Ukraine muss Russland angreifen und die Krim zurückerobern

"Die Lösung für den Wiederaufbau nach dem Krieg ist der Sieg über Russland. Ausländische Investor:innen werden nur dann in die Ukraine kommen, wenn sie sich des Friedens sicher sind", fügte er hinzu.

Ukraine muss die Kontrolle über die Ostukraine und die Krim zurückgewinnen, sagte der ehemalige slowakische Finanzminister Ivan Mikloš und stellte fest, dass alles andere als ein militärischer Sieg der Ukraine ein gefährlicher Kompromiss wäre.

Mikloš ist der ehemalige Berater des früheren ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko. Derzeit berät er die moldawische Premierministerin Natalia Gavrilita und ist Mitglied des neuen nationalen Rates für den Wiederaufbau der Ukraine, der von Präsident Selenskyj eingesetzt wurde.

Der Rat für den Wiederaufbau wird nächste Woche seine erste Online-Sitzung abhalten, bei der Mikloš Mitglied des beratenden Ausschusses der ausländischen Expert:innen sein wird.

Weitere Mitglieder sind der ehemalige US-Botschafter in Russland, Michael McFaul, sowie der amerikanische Wirtschaftswissenschaftler und Philosoph Francis Fukuyama. Das erste Treffen soll nächste Woche stattfinden.

Mikloš zufolge muss die Ukraine Russland besiegen und könnte dies auch, wenn die westlichen Länder ihre militärische und finanzielle Hilfe fortsetzen. „Die Grenzen müssen in den Zustand von vor 2014 zurückgeführt werden. Wenn sie nur in den Zustand von vor der Invasion zurückkehren, wird es immer eine Quelle der Spannung und Unsicherheit bleiben“, sagte er in einem Interview für Denník N.

„Die Lösung für den Wiederaufbau nach dem Krieg ist der Sieg über Russland. Ausländische Investor:innen werden nur dann in die Ukraine kommen, wenn sie sich des Friedens sicher sind“, fügte er hinzu.

Die Krim und die Ostukraine zurückzuerobern, wird jedoch schwierig sein. „Sie müssten angreifen, und angreifen ist immer schwieriger als verteidigen. Im Moment ist es entscheidend, dass der Westen seine Hilfe nicht einstellt.“

Der russische Unterhändler Wladimir Medinskij sagte am Sonntag, Moskau sei bereit, die Friedensgespräche mit der Ukraine wieder aufzunehmen, und beschuldigte Kiew, sie ausgesetzt zu haben.

„Wir sind bereit, den Dialog fortzusetzen“, sagte Medinski, ein mit den Verhandlungen mit der Ukraine betrauter Berater des Kremls, in einem Interview mit dem staatlichen Fernsehen von Belarus.

Es scheint jedoch, dass die Wiederaufnahme der Friedensgespräche für Kiew nicht infrage kommt.

Wie EURACTIVs Partner Corriere della Sera berichtet, sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj gestern Abend in einem Telefongespräch mit dem italienischen Premierminister Mario Draghi: „Dieses Land ist noch nicht bereit für einen echten Friedensprozess.“

„Wir werden erst darüber sprechen können, wenn wir die Gebiete zurückerobern, die Russland uns seit Beginn des Krieges weggenommen hat“, fügte Selenskyj laut der Mailänder Zeitung hinzu.

„Ich hoffe, dass Italien uns weiterhin mit den Verteidigungssystemen unterstützt, die wir für unseren Befreiungskampf brauchen“, betonte Selenskyj.

[Bearbeitet von Sarantis Michalopoulos]

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