Türkische Gemeinde: Erdogan schadet deutsch-türkischem Verhältnis

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan.

Der Vorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland, Gökay Sofuoglu, wirft dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan vor, dem Verhältnis beider Länder zu schaden.

Im Gespräch mit dem Radiosender NDR Info kritisierte Sofuoglu die jüngsten Äußerungen des Staatschefs, der den deutschen Behörden vorgeworfen hatte, mit der Untersagung von Wahlkampfauftritten türkischer Politiker zu handeln wie in der Nazi-Zeit. „Erdogan ist einen Schritt zu weit gegangen“, sagte Sofuoglu heute. Die Bundesrepublik sollte sich nicht auf dieses Niveau begeben, betonte er.

Erdogan nutzt Nazi-Vergleich im deutsch-türkischen Streit

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat die Bemühungen der Bundesregierung um Mäßigung im Streit um Auftritte türkischer Regierungspolitiker in Deutschland mit einem Nazi-Vergleich beantwortet.

Ein Einreiseverbot für Erdogan lehnte der Vorsitzende der Türkischen Gemeinde jedoch ab. „Wenn Erdogan kommen will, soll er das tun“, sagte er. Allerdings müsse er dann mit Widerstand rechnen. Erdogans Nazi-Vergleich im Streit über Wahlkampfauftritte türkischer Politiker in Deutschland löste in der Bundespolitik scharfe Proteste aus. Auch Justizminister Heiko Maas (SPD) sprach sich allerdings gegen ein Einreiseverbot für türkische Politiker aus.

 

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