Türkei: Anhänger und Gegner Erdogans demonstrieren auf Taksim-Platz

Türkei Istanbul Taksim

Die Regierung in Den Haag untersagte am Wochenende dem türkischen Außenminister Mevlüt Cavusoglu die Einreise und verwies wenig später Familienministerin Fatma Betül Sayan Kaya des Landes. [Foto: deepspace / Shutterstock]

Eine kleine Sensation in Istanbul: Die größte Oppositionspartei in der Türkei CHP, feiert nach dem Putschversuch ein Demokratiefest – und die AKP von Präsident Erdoğan schließt sich an.

Zehntausende Anhänger und Gegner des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan haben am Sonntagabend rund eine Woche nach dem Putschversuch in Istanbul gemeinsam demonstriert.

Die größte Oppositionspartei des Landes, CHP, hatte zu der Kundgebung für Demokratie aufgerufen. Die Regierungspartei AKP schloss sich dem Marsch an. Etliche Demonstranten schwenkten am Taksim-Platz türkische Nationalflaggen.

Seit Mitte der Woche gilt in der Türkei der Ausnahmezustand. Erdogan hat ihn verhängt, nachdem aus Teilen des Militärs ein Putsch gegen ihn versucht worden war. Dabei waren mindestens 246 Menschen ums Leben gekommen. Erdogan entging nach eigenen Angaben nur knapp dem Tod oder einer Gefangennahme. Seit dem gescheiterten Putsch hat die Regierung Zehntausende Polizisten, Soldaten und Beamte vom Dienst suspendiert oder festgenommen. Die Bevölkerung ist tief gespalten.

 

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