USA fordern Serbien erneut auf, Sanktionen gegen Russland zu verhängen

epa09625371 US Deputy Assistant Secretary of State in charge of the Western Balkans Gabriel Escobar attends the joint press conference in Skopje, Republic of North Macedonia, 06 December 2021. the US Deputy Assistant Secretary overseeing policy towards the countries of the Western Balkans Gabriel Escobar is in North Macedonia for an official visit. EPA-EFE/GEORGI LICOVSKI [EPA-EFE/GEORGI LICOVSKI]

Der stellvertretende US-Außenminister für den Balkan, Gabriel Escobar, hat Serbien in einer Videoansprache während des Südosteuropa-Demokratiegipfels in Montenegro aufgefordert, sich den EU-Sanktionen gegen Russland anzuschließen.

Der stellvertretende US-Staatssekretär ist der letzte in einer langen Reihe von Diplomat:innen, die Serbien auffordern, Russlands Einmarsch in die Ukraine anhand von Sanktionen zu verurteilen.

„Fast alle Länder des Westbalkans haben sich darauf geeinigt, dass Russland durch Sanktionen einen Preis dafür zahlen wird, indem es die Ukraine und ihr Volk unterstützt. Ich hoffe, dass Serbien sich dieser Gruppe anschließt und die Sanktionen harmonisiert, wenn die Regierung gebildet ist“, sagte Escobar.

Im Mai erklärte der EU-Spitzendiplomat Josep Borrell, dass die serbische Politik gegenüber Russland und die fehlende Anpassung an die EU-Außenpolitik „nicht mehr“ mit den Ambitionen des Landes auf einen EU-Beitritt vereinbar sei.

Der kürzlich wiedergewählte Präsident Aleksandar Vučić beklagte, dass Serbien von allen Seiten zunehmend unter Druck gesetzt werde, hat aber deutliche Zeichen gesetzt, dass er nicht vorhat, seinen Kurs zu ändern.

Vielmehr hat er die Beziehungen Serbiens zu Russland gestärkt und kürzlich einem umfassenden Gasabkommen zugestimmt, gerade als die EU dafür stimmte, sich von der russischen Ölversorgung abzunabeln.

Serbien ist neben Belarus das einzige Land in Europa, das keine Sanktionen gegen Russland wegen seines Einmarsches in die Ukraine verhängt hat.

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