeesprecher am Samstag laut Reuters.

Deutschland hatte sich bisher noch nicht zum Thema geäußert. “Wir haben doch gar keine, was sollen wir denn da liefern?” sagte Joachim Weber, Experte vom CASSIS, am Samstag in einer Sendung des Nachrichtensenders Phoenix.

Derweil kommen Lieferungen an die Ukraine auch von außerhalb der EU.

So komme “erhebliche militärische und humanitäre Hilfe” aus der Türkei, sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nach einem Telefonat mit dem türkischen Präsidenten.

Auch das Vereinigte Königreich will weitere Waffen in die Ukraine liefern. “Wir wissen, was die Ukrainer wollen. Wir tun unser Bestes, um es ihnen zu geben,” so James Heappey, britischer Minister der Streitkräfte.

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