USA wollen Druck auf Nordkorea erhöhen

Im Weißen Haus herrscht Uneinigkeit in der Bewertung des Konfliktes mit Nordkorea. [Foto: Ed-Ni Photo/shutterstock]

Die US-Regierung will im Konflikt mit Nordkorea den diplomatischen Druck erhöhen. Auch die internationalen Sanktionen sollen verschärft werden.

Dabei wollen die USA die Verbündeten und Partner in der Region einbinden, hieß es in einer Erklärung der Regierung am Mittwoch nach einer unüblichen Lagebesprechung mit dem gesamten Senat im Weißen Haus. Washington strebe Stabilität in der Region und eine friedliche Lösung zum Stopp des nordkoreanischen Atom- und Raketenprogramms an und sei auch offen für Verhandlungen.

Damit deutete die Regierung zwar ihre Bereitschaft an, alle diplomatischen Mittel auszuschöpfen. Zugleich warnte sie aber auch die kommunistische Führung in Pjöngjang, dass sie sich weiter alle Optionen offenhalte. Nordkorea sei eine akute Bedrohung für die nationale Sicherheit.

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Der Konflikt hatte sich zuletzt verschärft. US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, gegen das nordkoreanische Atomprogramm härter vorzugehen als sein Vorgänger und auch einen Militärschlag nicht ausgeschlossen. Er entsandte einen Marineverband mit einem Flugzeugträger und ein Atom-U-Boot in die Region.

Zudem treiben die USA den Aufbau eines Raketenabwehrsystems in Südkorea voran. Zugleich forderte Trump China auf, seinen Einfluss auf Nordkorea stärker geltend zu machen, um das abgeschottete Land zu zügeln.

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Zu dem höchst ungewöhnlichen Treffen im Weißen Haus empfing der Republikaner Trump alle 100 Senatoren. An der Besprechung nahmen auch Außenminister Rex Tillerson, Verteidigungsminister Jim Mattis, Geheimdienstchef Dan Coats und Generalstabschef Joseph Dunford teil.

Mit diesen vier gemeinsam unterrichtete später Vize-Präsident Mike Pence auch die Abgeordneten des Repräsentantenhaus am Kongress-Sitz im Capitol. Die Parlamentsvertreter äußerten sich anschließend allerdings zurückhaltend, einige bemängelten das Fehlen einer klaren Strategie. Auf die Frage von Journalisten, ob die Regierung eine solche Strategie habe, sagte etwa der republikanische Vorsitzende des Streitkräfte-Ausschusses im Senat, John McCain: „Sie entwickeln eine.“

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