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16/01/2017

Voraussetzung für Stabilität: Balkanstaaten fordern mehr EU-Gelder

EU-Außenpolitik

Voraussetzung für Stabilität: Balkanstaaten fordern mehr EU-Gelder

Isa Mustafa, Staatschef des Kosovo, mit der EU-Außenbeauftragten Mogherini

[European External Action/Flickr]

Serbien, Albanien und der Kosovo haben die EU zu mehr wirtschaftlicher Unterstützung ihrer Länder aufgerufen. Mit der Finanzierung gemeinsamer Projekte fördere Europa die Zukunft der Balkanstaaten.

Mehrere Balkanstaaten haben EU-Hilfen bei der wirtschaftlichen Entwicklung als Voraussetzung für Stabilität in der Region angemahnt.

Durch die Finanzierung gemeinsamer Projekte finanziere Europa „die Zukunft“ der Balkanstaaten, sagte der albanische Regierungschef Edi Rama am Donnerstag in Tirana bei einem regionalen Wirtschaftsforum. Damit werde „dauerhafter Frieden gesichert“ und Europa verhindere eine Situation, die vergleichbar mit der Lage in der Ukraine sei, sagte Rama mit Blick auf den dortigen Konflikt zwischen Regierung und prorussischen Separatisten.

„Wir brauchen Geld, um die Infrastruktur zu entwickeln und wenden uns deshalb an Europa“, sagte Serbiens Ministerpräsident Aleksandar Vucic. „Wenn Europa uns nicht helfen kann, sollte uns das gesagt werden, damit wir selbst nach Lösungen suchen.“ Kosovos Regierungschef Isa Mustafa erklärte, die einzelnen Länder bemühten sich, ihre „Meinungsverschiedenheiten und Konflikte durch Kooperation und Entwicklung zu überwinden“. Insbesondere die Beziehungen zwischen Serbien und Albanien sind wegen des Status‘ des Kosovo angespannt.

Im Kosovo leben mehrheitlich ethnische Albaner. Serbien erkennt die Unabhängigkeit des Kosovo nicht an. Am Mittwoch war Vucic als erster serbischer Regierungschef in Albaniens Hauptstadt Tirana empfangen worden.

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