Türkei lässt Ex-Mitarbeiter der Börse in Istanbul festnehmen

Ein Blick auf Istanbul. Foto: dpa

In der Türkei sind einem Medienbericht zufolge Dutzende ehemalige Mitarbeiter der Istanbuler Börse festgenommen worden. Ihnen wird Anhängerschaft der Gülen-Bewegung vorgeworfen.

Den über 50 Personen werde vorgeworfen, Anhänger des Regierungskritikers Fethullah Gülen zu sein, berichtete die Zeitung „Habertürk“ auf ihrer Website. Die Regierung beschuldigt den in den USA ansässigen Prediger, Drahtzieher des im Juli 2016 gescheiterten Militärputsches zu sein. Gülen weißt dies zurück.

Die nun in den frühen Morgenstunden zu Freitag bei weitreichenden Razzien Festgenommenen hatten der Zeitung zufolge bereits infolge des Putschversuchs ihre Stelle bei der Börse verloren. Im Rahmen der entsprechenden Ermittlungen wurden demnach Haftbefehle gegen insgesamt über 100 Personen ausgestellt.

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Seit der versuchten Machtübernahme wurden in der Türkei schon rund 49.000 Menschen verhaftet. Etwa 145.000 Beschäftigte unter anderem des öffentlichen Dienstes, der Justiz, der Polizei und des Militärs wurden entlassen oder suspendiert. Erst vor einer Woche wurden Fernsehberichten zufolge mehr als 100 weitere Richter und Staatsanwälte ihres Amtes enthoben.

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